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Abstandsmessung 100€ 2 Punkte 128km/h 23m

12.02.2009 12:39 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


14:37

Guten Tag,

ich bekam heute (12.2.2009) Post vom Landrat Steinfurt.

Mir wird folg. zur Last gelegt:

ANHÖRUNG

Ihnen wird zur last gelegt, am 12.01.09 um 12:49 Uhr als Führer des PKW SEAT mit dem amtlichen Kennzeichen ?-?? ???, in Lengerich, BAB 1, km 238,712 FR Dortmund folgende Ordnungswidrigkeit nach § 24 StVG begangen zu haben:

Sie hielten bei einer Geschwindigkeit von 129km/h den erforderlichen Abstand von 64,00 m zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Ihr ABstand betrug 23,00 m und damit weniger als 4/10 des halben Tachowertes. Toleranzen sind zu Ihren Gunsten berücksichtigt.

§ 4 Abs. 1 , § 49 StVO ; § 24 StVG ; 12.5.2 BKat

Beweismittel:
- Zeugenaussagen
- Videoaufnahme
- PHK xxx PP xxx xxxxx

Angefgügt sind drei Bilder mit Nahaufnahmen und 6 Halbbilder (3 Bilder jeweils mittig geteilt).

Weiterhin kann ich keine NAgbane zur genutzten Messtechnik finden.

Ich kann den Bescheid per Mail als PDF zusenden.

Mit freundlichem Gruß

12.02.2009 | 13:28

Antwort

von


(200)
Hagenauer Str. 30
42107 Wuppertal
Tel: 0202/87046-0
Web: http://www.krant-multhaup.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne nehme ich zu dem geschilderten Sachverhalt wie folgt Stellung.

Ihren Angaben zur Folge dürfte es sich um eine Messung mit dem, hier in NRW, sehr gebräuchlichen VAMA-Verfahren handeln. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein sog. standardisiertes Messverfahren (OLG Hamm, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRS%20106,%20466" target="_blank" class="djo_link" title="OLG Hamm, 15.03.2004 - 2 Ss OWi 162/04: Videoabstandsmessverfahren VAMA als sog. "standardisier...">VRS 106, 466</a>). Hier ist jedoch jedenfalls bei der Überprüfung größter Wert darauf zu legen, dass die Messstelle ordnungsgemäß errichtet und die Auswertung fehlerfrei vorgenommen wurde. Sollte es sich jedoch um das genannte System handeln, so gab es in vergangener Zeit häufiger Probleme im Bereich der eichrechtlichen Vorschriften. Diese wurden zwar weitestgehend durch Nacheichung der entsprechenden Geräte behoben. Dennoch ist es nicht gänzlichauszuschließen, dass solcherlei Fehler vereinzelt noch vorkommen können. Dies kann jedoch ohne Einsicht in die Bußgeldakte nicht beurteilt werden.

Die fehlende Angabe des Messverfahrens stellt jedoch keinen Verfahrensfehler dar und hilft Ihnen mithin nicht weiter.

Für den Fall der Rechtskraft eines kommenden Bußgeldbescheides ist der vorgeworfene Verstoß mit einem Bußgeld von 60 EUR zzgl. 23,50 EUR Verfahrenskosten, sowie mit 2 Punkten im VZR pönalisiert.

Es ist Ihnen zunächst zu raten, keine Angaben zur Sache zu machen und ggf. über einen verkehrsrechtlich versierten Verteidiger Akteneinsicht in die Bußgeldakte zu nehmen. Ergeben sich Anhaltspunkte, die Zweifel an der Ordnungsgemäßheit der Messung wecken könnten, kann sodann die weitere Verteidigungsstrategie entwickelt werden. Gerne können Sie sich hierfür auch an meine Kanzlei wenden. Die räumliche Entfernung stellt hier aufgrund der Möglichkeit zur Nutzung von E-Mail und Fax kein Problem dar. Die hiesige Beratungebühr wäre dann anzurechnen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne für Ergänzungen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 13.02.2009 | 13:55

danke für Ihre Antwort.

Wie hoch wären denn die Anwaltskosten, wenn sie den Fall übernehmen?

Oder könnten Sie sich erst einmal den Bescheid ansehen?

Ich habe folg. Problem: wenn ich die zwei Punkte bekomme, bin ich wohl meinen Führerschein für längere Zeit los.

Kann es möglich sein, dass das Auto welches vor mir gefahren ist, gebremst hat?

Ich bitte um Rückantwort


Mit freundlichem Gruß

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.02.2009 | 14:37

Sehr geehrter Ratsuchender,

für eine vollständige Verteidigung, die augenscheinlich aufgrund Ihres Punktestandes dringend angezeigt ist, müssten Sie Kosten von ca. 500-750 EUR veranschlagen. Sollte eine Verkehrsrechtsschutzversicherung bestehen, übernimmt diese regelmäßig die Kosten einer solchen Verteidigung.

Allein den Anhörungsbogen anzusehen, hilft zumeist leider nicht weiter. Wenn, dann müsste in der Tat Einsicht in die gesamte Bußgeldakte genommen werden. Hier ließe sich dann auch sogleich erkennen, ob eine Verkürzung des Abstandes durch Abbremsen vorausfahrender Fahrzeuge herbeigeführt wurde.

Wenn Sie es wünschen, könnte diesseits auch zunächst Akteneinsicht beantragt werden. Die dafür anfallenden Kosten, sowie die Kosten für eine weitergehende Beratung auf Basis der Bußgeldakte, teile ich Ihnen sodann per E-Mail mit. Ob dann eine weitere Verteidigung erfolgen soll, könnten Sie im Anschluss entscheiden.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(200)

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42107 Wuppertal
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