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Abwasserrohrbruch Fehlausschachtung

07.06.2018 10:54 |
Preis: 40,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Nach Austreten von Abwasser aus dem in unserem Keller befindlichen Schacht, durch den die Hauptabwasserleitung führt, hatte eine erste von uns beauftragte Rohrreinigungsfirma eine vermeintliche Verstopfung durch im Rohr befindliche Materialien beseitigt. Nachdem infolge starken Regens erneut Abwaser aus dem Schacht trat, beauftragten wir eine zweite Firma, mit der Bitte um Mitführen einer Kamera, zur genaueren Feststellung des Schadens. Nach Öffnung des Rohres trat aus diesem schlickiges Abwasser aus, was es laut Aussage des Mitarbeiters der Firma unmöglich machte, in dem Rohr etwas mit der Kamera zu visualisieren. Stattdessen schob er eine Spirale vor, an dessen Ende beim Zurückziehen auch Erde klebte. Auf dieser Weise diagnostizierte er einen Rohrbruch, der (abgemessen mit Hilfe der vorgeschobeben Spirale) sieben Meter vom eröffneten Rohrstück - in Richtung Straßenkanal - liegen müsse.
Zur Hilfe für die damit anstehenden Tiefbau-Arbeiten markierte er also mit mitgeführtem Farbspray eine 7m rechtwinklig vom Haus entfernte Stelle, wo sich der Rohrbruch ungefähr befinden müsse. Dass ein Abwasser-Rohr anders als rechtwinklig zum Haus laufen könnte, was bei einer Neigung der Straße, durch die der Kanal fließt, von ca 12% sogar offenbar eher üblich ist, blieb völlig unerwähnt.
In dem so markierten Bereich fand die als nächstes beauftragte Tiefbau-Firma denn auch trotz großzügiger Ausschachtung kein Rohr. Das Telefonat der Tiefbau-Firma mit der Sekretärin der Rohrreinigungs-Firma ergab zu diesem Zeitpunkt, dass ein Mitarbeiter der letzteren ohne Ortung per Peilsender keine Bruchstellen-Markierung hätte vornehmen dürfen (vom Tiefbau-Mitarbeiter bezeugbar).
Die Tiefbau-Firma schlug denn auch als nächstes vor, die Bruchstelle durch einen ins Rohr vorgeschobenen Peilsender zu lokalisieren, was eine weitere, von der Tiefbaufirma hinzugezogene Firma erledigte. So wurde die Bruchstelle gefunden und repariert.
Die zunächst angekündigten Gesamtkosten für die Reparatur des Rohres haben sich durch die Fehlausschachtung von ca. 4000,-€ auf nun fällige gute 9100,-€ mehr als verdoppelt.
Ist die Forderung nach Übernahme der Fehlschachtungs-Kosten durch die Rohrreinigungsfirma aussichtsreich?
07.06.2018 | 12:45

Antwort

von


(1848)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
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Sehr geehrte Damen und Herren,

sofern ein Verschulden der Firma vorgelegen hat, müssen diese Ihnen auch die Mehrkosten erstatten. In Ihrem Fall ist das Verschulden klar auf der Hand, wenn dieser die Markierung nicht ohne Peilsender hätte vornehmen dürfen und Sie im Vertrauen darauf, sodann die Erdarbeiten vornehmen lassen und darüber hinaus eine weitere Ortung durchführen müssten.

Sie können daher die Mehrkosten von der Firma erstatte verlangen. Machen Sie dies am Besten schriftlich per Einwurfeinschreiben und setzen der Firma eine Frist zur Zahlung von zwei Wochen. Sollte dann nicht gezahlt werden, könnten Sie gerichtlich vorgehen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 07.06.2018 | 21:03

Sehr geehrte Herr Dr. Hoffmeyer,

ich kann nur die Aussage der Sekretärin der Rohrreinigungsfirma, so wie mir von der Tiefbaufirma wiedergegeben, zitieren (s.o.)...

Inwieweit das das Markieren der vermeintlichen Bruchstelle des Rohres nach blindem Schieben einer Spirale, ohne Peilsender, genug Verschulden zum Einfordern der Kosten der Fehlausschachtung bedeutet, ist ja eben meine Frage - also, wie hier die Rechtslage ausschaut? Durch Wählen des Fachbereiches Baurecht für meine Frage hatte ich erhofft, hierzu genauere Auskunft zu bekommen!

Wenn Sie meinen, eine Klage wäre aussichtsreich, wäre weiterhin meine Frage, was als nächster Schritt ein von Ihnen verfasstes Schreiben an die Rohhreinigungsfirma (unter Anrechnung der bereits entrichteten Gebühr?) kosten würde?

Mit freundlichen Grüßen,


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2018 | 10:20

Sehr geehrter Fragesteller,

ein solches Verschulden liegt hier vor, es sei denn, dass der Rohrverlauf bekannt ist, sprich durch Zeichnungen vorher dem Unternehmer zugeleitet worden sind. Dieses ist hierbei nicht der Fall gewesen. Auch gab es keine Rückfrage seitens des Unternehmers, in diese baulichen Unterlagen einsehen zu dürfen. Die Peilsendermethode ist absoluter Stand der Technik und auch unverzichtbar im Bereich der Schadenfeststellung. Aus diesem Grund ist auch der Anspruch gerechtfertigt.

Ein Schreiben kann ich Ihnen für € 120,00 brutto anbieten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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