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Absturzsicherung

20.11.2017 15:01 |
Preis: 48,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Carsten Neumann


Zusammenfassung: Zu den Anforderungen an die Absturzsicherung bei Flachdächern

Unter Punkt 5 schreiben Sie dass eine Absturzsicherung nicht notwendig ist, wenn 0,30m entfernt der nächste sichere Standplatz ist. Das ist doch bei einem Flachdach immer gegeben oder irre ich mich da? Für mich bedeutet das, dass ich bei Arbeiten auf einem Flachdach keine Absturzsicherung brauche. Stimmt das?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie beziehen sich in Ihrer Frage auf einen "Punkt 5", dessen Inhalt Sie aber nicht mitgeteilt haben. Auch nicht, auf welchen Sachverhalt sich dieser Punkt bezieht.

Nachfolgend kann ich daher nur allgemeine Ausführungen zu den allgemeinen Anforderungen an die Sicherheit bei Flachdächern im Bereich der Unfallversicherung und der Bauausführung machen.

Die Unfall-Berufsgenossenschaften erlassen als Träger der gesetzlichen Unfallverischerung DGUV-Vorschriften. DGUV ist die Akürzung für Deutsche gesetzliche Unfallversicherung.

Nach § 12 DGUV-Vorschrift 38 müssen „Einrichtungen, die ein Abstürzen von Personen verhindern (Absturzsicherungen) [...] vorhanden sein bei mehr als 3 m Absturzhöhe ... an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern."

Die Flachdachrichtlinien (Regelwerk des deutschen Dachdeckerhandwerks) weisen unter Punkt 1.4 (15) daraufhin, dass Absturzsicherungen vorhanden sein sollten: „Um Pflege, Wartung und Instandsetzungsarbeiten vornehmen zu können, sollen bei Dächern mit Abdichtungen bereits bei der Planung Maßnahmen zur Absturzsicherung, z.B. Anschlagpunkte vorgesehen werden. Dabei sind die bauaufsichtlichen Anforderungen der Länder zu berücksichtigen."

Dass eine Absturzsicherung auf Flachdächern nicht notwendig sein soll, wenn sich 0,30 m entfernt der nächste sichere Standplatz befindet, kann ich nicht bestätigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.11.2017 | 17:06

Sehr geehrter Herr Neumann,
danke für Ihre prompte Antwort. Wenn Sie bei frage-einen-Anwalt.de unter Flachdach Absturzsicherungen ins Programm gehen, dann finden Sie unter Ihrer Antwort eine diesbezügliche Frage. Die Frage wurde von Herrn RA Roth beantwortet. Dort finden Sie unter Position 5 die Aussage mit den 0,30m Abstand zur nächsten sicheren Standfläche. Es wäre sehr nett wenn Sie dazu nochmal etwas sagen könnten.
Danke im Voraus sagt Ihnen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.11.2017 | 17:56

Sehr geehrter Fragesteller,

§ 12 Abs. 5 DGUV-Vorschrift 38 spricht "von anderen tragfähigen und ausreichend großen Flächen", die von Arbeitsplätzen und Verkehrswegen höchstens 0,30 m entfernt liegen. Ist dies der Fall, dann sind Absturzsicherungen nach § 12 Abs. 1 - 3 DGUV-Vorschrift 38 nicht erforderlich. Die Vorschrift sagt aber nichts darüber aus, wann eine tragfähige Fläche im Einzelfall ausreichend groß ist. Dies muss im Zweifelsfall durch einen Sachverständigen ermittelt werden. Außerdem gilt diese Befreiung nur, wenn sich diese Flächen in einer Entfernung von höchstens 0,30 m zu Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern befinden (also nicht irgendwo auf dem Dach).

Noch eine Anmerkung zu der DGUV-Vorschrift:

Diese Vorschrift richtet sich an Unternehmen, die unfallversicherte Beschäftigte zu Dacharbeiten einsetzen.

Sie richtet sich nicht an Hauseigentümer, die Dacharbeiten in Auftrag geben. Das Wartungsunternehmen ist zur Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften verpflichtet. Sind Vorrichtungen gegen Dachabstürze nicht vorhanden, muss es sie entweder selbst installieren, oder den Eigentümer dazu veranlassen, dies zu tun. Wenn beides nicht möglich ist, wird das Wartungsunternehmen von seiner Leistungspflicht nach §§ 275 Abs. 1, 134 BGB frei, da es ansonsten gegen gesetzlich bindende Unfallverhütungsvorschriften verstoßen müsste.

Mit freundlichen Grüßen,

Carsten Neumann
Rechtsanwalt

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