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Abtretung, Kreditbesicherung,


29.11.2006 17:52 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen



Hallo,
Ich habe denke ich ein eher brisanteres Problem wozu ich anwaltlichen Rat brauche.
Wir (meine Frau und ich) haben 1999 ein Grundstück mit altem Siedlungshaus gekauft und dafür einen Kredit aufgenommen, zu damaligen normalen Konditionen KfW + Hausbank.
Vorgemerkt bin ich Angestellt und meine Frau Selbstständig, also ein geregeltes Einkommen.
Nun hatten wir eine Einladung zu einem Bankberater der Kreditbank. Dieser erklärte uns das wir wirtschaftlich nicht mehr in der Lage wären den Kredit abzuzahlen.(wir haben bisher unsere Raten immer voll Bezahlt)
Des weiteren stellt die Bank die Forderung einer höheren Besicherung des Grundstückes, da sich die wirtschaftliche Lage zu sehr geändert habe.
Zu damaliger Zeit hatte ich der Bank als Sicherheit meine 50% eines Erbgrundstückes angeboten. Die Bank wollte es nicht.
Nun sollen wir alles was einen Gegenwert darstellt abtreten. Die von uns angelegten Sachen Bausparer, Lebensversicherung etc. soll für unsere Altersvorsorge sein und wollen sie nicht hergeben auch wenn wir wirklich mal nicht mehr Zahlen können.

Mein erster Vorschlag wäre, alle Sachen auch das beliehene Grundstück unserem Sohn Überschreiben, Schenken o.ä.. Jedoch wird das Grundstück sicherlich bei einer Nichtzahlung der Raten trotzdem herangezogen werden können denke ich.

Mein zweiter Gedanke war eine Firma zu Gründen (Ltd. Holding mit Sitz im Ausland) und alle Sachen über unseren Sohn in die Firma zu geben so das wir nur noch Mieter im Haus wären.

Welche Lösung wäre für uns umsetzbar und am sichersten,und wo hat die Bank noch zugriff, ohne das wir eine persönliche Pleite erleben.Wenn keine der beiden Vorschläge akzeptabel ist bitte ich um einen neuen Vorschlag oder Anregung.

Vielen Dank für die Hilfe
Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst ist mir unklar, auf welcher Grundlage die Bank weitere Sicherheiten fordern will. Hier gilt es den Kreditvertrag genau zu studieren. Grundsätzlich hat ein Vertragspartner nicht die Möglichkeit im Nachhinein einseitig neue Vetragsinhalte zu bestimmen. Die Besicherung ist ein solcher Vertragsinhalt. In Ausnahmefällen kann eine zusätzliche Besicherung gefordert werden, wenn sich maßgebliche Umstände geändert haben, dies ist nach Ihren Ausführungen in Ihrem persönlichen/beruflichen Bereich aber nicht der Fall, weshalb Sie es zu Recht ablehnen weitere Sicherheiten zu stellen.

Aber auch ohne die Stellung von Sicherheiten kann ein Gläubiger, nachdem er einen Titel gegen Sie erwirkt hat, in Ihr Vermögen vollstrecken. Zu beachten sind dabei allerdings die Pfändungsfreigrenzen.

Wenn Sie das Grundstück übertragen, kann es auf jeden Fall trotzdem von der Bank verwertet werden (wenn Sie die Kreditraten nicht mehr aufbringen können) da hier eine dingliche Sicherheit besteht. In das Vermögen Ihres Sohnes kann die Bank nicht pfänden, allerdings gilt bei Schenkungen eine Frist von 10 Jahren in welcher der "verarmte" Schenker die Schenkung zurückfordern kann. Auf dem Wege kann dann ein Gläubger doch an die Sachen kommen.

Gleiches gilt, wenn die Schenkung an eine Ltd. gleistet wurde.

Allerdings verstehe ich nicht, warum Sie Ihr Vermögen "in Sicherheit" bringen wollen. Wenn Sie Ihren Kreditverpflichtungen nachkommen, stellt sich die Frage nach einer Pfändung nicht. Auch sehe ich keinen Grund, welcher der Bank eine vorzeitige Kündigung des Darlehens ohne Entstehen einer Schadenersatzpflicht ermöglichen sollte.

Bedenken Sie bitte auch, dass im Falle einer fruchtlosen Pfändung regelmäßig die EV abgegeben werden muss, für einen Selbstständigen (wie Ihre Frau) ist das verheerend.
Sollte der Kredit zukünftig nicht bezahlt werden können, müssen Sie sich um einen Verkauf des Hauses und Deckung des Darlehens bemühen, da Sie beide persönlich der Bank gegenüber haften.

Sollte meine Antwort nicht "ins Schwarze" treffen, stellen Sie bitte eine Nachfrage.

Mit freundlichen Grüssen

RA Oliver Martin
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