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Abzocke durch Melango.de


26.11.2010 09:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Hallo!
Ich bin auf o.g. Online-Abzocker hereingefallen.
Melango bietet eine Plattform für Händler, die dort untereinander handeln können. Ähnlich wie bei Ebay oder anderen Portalen hat Melango mit den einzelnen Geschäften nichts zu tun.

Das Unternehmen ist im Netz bestens bekannt und war auch schon Thema auf SAT1 Akte 09. Leider habe ich das erst später erfahren.

Auf der Suche nach Großhändlern für meinen geplanten Online-Shop habe ich mich auch bei melnago.de angemeldet und dabei leider den wirklich gut versteckten Hinweis auf die Gebühren überlesen.
Nun fordert die Fa. 99,- Anmeldegebühr in der ersten Rechnung und 10,- pro Monat Grundgebühr, Laufzeit 24 Monate und alles im Voraus un zzgl. MWSt.
Das Zustandekommen eines Vetrages habe ich in einer ersten Stellungnahme bestritten und auch noch keine Zahlungen geleistet. Die Fa. droht nun wie in solchen Fällen üblich und verweist auch auf entsprechende Gerichtsurteile auf http://urteile.melango.de

Was kann ich tun?

Das Portal ist nur für gewerbliche Händler. Bringt es etwas, wenn ich z.B. behaupte, meine Frau als Privatperson hätte sich versehentlich angemeldet und war sich auf Grund sprachlicher Unzulänglichkeiten (kommt aus der Ukraine) nicht bewusst, was sie gemacht hat. Eine Nutzung der Dienstleistung kam ja für sie nicht in Frage. Melnago droht für diesen Fall eine Vertragsstrafe in voller Höhe, also 339,- an.


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Nach meiner Recherche stehen die Chancen leider allerdings schlecht für Sie, hier erfolgreich gegen das Unternehmen vorzugehen.

Ich verweise auch auf die zutreffende Beantwortung des Kollegen:

http://www.frag-einen-anwalt.de/melango.de---Vertragsk%C3%BCndigung-als-unetrenehmer-__f92555.html

Ich glaube auch nicht, dass es etwas bringen wird, wenn Sie hier gegenüber dem Unternehmen (oder später gegenüber einem Gericht) vortragen, dass sich versehentlich Ihre Frau als Privatperson angemeldet hatte.
Denn dieses müssten Sie detailliert vortragen und auch beweisen können, was schwerlich möglich sein wird.

Zudem gibt es leider noch ein Problem:

Bleibt die eingeklagte Summe der Gegenseite (wie auch in den beiden Urteilen des Amtsgerichts Chemnitz) unter 600 €, so kann man höchstwahrscheinlich hier in diesem Fall keine Berufung einlegen, denn es gilt:

Die Berufung ist nur zulässig, wenn

1.
der Wert des Beschwerdegegenstandes 600 Euro übersteigt oder

2.
das Gericht des ersten Rechtszuges die Berufung im Urteil zugelassen hat.
Das Gericht des ersten Rechtszuges lässt die Berufung zu, wenn

1.
die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Berufungsgerichts erfordert und

2.
die Partei durch das Urteil mit nicht mehr als 600 Euro beschwert ist.

Das Berufungsgericht ist an die Zulassung gebunden.

Letzteres wird aber nach meiner ersten Einschätzung gerade nicht der Fall sein.

Ob allerdings ansonsten die AGB und sonstigen Vertragsbedingungen der Gegenseite rechtmäßig sind, insbesondere auch das von Ihnen genannte Vertragsstrafeversprechen, wäre im einzelnen genau zu prüfen.

Ich denke aber, dass Sie sich gegen die Anmeldegebühr wehren können, sofern es eine überraschende Klausel ist, genau so, wie es der Kollege in dem oben zitierten Artikel geäußert hat.

Ich hoffe, Ihnen trotz dieser negativen Mitteilung weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
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