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Abtretung Schadensfreiheitsrabatt an Ehemann


15.07.2007 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Vor 199 hatte ich einen Kleinwagen, der verunfallte und bei der Continentale Europa Sachversicherung zugelassen war.Das Fahrzeug wurde verschrottet und 2000 bekam ich endlich mein Recht zu dieser Angelegenheit.
Als mein Mann und ich 1999 aus dem Berufsleben ausschieden, wollte mein Mann, dass wir nur noch ein Fahrzeug nutzen. So ist es dann geschehen.
Er hat seine Fahrzeuge alle bei der Allianz versichert und übernahm dann meinen Schadensfreiheitsrabatt von 30 %.
Jetzt möchte ich mir wieder ein Kleinfahrzeug zulegen. Doch es gibt ein Problem. Bei einer fremden Versicherung müsste ich mit 100 % einsteigen, bei der Allianz wäre vielleicht ein bisschen was zu machen.
Die Allianz hatte bei der Europa Direktversicherung für mich nachgefragt und man konnte erfahren, dass meine 30 % an meinen Mann abgetreten wurden.
Weitere Recherchen waren nicht möglich, da eigentlich schon alles verjährt ist und ich habe dummerweise auch die alten Unterlagen vernichtet, da ich niemals an die Folgen die entstehen könnten,gedacht habe.
Da mein Mann sich von mir trennen möchte, ist mir die Klärung und Wiederherstellung meines Schadensfreiheitsrabattes sehr wichtig. Es muß doch Möglichkeiten geben, dies Rückgängig zu machen ?
Mein Mann verweigert eine Aussage dazu.
Ich würde mich freuen eine positive Antwort für mich zu erhalten.
Vielen Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Das Übertragen oder "Mitnehmen" von günstigen Schadensfreiheitsklassen erfolgt nach folgendem Prinzip:

Ein Versicherungsnehmer kann den Rabatt seiner Versicherung dann an einen Dritten übertragen, wenn dieser Dritte das versicherte Fahrzeug ständig gefahren hat. Das muss der Versicherte dann auch bestätigen. Die Abtretung ist jedoch nur mit soviel SF-Klassen zulässig, wie sie der Dritte durch eigenes
schadenfreies Fahren selbst erworben hat. (Beispiel: ein Sohn fährt als Führerscheinneuling ein Fahrzeug, das über die günstige Freiheitsklasse eines Elternteils versichert ist. Nach Studienende möchte er sich das erste eigene Fahrzeug kaufen. Hier können die Eltern bestätigen, dass nur der Sohn das Fahrzeug gefahren hat und dieser nun die Übernahme seiner schadenfreien Jahre aus dem Versicherungsvertrag des Elternteils beim neuen Versicherer beantragen).

Hier gibt es nbun noch zwei Grundsätze: der Versicherer muss den neuen Versicherten nicht mit der zu übertrageneden Freiheitsklasse annehmen- einen Rechtsanspruch hierauf gibt es nicht.

Hat er es aber getan -und das ist in Ihrem Fall entscheidend- ist diese Schadenfreiheitsklasse für den Geber (im Beispiel oben der Elternteil) verloren.

Jeder Versicherer kann seine Prämien, Tarife und Bedingungen frei gestalten. Dies hat zur Folge, dass die verschiedenen Gesellschaften zum Teil recht unterschiedliche Regelungen für Erst-, Neueinstufungen und Zweitwagen anwenden.

Exakt kann ich Ihnen daher nicht mitteilen, bei welchem Versicherer Sie mit welchem Prozenzsatz einsteigen würden.

Einen Anspruch auf "Rückübertragung" der Scchadenfreiheitsklasse Ihres Ehemanns ohne dessen Zustimmung besteht jedoch nicht.

Ich bedaure, Ihnen keine günstigere Mitteilung machen zu können, hoffe aber, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.07.2007 | 19:26

Es geht mir nicht darum zu erfahren, welche Gesellschaft mir die günstigsten Konditionen anbieten wird. Es geht darum, wie kann ich meinen allein erworbenen Schadensfreiheitsrabatt oder die Klasse zurück erlangen.
Wenn mein Mann der Rückübertragung zustimmen würde, was muß von meiner Seite aus getan werden ? Meiner ehemaligen Versicherung eine Meldung geben ? Die Rückübertragung schriftlich fixieren, wie gestaltet man das ?
Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.07.2007 | 19:54

Sehr geehrte Fragestellerin,

da Sie selbst am Rande erwähnt haben, bei verschiedenen Versicherern evtl. unterschiedliche Prozente zu erhalten, habe ich auch diesen Randaspekt erläutert, um Ihnen die Thematik umfassend zu verdeutlichen.

Bei einer Unterbrechung des Versicherungsvertrages kann der neue Versicherer (kein Rechtsanspruch) Sie wieder in die SF-Klasse einstufen, die Sie zuletzt hatten. Dies aber nur wenn die Unterbrechung nicht seit mehr als 7 Jahren besteht. Das wäre bei Ihnen aber der Fall. Hier wären Sie also auf eine Kulanzentscheidung angewiesen.

Wollen Sie den Versicherungsstatus Ihre Ehemanns zurückerhalten, muss dieser Ihnen bestätigen, dass das versicherte Fahrzeug seit Beginn des Versicherungsverhältnisses überwiegend von Ihnen genutzt wurde, dies am besten schriftlich, dazu genügt ein formloser Zweizeiler. Dass diese Erklärung der Wahrheit entsprechen muss, dürfte sich von selbst verstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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