Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.578
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abstand auf geteilter Terrassenfläche?


12.05.2007 17:56 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Hallo,

mein Vermieter und ich teilen uns eine Terrassenfläche. Ich habe davon ca 12 qm (3x4m), bin mit meinem Terrain nach rechts, hinten und links von der Hausmauer begrenzt. Man kann sich die gesamte Grundfläche in Form eines gespiegelten "L" vorstellen. Der Blick aus meiner Sackgasse nach "draußen" führt auf den Teil des Vermieters (80 qm) und hat an dieser Stelle eine Breite von ca. 2,5 m. Hinter dieser Grenze wird die Fläche ca. 10m breit x8m lang.

Der Vermieter hat nun nach zwei Jahren berümpelter Terrassen-Leerfläche beschlossen, daraus einen "Park" zu machen. In meiner unmittelbaren Nähe direkt hinter meinen begrenzenden Blumenkästen (nur 60 cm Abstand) steht nun ein Rosenbogen an der gemeinsamen linken Wand, der in Kürze mit Blauregen bepflanzt wird. Ich habe große Sorge, dass ich nun bald gar nichts mehr sehen kann, da diese Pflanze bekanntlich sehr stark rankt und vermutlich ganz schnell von meinen Pflanzungen Besitz ergreifen wird. Die Vermieter sind leider auch nicht so gepolt, dass sie das Ding ständig beschneiden würden.

Ich habe es schon angesprochen, bisher kein Ergebnis. Ich möchte lediglich, dass sie den Bogen mit mindenstens 1,5 Abstand aufstellen (er ist noch nicht im Boden verankert), damit bei Bewuchs wenigstens noch ein Stück zu meinen Blumenkästen (wie gesagt, damit habe ich mein Stück quer begrenzt) frei ist.

Gibt es dazu eine Rechtsgrundlage?

Ganz abgesehen davon, verschlucken die opulenten Neu-Anlagen schon jetzt optisch meine 2 Jahre alten und bis dato ganz hübschen Bepflanzungen.

Was ist zu tun?

Vielen Dank für die Hilfe!
Sehr geehrte Fragestellerin,

es wird ganz entscheidend darauf ankommen, was zwischen Ihnen und dem Vermieter bezüglich der Terrassenbenutzung geregelt ist, entweder im schriftlichen Mietvertrag oder durch mündliche (nachweisbare !) Absprache.
Sofern Ihnen dort eine definierte Fläche zugebilligt wurde, dann steht Ihnen die Benutzung dieser Fläche ohne die Beeinträchtigung durch Bepflanzungen des Vermieters zu, wobei die Versperrung der Sicht kein Kriterium ist. Es gibt bei dieser Konstellation zwar keine gesetzlich geregelten Abstandsflächen, aber der Vermieter muss dafür sorgen, dass die Pflanzen nicht zu Ihnen "herüber wachsen". Falls doch, haben Sie das Recht, ihn unter Fristsetzung zur Beseitigung aufzufordern. Falls er dem nicht nachkommt, können Sie die Pflanzenteile auf seine Kosten beseitigen lassen. Allerdings dürfte dies einem gedeihlichen Mietverhältnis nicht förderlich sein, so dass es sich empfiehlt, das Gespräch nochmals zu suchen und notfalls zu vereinbaren, dass Sie die überwachsenden Pflanzenteile einfach selbst zurück schneiden dürfen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein erste Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 59978 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr schnelle, ausführliche und ich hoffe auch kompetente Antworten. So richtig weiß man das ja erst später, wenn es zum Streitfall kommt. Jedenfalls weiß ich jetzt viel mehr wie ich weiter vorgehen sollte im Streitfall mit ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist klar verständlich, ausführlich und zeugt von fachlicher Kompetenz. Besser geht's nicht. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super sehr schnelle Antwort.preislich günstig. ...
FRAGESTELLER