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Absicherung vor der Hochzeit - Hauskauf - Unterhalt

| 31.07.2009 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


hier kurz meine Situation.

Istzustand:
Partnerschaft seit 2 Jahren,
Meine Lebensgefährtin ist im Anfang 2008 bei mir eingezogen.
Mai 2009 ist unsere Gemeinsame Tochter auf die Welt gekommen.

Wir wohnen jetzt in meiner Eigentumswohnung. (bin alleiniger Eigentümer und auch alleine im Grundbuch eingetragen)
Kaufpreis 1997: 165.000 DM [ca.82.000 €]
Die Wohnung ist so gut wie schuldenfrei!
Barvermögen: 20.000

Meine Lebensgefährtin zahlt mir monatl. einen Miet und Unkostenbeteiligung. Es wurde kein Mietvertrag abgeschlossen.

Jetzt meine Fragen:

Da wir/ich vor haben in naher Zukunft die Wohnung zu verkaufen und ein Haus zu kaufen stellt sich die Frage wie es am fairsten zu bewerkstelligen ist.
Die Kosten hierfür sollen bei ca. 200.000 € liegen.
Meine Freundin hat so gut wie kein Eigenkaptal und auch sonst keine Vermögenswerte.
Da wir sehr unterschiedliche finanzielle Vorbedingungen haben würde ich auf jeden Fall das Haus auch alleine kaufen (alleiniger Eigentümer Grundbuch) wenn das überhaupt sinnvoll ist.
Sie würde sich dann wie bei der Wohnung mit einem monatl. Betrag für Miete und Nebenkosten beteiligen. Das Risiko für den Kredit trage ich also dann auch alleine.

1) Wie würde sich das im Falle einer Trennung auswirken (Zugewinn ?) und auch in Bezug auf eventuelle Unterhaltsansprüche gegenüber meiner LG und unserer gemeinsamen Tochter.

Wie sieht die Situation bei einer Heirat zwischen uns aus aufgrund der unterschiedl. Vermögensverhältnisse.

2) Was ist für mich günstiger? Der Wohnungverkauf bzw. Hauskauf vor oder nach der Hochzeit?

3) Wie würde mein Anfangsvermögen jetzt aussehen? Jetziger Wert der Wohnung + Bar oder Kaufpreis 1999 + Bar?

4) Wie würde sich der Hauskauf und die monatl. Beteiligung meiner Frau dann auf den Zugewinn auswirken?

5) Ist es für mich günstiger aufgrund der Gegebenheiten Gütertrennung zu vereinbaren?

6) Wenn Sie zu einem Ehevertrag raten würden wie hoch wären die Kosten in diesem Falle?

7) Würde das beim Hauskauf höhere Darlehen(Kredit) auch die Unterhaltsansprüche kostenmäßig für mich senken?

Vielen Dank

-- Einsatz geändert am 31.07.2009 14:51:32
Eingrenzung vom Fragesteller
31.07.2009 | 14:23

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1) Wie würde sich das im Falle einer Trennung auswirken (Zugewinn ?) und auch in Bezug auf eventuelle Unterhaltsansprüche gegenüber meiner LG und unserer gemeinsamen Tochter.

Während der Ehe erworbenes Vermögen (bebautes Grundstück) fällt grundsätzlich in den Zugewinnausgleich, wenn nicht ein Ehevertrag anderes regelt. Bzgl. der Unterhaltsansprüche kommt es auf das Einkommen, nicht das Vermögen an. Erwerben Sie das Grundstück während der Ehe, so steigert der Wert des Grundstückes Ihr Endvermögen und erhöht so die Wahrscheinlichkeit, ggü. der Frau im Falle der Scheidung ausgleichspflichtig zu werden. Wenn Sie allerdings auch alleiniger Darlehensnehmer sind, mindern die Darlehensschulden Ihr Endvermögen freilich wiederum. Zahlen Sie die Raten für das Darlehen allein, so werden die Raten bei Ermittlung Ihres für Unterhaltsansprüche relevanten bereinigten Nettoeinkommens als Abzugsposten - je nachdem, wie sich im Verlauf der Scheidung über das Schicksal des Grundstücks geeinigt wird - jedenfalls in Höhe des Zinsanteiles mit berücksichtigt.

2) Was ist für mich günstiger? Der Wohnungverkauf bzw. Hauskauf vor oder nach der Hochzeit?

Grundsätzlich ist ein hohes Anfangsvermögen und niedriges Endvermögen anzustreben, um den Zugewinn gering zu halten. Aus diesem Grunde ist es grundsätzlich empfehlenswert, Vermögen vor der Ehe anzuschaffen, wenn nicht ein Ehevertrag beabsichtigt ist, wobei hier wiederum zu sagen ist, dass die Darlehensverbindlichkeiten, die entstünden, das Anfangsvermögen senken.

3) Wie würde mein Anfangsvermögen jetzt aussehen? Jetziger Wert der Wohnung + Bar oder Kaufpreis 1999 + Bar?

Hier gilt § 1376 Abs. 1 BGB. Zugrunde zu legen ist der Wert bei Eintritt des Güterstandes, damit in aller Regel bei Eheschließung. Der momentane Wert Ihres Vermögens kann aber als Anhaltspunkt dienen, wenn die Eheschließung für bald geplant ist.

4) Wie würde sich der Hauskauf und die monatl. Beteiligung meiner Frau dann auf den Zugewinn auswirken?

Wie unter 1) beschrieben, würde der Erwerb des Grundstückes während der Ehe dazu führen, dass der Wert des Grundstückes auch im Zugewinn zu berücksichtigen wäre. Wenn Sie mit Ihrer Frau/LG eine Vereinbarung im Innenverhältnis über deren Beteiligung an den Raten treffen, hätte dies für die Berechnung des Zugewinnes die Konsequenz, dass der Ausgleichanspruch, den Sie dann gegen Ihre Frau hätten, zur Minderung der zu berücksichtigenden Darlehenslast führte. Dies führt wiederum dazu, dass Ihr Endvermögen weniger stark zu vermindern wäre, was nicht unbedingt wünschenswert sein muss.

5) Ist es für mich günstiger aufgrund der Gegebenheiten Gütertrennung zu vereinbaren?

Abzuraten ist hiervon grundsätzlich nicht. Je nachdem, wie Sie sich mit der zukünftigen Frau einigen können, schaffen sie für sich beide Rechtssicherheit im Falle der Trennung/Scheidung.

6) Wenn Sie zu einem Ehevertrag raten würden wie hoch wären die Kosten in diesem Falle?

Die Berechnungsgrundlagen für die Kosten eines fEhevertrages sind der KostO zu entnehmen, da ein solcher Vertrag der notariellen Beurkundung bedarf. Die Gebühr richtet sich hierbei nach dem sog. Geschäftswert, wobei hier das vertragsgegenständliche Vermögen als auch, wenn sich bspw. auch über den Unterhalt geeinigt werden soll, auf einen bestimmten Zeitraum gerechnete Zahlbeträge als Berechnungsgrundlage heranzuziehen ist. Eine pauschale Auskunft über zu erwartende Kosten ist daher so nicht seriös möglich.

7) Würde das beim Hauskauf höhere Darlehen(Kredit) auch die Unterhaltsansprüche kostenmäßig für mich senken?

Wie das eheprägende Einkommen sind auch eheprägende Schulden bei der Berechnung des bereinigten Nettoeinkommens zu berücksichtigen und würde daher grundsätzlich zu einer Minderung Ihres einzusetzenden Einkommens führen.

Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten fragen Sie nach, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scholz, RA

Nachfrage vom Fragesteller 03.08.2009 | 08:10

Hallo Herr Scholz,

erstmal vielen Dank für die Auskünfte!
Letztentlich bin ich mir noch nicht sicher was in meinem Fall für mich persönlich mehr Sicherheit bietet!
Ein Ehevertrag mit Vereinbarung einer Gütertrennung oder eben die normale Zugewinngemeinschaft! (Haus wird in der Ehe angeschafft und ich bin alleineiger Kreditnehmer) ?
Vielen Dank für diese letzte Empfehlung!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.08.2009 | 09:47

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn es Ihnen darum geht, dass Haus auch nach der Ehe für sich zu halten, dann ist Ihnen ein Ehevertrag (Gütertrennung) zu empflehlen. Sind Sie dann als alleiniger Eigentümer im Grundbuch eingetragen, so sind Sie in dem Fall auf der sicheren Seite.

Eine angenehmen Woche und freundliche Grüßen

Andreas Scholz, RA

Bewertung des Fragestellers 03.08.2009 | 10:40

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 03.08.2009 4,6/5,0
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