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Abziehen des Parkettboden


28.08.2007 20:03 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind 2005 in eine Mietwohnung 4ZKB/94 m² gezogen, die komplett (außer Bad) mit Parkettboden ausgelegt ist. Dieser Parkettboden liegt seit Erbauung dieses Mietshauses ca.1954 in dieser Wohnung, lt.Aussage der Hausverwaltung, wurde dieser Parkettboden seither nicht mehr abgezogen bzw. versiegelt. Dieses Haus wurde nun schon zum 2.Mal verkauft, seit wir hier wohnen, und wir wurden bis jetzt immer von der Hausverwaltung vertröstet, wir sollten den neuen Hausbesitzer abwarten, um mit dem "Neuen" die Sache zu besprechen.
In unserer Küche ist der Boden zweigeteilt, ein Teil ist gefließt der andere Teil ist Parkettboden, der wegen dem schlechten Zustand mit einen PVC-Belag abgedeckt war.
Nun bekommen wir eine neue Küche und wollten diesen Anlaß benutzen um den Boden instandsetzen zu lassen, d.h. neue Fließen und den Parkettboden abziehen und versiegeln zu lassen. Wir haben unseren neuen Vermieter (seit 06/2007) den Vorschlag gemacht, wenn er die Kosten für den Parkettboden (3,20x4,30 m) übernimmt, übernehmen wir die Kosten für die Fließen (1,10x4,30 m), dies hat er uns auch mündlich zugesagt.
Nun haben wir uns einen Kostenvoranschlag (Handwerkerfachbetrieb)machen lassen für Fließen und Parkettboden, nun will er plötzlich davon nichts mehr wissen und behauptet den Parkettboden abziehen und neu versiegeln zu lassen ist Mietersache und nicht seine Sache.
Nun unsere Frage:
Stimmt dies, müssen wir die Kosten für das Abziehung und die Versiegelung bezahlen oder ist das Vermietersache?
Vielen Dank im Vorraus
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt Stellung nehme:

Das Abschleifen und Versiegeln eines Holzparkettbodens gehört nicht zu den Schönheitsreparaturen (LG Köln, WM 94, 199; LG Berlin, GE 92, 677). Selbst wenn Ihnen per (Formular)-Mietvertrag die Pflicht zur Durchführung der Schönheitsreparaturen auferlegt wurde, werden Sie diese Arbeiten daher nicht ausführen müssen. Weiterhin muss ein Parkettboden bei normaler Abnutzung erfahrungsgemäß nach 15 bis 20 Jahren Nutzung abgeschliffen und neu versiegelt werden. Nachdem Sie mitteilen, dass der Boden in Ihrer Wohnung seit dem Jahre 1954 nicht mehr abgezogen worden sei, werden Sie diese Maßnahmen von Ihrem Vermieter verlangen können. Ich rate Ihnen daher, Ihren Vermieter erneut unter Fristsetzung zur Durchführung der Arbeiten aufzufordern und anzukündigen, dass Sie nach Ablauf der gesetzten Frist das Abschleifen und Versiegeln des Parketts durch einen Fachbetrieb ausführen lassen und die Kosten sodann mit der laufenden Miete verrechnen werden.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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