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Abtretung Erlös Zwangsversteigerung

20.02.2018 16:11 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von


Guten Tag,

ein Bekannter schuldet mir einen nicht unerheblichen Geldbetrag. Zur Absicherung hat er mir den Erlös aus einer Teilungsversteigerung (Erbengemeinschaft) in Höhe der Forderung abgetreten. Mit der Erbengemeinschaft und der Teilungsversteigerung habe ich direkt nichts zu tun. Es diente nur meiner Absicherung. Die Versteigerung hat inzwischen stattgefunden. Der Erlös wurde hinterlegt, da die beiden Erben sich nicht einigen können, wem wie viel zusteht. Ich habe nun dem Vertsigerungsgericht die Abtretung angezeigt und bekam die Antwort, dass diese bei der Erlösverteilung nicht berücksichtigt werden könne, weil die Anzeige nicht vor dem Versteigerungstermin gemacht wurde. Ist das richtig? Falls ja, Kann ich mich auf irgendwelche Ausnahmen berufen? Kann die Hinterlegungsstelle trotz Kenntnis der Abtretung einfach den vollen Betrag an meinen Bekannten auskehren? Ich fürchte nämlich, dass das Geld dann auf nimmer wiedersehen verschwunden wäre. Kann man evtl. irgendwie die Hinterlegungsstelle des Gerichts zwingen, die Abtretung zu beachten, wenn es schon nicht die Versteigerungsabteilung machen kann?

22.02.2018 | 07:56

Antwort

von


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Guten Morgen,
ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Gemäß § 114 ZVG sind Ansprüche bei der Erlösverteilung nur zu berücksichtigen, wenn

a) "ihr Betrag oder ihr Höchstbetrag zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch ersichtlich war", also Grundschulden, Hypotheken, in Ihrem Fall nicht gegeben,
oder
b) "wenn sie spätestens in dem Termin angemeldet sind".

Danach ist die Entscheidung des Gerichts korrekt; Ausnahmen von dieser Regelung sieht das Gesetz nicht vor. Das Gericht darf Ihre Forderung bei der Erlösauskehrung gar nicht berücksichtigen.

Sie sollten erwägen, sich über den Zahlungsanspruch einen vollstreckbaren Titel gegen den Bekannten zu erwirken, um ggf. Ansprüche pfänden zu können.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 22.02.2018 | 15:27

Vielen Dank für Ihre Einschätzung, zu der ich eine Nachfrage habe.

Der Erlös ist ja wegen Uneinigkeit der Parteien hinterlegt worden bei der Hinterlegungsstelle. Könnte nicht die Abtretung bei der Hinterlegungsstelle eingereicht werden? Müsste die dort nicht berücksichtigt werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.02.2018 | 15:56

Die Hinterlegungsstelle führt letztlich nur aus, was das Versteigerungsgericht verteilt.
Von daher setzen sich die Beschränkungen des § 114 ZVG fort.


ANTWORT VON

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