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Abweichung des Steuerberaters vom vereinbarten Satz

| 28.09.2019 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Rechtsanwältin, sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich betreibe seit über 23 Jahren ein Ingenieurbüro und habe in den letzten 22 Jahren meine Buchführung inklusive Bilanzierung selbst erledigt. Im letzten Jahr habe ich nun die Buchführung mit Kontierung nach §33 Abs. 1 StBVV 2012 an einen Steuerberater übergeben. Weiterhin soll der Steuerberater auch den Jahresabschluss und alle damit zusammenhängenden Erklärungen erstellen (Ust., GewSt., EkSt.,..).
Die monatlichen Kontierungsarbeiten und Buchführungsarbeiten erledigt eine Steuerfachangestellte des Steuerberaters.

Frage 1: Der im Vertrag vom Juli 2018 vereinbarte Satz für die monatlichen Arbeiten wurde mit 4/10 nach Tabelle C festgelegt.
Nun rechnete der Steuerberater plötzlich seine Arbeiten des letzten Monats (August 2019) mit dem Satz 4,5/10 der Tabelle C ab. Ist so eine eigenmächtige und vom Vertrag abweichende Änderung des Satzes zulässig oder bedarf es dazu wenigstens der Zustimmung des Mandanten? Der absolute monatliche Rechnungsbetrag hatte sich von 2018 auf 2019 sowieso schon durch eine Vergrösserung des Gegenstandswertes vergrössert, was aber korrekt ist.

Frage 2: Vom Steuerberater wurde mir die Verwendung des Produktes "Unternehmen online" nahegelegt. Die Steuerfachangestellte und ich kannten das Produkt nicht. Meine Enttäuschung darüber war relativ gross, da ich vorher mit brauchbareren Systemen gearbeitet hatte. Da in der Buchführung nun immer wieder Fehler auftauchen (vergessene Buchungen, falsche Kontierungen, falsche Beträge) und ich keine Lust auf Fehler und Probleme mit dem FA habe, bin ich dazu übergegangen, mir die monatlichen Ergebnisse anzusehen und zu prüfen. Da "Unternehmen online" dazu reichlich ungeeignet ist (man hat noch nicht mal Einsicht in das Journal) habe ich mir wieder eine passende Buchführungssoftware zugelegt, in die ich die von der Steuerfachangestellten angefertigte DATEV-Exporte aus dem Kanzlei-Rechnungswesen importiere und mir so wieder klassisch einen Überblick verschaffen kann. Nun stellt mir der Steuerberater diese Exporte mit 25€ (nach §33 StBVV i.V.m. §14 StBVV 2012) in Rechnung. Ist das so in Ordnung? Eine Vereinbarung in Textform (wie in §14 StBVV Abs. 1 vorgesehen) darüber gibt es (bisher) nicht. Oder ist der Steuerberater vielmehr verpflichtet, mir meine Buchhaltung zugänglich zu machen bzw. zugänglich zu halten?

Vielen Dank!

30.09.2019 | 05:05

Antwort

von


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Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Zu Frage 1: Wenn Sie mit dem Steuerberater eine vertragliche Vereinbarung dahingehend geschlossen haben, dass ein Gebührensatz von 4/10 Grundlage der Abrechnung sein soll, ist der Steuerberater an diese Vereinbarung gebunden und kann sie nicht einseitig ändern. Hier sollten Sie den Rechnungsbetrag auf 4/10 kürzen.

Zu Frage 2: Insoweit muss zunächst geprüft werden, ob Ihr Vertrag für diese Leistung eine Regelung enthält. Ist das der Fall, gilt diese. Ansonsten darf der Steuerberater dann eine zusätzliche Pauschalgebühr verlangen, wenn dies vereinbart wurde, vgl. § 14 StBVV.
Da nach Ihren Angaben eine solche Vereinbarung in Textfoirm nicht vorliegt, stellt der Steuerberater die 25.- € zu Unrecht in Rechnung.

Sie sollten unter Berücksichtigung dieser Ausführungen mit dem Steuerberater mal ein ernsthaftes Gespräch über die aktuelle Form der Abrechnung führen; sie entspricht in den angesprochenen Punkten weder dem geschlossenen Vertrag noch den gesetzlichen Regelungen.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 30.09.2019 | 19:33

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