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Abwesenheit des Mieters - muss er den Vermieter informieren?

04.09.2019 09:33 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Wir haben in unserem Haus(Baujahr 1928) eine 43m² große, vollmöblierte Dachgeschoss-Wohnung unbefristet vermietet. Der Mieter ist schweizer Staatsbürger und im Regelfall nur von Dienstags bis Donnerstags vor Ort. Von Freitags bis Montags hält er sich meistens an seinem Heimatort in der Schweiz auf.

Nun ist der Mieter mindestens 1-mal/Jahr zu Studienzwecken (er gehört zum Berufsstand Forschung und Lehre) 6 - 8 Wochen nicht da. Diese Abwesenheitszeiten können sowohl im Sommer, wie auch in den Wintermonaten vorkommen

Nun meine Frage, ob

a) der Mieter uns(seine Vermieter) über seine Abwesenheit und deren Dauer informieren muss?
b) auch während seiner Abwesenheit Sorge tragen muss, dass ein Wohnraum regelmäßig belüftet wird?
c) uns eine Person seines Vertrauens benennen muss, die uns im Notfall kurzfristig in die Wohnung lässt - es handelt sich immerhin um ein sehr altes Haus, so ist das Haus - also auch das Dach - über 90 Jahre alt, die Zwischendecken der 3 Etagen sind aus Holz, ebenso das Treppenhaus und natürlich auch der Dachstuhl.

Der Mieter bestreitet all dies.

Wir werden nicht über seine Abwesenheit und schon gar nicht deren Dauer informiert, der Wohnraum wird nicht regelmäßig (z.B. 1-mal wöchentlich) gelüftet oder überprüft - was wir gerade nach Unwettern in einer Dachgeschosswohnung in einem Altbau sehr kritisch sehen.
Zudem kann es durchaus zu einem Kurzschluss kommen, der dann zu einem Brand führen kann - was sich bei einem so alten Haus zu einem großen Problem entwickeln könnte.

Wie sieht die Rechtslage dazu aus?

04.09.2019 | 11:38

Antwort

von


(450)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Mieter muss Sie als Vermieter grundsätzlich nicht über seine Abwesenheit und deren Dauer informieren.
Er hat allerdings die Obliegenheit, auch während seiner Abwesenheit dafür zu sorgen, dass es zu keinen Schäden an der Mietsache kommt bzw. nach dem Auftreten etwaiger Schäden dem Vermieter unverzüglich Meldung zu machen.
Insofern sollte er Ihnen eine Vertrauensperson benennen, die im Notfall einen Schlüssel zu der Wohnung hat und diese öffnen kann.
Einen Anspruch auf Benennung einer Vertrauensperson haben Sie nicht.

Ihnen bliebe bei weiterer Weigerung nur die Möglichkeit, im Nachhinein etwaige Ansprüche wegen Verletzung der Mieterpflichten/ Schadensminderungspflicht, etc. geltend zu machen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 04.09.2019 | 12:05

Sehr geehrte Anwältin,

das sehe ich etwas anders und nicht nur ich, sondern das Internet ist auch voll davon (Haus und Grund, Mieterbund, etc.),

Danach muss der Mieter seinen Obhutspflichten nachkommen, was bedeutet, dass die Wohnung z.B. 1-mal/Woche belüftet wird. Und der Mieter muss den Vermieter informieren, schon ab einer Dauer von 4 Tagen Abwesenheit.

Zudem schreiben Sie, der Mieter muss dafür Sorge tragen, dass keine Schäden am Wohnraum entstehen - wie will er das verhindern - wenn er nicht vor Ort ist? Nehmen wir einmal an, nach einem Herbststurm dringt Wasser durch das Dach ein - bemerkt wird dies erst, wenn die Feuchtigkeit auch in der darunter liegenden Etage ankommt. Der Vermieter wäre dann gemäß Ihrer Antwort der Dumme, denn er muss im Zweifelsfall dafür sorgen dass der Schaden an seinem Haus beseitigt wird. Der Aufwand mit den Handwerkern, Angebotseinholung, Angebotsprüfung, Auftragsvergabe hat er ja kostenlos zu erbringen. Und er muss ggf. die Kosten vorstrecken, in der Hoffnung, dass der Mieter oder dessen mögliche Versicherung irgendwann bezahlen.

Ich halte Ihre Antwort - für die Sie immerhin ca. 105 Minuten gebraucht haben, für z. Teil falsch und ohne rechtlichen Hintergrund erstellt.

Ich werde mich nun bei einem ortsansässigen Rechtsanwalt erkundigen, sollten Sie recht haben, werde ich nicht mehr vermieten, denn so naiv oder geldgierig kann man als Vermieter überhaupt nicht sein.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.09.2019 | 12:17

Sehr geehrter Fragesteller,

ich werde gerner genauer auf Ihre Frage eingehen.

Wie ich schon geschrieben hatte, muss der Mieter seinen Obliegenheiten/ Mieterpflichten auch während einer längeren Abwesenheit nachkommen und Schaden von der Wohnung bzw. dem Mietobjekt abwenden.

Hierzu gehört selbstverständlich das Lüften, Heizen( vor allem im Winter), Reinigungspflichten, etc.

Sollte der Mieter dies nicht gewährleisten können, da er tatsächlich für einen längeren Zeitraum abwesend ist, so muss er entweder jemanden mit der Wahrnehmung dieser Aufgaben beauftragen oder dem Vermieter den Schlüssel überlassen.

Zudem sollte der Vermieter eine Notfallnummer erhalten unter der Mieter oder die Vertrauenspersön erreichbar sind.
Für den Fall, dass der Mieter nicht erreichbar ist, da er im Ausland oder einfach für mehrere Wochen nicht zugegen ist (wie von Ihnen geschrieben, insofern entschuldige ich mich), muss er eine Drittperson benennen, die im Notfall zu erreichen und relativ zeitnah zur Stelle ist. Dies könnte grds. auch ein gewerblicher Service (Hausmeistertätigkeit, o.ä.) sein.

Insbesondere im Hinblick auf die nahende Zeit der Herbststürme und damit gegebenenfalls verbundener Schäden am Dach, könnten Sie den Mieter auffordern, Ihnen eine solche Person zu benennen für den Fall, dass er selbst nicht binnen weniger Stunden zugegen sein kann.

Sie selbst dürfen, sofern Sie eine solche Erlaubnis durch den Mieter nicht erhalten, nur bei Gefahr im Verzug die Wohnung betreten.

Ich hoffe, Ihre Frage nun detaillierte beantwortet zu haben. Gerne können Sie ansonsten über die hinterlegte E-Mail-Adresse an mich herantreten.


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