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Abstufung des Vertrags bei Teilzeit in Elternzeit

27. November 2018 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag,

ich arbeite seit 2011 als 100% Kraft für meinen Arbeitgeber. Der betrieb ist sehr groß, mehr als 100 Mitarbeiter, zuletzt hatte ich eine leitende Position mit dementsprechenden Eingruppierung in einem unbefristeten Vertrag. Seit Oktober 2017 bin ich in Elternzeit für 2 Jahre. Jetzt habe ich einen Antrag auf 65 Prozent Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit (Bis Oktober 2019) gestellt der auch genehmigt wurde (mir wurde eine angeblich notwendige Vertragsänderung zugesendet die ich schnellstmöglich unterschreiben soll).
In diesem Vertrag steht jedoch dass meine tarifliche Eingruppierung nicht in Stufe IV (wie vor meiner Elternzeit bei einem Beschäftigungsumfang von 100%) sondern niedriger in Stufe III erfolgt da ich laut meinem Arbeitgeber meine leitende Position nicht in Teilzeit ausüben kann.
Muss ich das so hinnehmen ? Das sind für mich erhebliche finanzielle Einbußen.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Den geänderten Vertrag sollten Sie nicht unterschreiben. Sie haben Anspruch auf 65 Prozent Ihres urspründlichen Arbeitsentgeltes.
Nach dem Diskriminierungsverbot des § 4 TzBfG darf eine Teilzeitbeschäftigte (auch in leitender Position) nicht schlechter gestellt werden als eine Vollzeitbeschäftige.

§ 4 TzBfG lautet:
1) Ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht.

Der vom Arbeitgeber genannte Grund ist kein sachlicher Grund. Eine leitende Position kann auch in Teilzeit ausgeübt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 28. November 2018 | 12:34

Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort. Nur eine Frage, wie sollte ich nun reagieren? Schriftlich antworten dass ich nicht einverstanden bin, und darf ich bis dahin arbeiten gehen, d.h. greift dann mein alter Vertrag solange ?

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28. November 2018 | 13:19

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf keinen Fall dürfen Sie den neuen Vertrag unterzeichenen. Sie sollten Ihren Arbeitgeber vor Aufnahme der Teilzeittätigkeit darauf hinweisen, dass die Konditionen nicht verschlechtert werden dürfen.

Beste Grüße
Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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