Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abzocke mit 'Abbildung ähnlich' und dann anderen Artikel wie beschrieben erhalten!


10.03.2006 22:15 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo

ich habe mir vor einigen Wochen diese Stoßstange durch ein höchstgebot ersteigert.

hier der Link

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=8030962152&rd=1&sspagename=STRK%3AMEWN%3AIT&rd=1

Nun mein Problem

in der Artikelbeschreibung steht

"Verkaufe hier mein Original Spoilerstoßstange"

erhalten habe ich nicht die abgebildete Stoßstange, wobei ich mich von dem satz " Bild ähnlich habe leider kein besseres" teuschen lassen habe, ausserdem kenn ich die genaue rechtliche definition von "Abbildung ähnlich" nicht, ich hätte eine ander Farbe erwartet. Die gelieferte Stoßstange ist jedoch von einem anderen Baujahr und ist völlig anders als die abgebildete. Desweiteren lässt einen der Anhang "habe leider kein besseres" glauben das es sich genau um die abgebildete Stoßstange handelt.



Ich habe dem Verkäufer darufhin eine E-mail geschickt in der ich darauf hingewiesen habe das es sich hier nicht um die richtige Stoßstange handelt und ich binnen 14 Tagen mein Geld zurück haben will und dann daraufhin die Stoßstange zurückschicken werde, da es mit der Lieferung schon etliche schwierigkeiten gegeben hatte, habe ich auch mit rechtlichen schritten gedroht (war vieleicht eine überreaktion da sich meines Erachtens immer eine Lösung für ein solches Problem findet)

worauf zurückkam:

Herr K ,die Stoßstange ist nachweißlich an einem 2.0 L 16V OPC (1) verbaut gewesen habe nie behauptet das Sie an einem OPC (2) angebaut war,habe sie erweitert in dem ich damals den Schwarzen Original gegen einen Zubehör Spoiler getauscht und alles lakieren lassen habe .Alles Entspricht der Artikelbeschreibung,in der Beschreibung stand auch EINDEUTIG Bild ähnlich,nicht das es auch genau diese ist ,damit aus dem Grund keine Missverständnisse mit OPC (2)Turbo wie jetzt entstehen !!!!????

Aus diesem Grund ist es kein Betrug und kein Grund gegeben für eine Anzeige,habe meinen Anwald deshalb kontaktiert und der hat mir versichert das auch in seinen Augen alles der Beschreibung enspricht,und der Käufer die Artikelbeschreibung ja durchliest und ggf. Fragen stellt wenn etwas offen oder unklar sei,sehe mich daher nicht im Unrecht und nach 6 Wochen nicht zur Rückerstattung der Kaufsumme da Sie mir Ja nachweislich signalisiert haben das Alles in Ordnung ist,kann nicht wissen was Sie damit machen ,kann sich ja mitlerweile in Ihrem Besitz ein frisch endstandener Fehler den Sie mir dann zurückschicken wollen um neu zu kaufen und nach Benutzung das Geld zurück fordern ,sehe das als Beleidigung aber als begründet erledigt und werde wenn nötig meinen Anwald weiter damit betrauen...




Mein Problem:

Ich war zum Zeitpunkt des Kaufes im Urlaub 17.01.06 als das Packet angekommen ist habe ich es von meiner Lebensgfährtin und meinem Freund öffnen lassen und mir wurde bestätig, dass der Lieferumfang und der beschriebene Zustand korrekt sind, sie haben allerdings nicht gewußt das es sich um den falschen typen handelt, ich habe darauf hin ein positive Bewertung bei Ebay gegeben. Ich bin am 08.03.06 nach Hause gekommen und habe mir die Stoßstange angeschaut und stellte natürlich sofort fest das es der falsche Typ war.

In der E-mail schreibt Herr S das es sich um die OPC 1 Stoßstange handelt,
abgebildet ist eine OPC 2 Stoßstange, es wird nirgends in der Artikelbeschreibung genau aufgeführt das es sich genau um diese oder NICHT um diese abgebildete Stoßstange handelt.
Sie sehen auch das in der E-mail nachträglich in Klammern die Bezeichnung (1) und (2) eingefügt sind, nicht jedoch in der Artikelbeschreibung.


1.Kann ich nun nach diesem Zeitraum wegen Sachmangel den
Kaufpreis incl Versand und Rückversand zurückverlangen?

Als weiteren Punkt wird in der Artikelbeschreibung erwähnt das es sich um eine Original Spoilerstoßstange handelt,
in der E-mail gibt Herr S. allerdings zu " habe sie erweitert in dem ich damals den Schwarzen Original gegen einen Zubehör Spoiler getauscht habe...." Was für mich heißt, dass die von ihm angebotene und verkaufte OPC 1 Stoßstange nicht mit dem gelieferten Produkt übereinstimmt.
(welcher noch dazu ohne allgemeine Betriebserlaubniss geliefert und als original verkauft wurde)

2. Ist es möglich wenn nicht aus erstem Grund (wegen der irreführenden Abbildung) wegen der nicht "original" wie beschrieben gelieferten Stoßstange aus Sachmangel laut $ 434 BGB (Nichtübereinstimmung der Artikelbeschreibung mit geliefertem Produkt) nach diesen 6 Wochen von dem Kaufvertrag zurückzutreten ?

3. In der E-mail von Herrn S steht das ich mich ja hätte informieren und nachfragen hätte können, doch ist es nicht so das die Aufklärungspflicht bei Herrn S. liegt da er der Verkäufer ist?

4. Währe ein Rechtsstreit bei dieser Summe überhaupt zu empfehlen und wie würden sie die Sache in meiner Partei einschätzen ?

5. Falls sie der Auffassung sind das ich im Recht bin wie sollte ich weiter vorgehen um mein Geld zurückzuerhalten ?

Ich hoffe das sie mir bei meinen Fragen helfen können

und bedanke mich bereits im voraus

mfg

Der Rechtlichunwissende

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Nach meiner Auffassung ist bei der spartanischen Beschreibung das Bild in der Auktionen auf jeden Fall relevant.

Der Verkäufer kann kein gänzlich anderes Produkt – nach Ihrer Schilderung handelt es sich aber hierrum – abbilden und sich dann auf den Hinweis mit der ähnlichen Abbildungen zurückziehen.

Ich sehe die Auktionen so, dass sie eine Stoßstange des abgebildeten Types nach objektiver Betrachtung versteigern wollten.

Natürlich sind sie nicht verpflichtet, nachzufragen, ob der Verkäufer wirklich das verkaufen möchte, wovon ein objektiver Betrachter ausgehen kann.

In Hinblick auf den abweichenden Artikel und darauf, das es sich um eine nachträglich lackierte Stoßstange behandelt, halte ich den gelieferten Artikel für mangelhaft. Ihnen stehen daher die gesetzlichen Rechte, also auch der Rücktritt, zu. Hiervon haben Sie bereits Gebrauch gemacht.

Setzten Sie dem Verkäufer eine letzte kurze Frist unter Darlegung der Rechtslage. Sollte er sich nicht einsichtig zeigen, sollten Sie einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Rechte beauftragen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 14.03.2006 | 14:24

Hallo

Als erstes möchte ich mich nochmal bedanken für ihre schnell Hilfe, ich war und bin begeistert.

Nach erläuterung der Rechtssache willigt der Verkäufer nun ein
den Kauf rückgängig zu machen er möchte mir aber die gesamten Versandkosten auferlegen,welche sind:

Vom Verkäufer ----> Zum Käufer 40€
Vom Käufer ----> züruck zum Verkäufer 40€

in Summe 80 €

Nun meine Frage ist dies seinerseits rechtens oder kann ich die Versandkosten zurückverlangen?

Da er ein Privatverkäufer ist kann ich nicht vom Fernabsatzrecht gebrauch machen oder sehe ich das falsch?

mfg

Der Unwissende

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.03.2006 | 14:30

Das freut mich, dass Ihnen meine Antwort weiter geholfen hat und der Verkäufer eingewilligt hatte, die Ware zurückzunehmen.

Da es sich um eine mangelhafte Lieferung handelt, müssen sie keine Versandkosten tragen.

Teilen Sie dies dem Verkäufer somit.

Wenn Sie die Ware zurück schicken, so stellen Sie sicher, dass sie die ordnungsgemäße Absendung nachweisen können (Zeuge und Einlieferungsbeleg).

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER