Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abtretungshöhe / Pfändungshöhe

| 23.06.2014 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Sehr geehrte Rechtsanwältin,
Sehr geehrter Rechtsanwalt,


ich habe eine Frage zur Höhe der Abtretung / Pfändung.

Ich habe meinen Arbeitsplatz zum 01.01 gekündigt, demnach war mein letzter Angestellten-Monat der Dezember. Weiterhin möchte ich Ihnen mitteilen, das ich mich
zur Zeit in der Wohlverhaltensperiode / Wohlverhaltensphase befinde.

Für den Monat Dezember habe ich jedoch Krankengeld von der Krankenkasse in Höhe von 751,36 € (16.12-31.12) erhalten (Auszahlung).

Für den Zeitraum 01.12-15.12 habe ich Brutto 1311,18 € (78 Arbeitsstunden) + 60,00 € Fahrtkostenzuschuss erhalten. Da ich jedoch zum 31.12 / 01.01 gekündigt habe wurden meine Überstunden vom Arbeitszeitkonto ausgezahlt was 2357,60 € Brutto (140,25 Arbeitsstunden) ausmacht sowie Restliches Urlaubsgeld in Höhe von 268,96 € Brutto und Jahressonderzahlung in Höhe von 161,12 €.

Ohne das gezahlte Krankengeld habe ich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber ein Netto von 2503,29 €. Davon gehen noch Winterbau-Umlage in Höhe von 32,79 € und Anteil Sicherheitsschuhe in Höhe von 15,00 € ab, Auszahlungsbetrag auf meinem Konto wäre dann 2455,50 €

Wenn ich jetzt das Krankengeld und meinen Restlohn zusammenfasse habe ich ein Netto von 3206,86 €.

Weiterhin muss ich dazu sagen, das ich drei eheliche Kinder habe und ein weiteres uneheliches Kind, wofür ich jeden Monat Unterhalt zahle, ich bin verheiratet.

Im Internet konnte ich nachlesen (ob das stimmt weiß ich jedoch nicht), das Urlaubsgeld und Überstunden nur zu 50% berechnet werden ?

Daher wäre hier meine Frage: Wieviel muss ich an meinem Treuhander überweisen ?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir eine genaue Erläuterung geben könnten, bzw. was / wieviel / welchen Betrag (Summe/Höhe) ich genau an meinem Treuhander abführen muss.

Vielen Dank für Ihre Mühe.


Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es stimmt, dass der Netto-Mehrarbeitslohn nur zur Hälfte (§ 850a Nr. 1 ZPO) und das Netto-Urlaubsgeld gar nicht (§ 850a Nr. 2 ZPO) pfändbar ist. Auch der Fahrtkostenzuschuss in Höhe von 60,- € ist als Aufwandsentschädigung nicht pfändbar (§ 850a Nr. 3 ZPO).

Um das genaue pfändbare Netto-Einkommen errechnen zu können, benötige ich noch einige Informationen von Ihnen:

- Sie teilen mit, dass Sie verheiratet sind.

Verdient Ihr Ehegatte genug, um für sich selbst sorgen zu können, oder ist dies nicht der Fall, und Sie müssen ihm deshalb tatsächlich Unterhalt leisten?

- Welche Lohnsteuerklasse haben Sie?

- Werden Sie mit Ihrem Ehegatten gemeinsam zur Lohnsteuer veranlagt, und wenn ja, welche Steuerklassenwahl haben Sie vorgenommen (IV/IV oder III/V oder Faktorenverfahren)?

Sie haben angegeben, wie hoch Ihre Brutto-Einkünfte im einzelnen sind. Hinsichtlich der Überweisung Ihres Arbeitgebers nennen Sie den Netto-Gesamtbetrag. Die obigen Angaben benötige ich, um berechnen zu können, welche Netto-Lohnanteile für die Mehrarbeit und das Urlaubsgeld in den von Ihnen angegebenen Brutto-Beträgen enthalten sind.

Übermitteln Sie mir die erwünschten Angaben bitte über die kostenlose Nachfrage-Funktion.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 23.06.2014 | 14:02

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für Ihre erste Einschätzung.

Nachfolgend weitere Ausführung:

Meine Frau hatte im Dezember ALG I (~792,00 €), ich denke mal, das ich deswegen nicht Unterhaltspflichtig gegenüber meiner Frau bin.

Alter meiner Ehelichen Kinder: 8 / 6 / 4
Alter uneheliches Kind: 13

Ich selbst und meine Frau haben die Lohnsteuerklasse 4 / 4 mit jeweils 3,5 Kinderfreibeträgen. Wir sind beide Lohnsteuer veranlagt.

Mein Bruttoarbeitslohn beim ehemaligen Arbeitgeber
im Dezember = 4158,86 €.


Vielen Dank für Ihre Mühe.


Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.06.2014 | 18:35

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachreichung der Informationen.

Anhand einer Berechnung der Netto-Teilbeträge entfallen auf

a) den regulären Bruttolohn für Dez. 12
ein Nettoanteil von ca. 982,66 €

b) die Mehrarbeitsvergütung ein Netto-
Anteil von ca. 1.570,57 €

c) das Urlaubsgeld ein Netto-Anteil
von ca. 213,13 €

d) die Jahressonderzahlung ein Netto-
Anteil von ca. 128,04 €

(Die Beträge erhalten Sie anhand einer Eingabe Ihrer Angaben in einen Brutto-Netto-Lohnrechner unter Ausweis von Lohnsteuer- und SV-Abzügen. Ich habe die Teilbeträge einzeln berechnet. Durch die Steuerprogression verringert sich der Nettobetrag, wenn man die Einzelbeträge addiert.)

(Die Fahrtkosten von 60 € habe ich wegen Geringfügigkeit außen vor gelassen; der Betrag ist pfändungsfrei.)

Nummer a) ist voll anzusetzen,

Nummer b) zur Hälfte,

Nummern c) und d) nicht,

letzteres als "Treugeld" (§ 850a Nr. 2 ZPO).

Dann gelangt man zu einem bei der Pfändung zu berücksichtigendem Netto-Einkommen von weniger als 1.800,- €.

Bei Unterhaltspflichten gegenüber vier minderjährigen Kindern beginnt die Pfändbarkeit eines Arbeitseinkommens nach der Tabelle zu § 850c ZPO erst oberhalb eines monatlichen Netto-Betrages von 2.080,- €.

Dies bedeutet, dass Sie für den Monat Dezember 2012 von Ihren Netto-Einnahmen keinen Betrag an den Treuhänder abführen müssen.

Mit freundlichen Grüßen,
Neumann
Rechtsanwalt


















































































































































































































































































Bewertung des Fragestellers 24.06.2014 | 12:07

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Empfehlenswerter Rechtsanwalt, Kompetente und Ausführliche Beratung, jederzeit gerne wieder "
Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen