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Abtrennung des Scheidungsverfahrens


06.03.2007 20:33 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich lebe seit Nov. 2004 von meiner Frau getrennt,
sie lebt in Deutschland, ich im Ausland. Das Scheidungsverfahren ist anhängig seit März 2006. Leider hat sich nach langem hin und her ein Gericht für zuständig erklärt und ich bekam die Unterlagen für den Versorgungsausgleich.
Mein Problem :
Ich habe eine neue Partnerin. Sie ist mazedonisch und ich lebe mit ihr zusammen in Mazedonien.
Sie ist schwanger und wir erwarten im September Nachwuchs und wollen heiraten.
Mit der Scheidung kann es wohl nach ein weiteres Jährchen dauern, so dass mein Kind bei Geburt nur die mazedonische Staatsangehörigkeit annehmen würde. Ich hätte also keinerlei Rechte an meinem Kind, falls meine Patnerin plötzlich auf die Idee käme , dass ich keine Sorgeerklärung abgeben kann, oder wenn sie sich jemand anderes suchen sollte....
Wie stehen meine Chancen, dass das Scheidungsverfahren abgetrennt wird. Für mich stellt es eine unzumutbare Härte dar.
Meiner Meinung nach würde das Gericht es billigend in Kauf nehmen, dass ich die Rechte an dem Baby verlieren könnte.
Was kann ich tun, das zu einem erfolgreichen Antrag auf Abtrennung des Scheidungsverfahren führt ?
06.03.2007 | 20:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Rechtssuchender,

grundsätzlich kann das Verfahren über den Versorgungsausgleich vom übrigen Scheidungsverfahren nur dann abgetrennt werden, wenn sich das Verfahren über den Versorgungsausgleich überlang hinzieht. Ca ab 2 Jahre Dauer. Dies ist bei Ihnen noch nicht der Fall. Ich wäre allerdings morgen im Büro noch einmal recherchieren, ob es möglicherweise mit Ihren Fall vergleichbare Härtefälle gibt und Ihnen Nachricht geben.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Ergänzung vom Anwalt 07.03.2007 | 10:04

Sehr geehrter Rechtssuchender,

die Möglichkeit eine Folgesache (also der Versorgungsausgleich) abtrennen zu lassen besteht grundsätzlich, allerdings nur in engen Ausnahmefällen. So wird bei Antragstellung durch das Familiengericht noch einmal geprüft, ob die Abtrennung auch tatsächlich erforderlich ist.
Allerdings werden in der Literatur Urteile aus der Rspr zitiert, die auf Ihren Fall ganz gut passen und eine Abtrennung zulässig erscheinen lassen.

So wurde einem Abtrennungsantrag stattgegeben, um ein nichteheliches Kind eines Mannes nach langjähriger Trennung der Ehegatten zu ermöglichen.( Bergefuhrth /Rogner Ehescheidungsprozess S.39; OLG Karlsruhe FamRZ 79/725; BGH FamRZ 79/690; OLG München, FamRZ 81/481; OLG Hamm, FamRZ 81/482; OLG Schleswig, FamRZ 91/95).

Ähnlich gelagert ist ja auch Ihr Fall, da Sie ja auch Ihr Kind möglichst bald legitimieren lassen wollen. Schwerwiegend kommt zusätzlich auch noch die mazedonische Familienrechtsproblematik hinzu. Anhand dieser Argumente sollte auf jeden Fall Antrag auf Abtrennung gestellt werden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit meiner Antwort weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
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