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Absicherung von Einlagen bei Brokern


| 24.11.2016 12:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von



Ein Broker sande mir einen vertrag, durch den er meine Einlagen zum handeln für 2 Wochen komplett absichert, also zu 100%, wenn er damit handelt darf und der Einsatz mindestens 10 000 EUR beträgt, statt meiner Einlage von 300,-. Jedoch widerspricht eine solche Absicherung scheinbar den AGBs, die jede Verantwortung des Handelns über Ihre Plattform klar auf den Konto eigner schieben. Auch extra verantwortlich vor Totalverlust warnen. Der Broker sagt, er darf das aber selbst bieten, für den Einführungszeitraum (Trial Period).
Der schriftlichen Garantie dafür fehlt rechtliche Form und eindeutige Bindung der Verantwortlichkeiten.

Ist so eine Absicherung möglich, einfach durch ein Schreiben? Leider kann ich hier kein Dokument uploaden. Aber hier die Kopie:
----> Start
23/11/2016
Protected equity terms and conditions:

The client: Norbert Kailan
Account number: 1101084

The client mentioned above is eligible for getting into the protected equity program as part of a onetime venture with the Trial Department.
The required amount needed to be deposited by the client for the venture is 10,000$ (Ten Thousand Dollars)
The firm is committed to reimburse and bonus the account in case of losses that might be afflicted in the trading balance value up to the level of 10,000$ (Ten Thousand Dollars)
The protection affects per trade and not as a total venture meaning: In case 4 trades will be placed and 1 will affect a loss the value of the individual losing trade will be reimbursed.

VIP Manager& chief analyst Senior account Manager
<--- Ende Kopie Außer einem Bild logo oben und den Namen mit Unterschrift unten steht nichts mehr auf dem Blatt, das kein Vertrag sondern eine Versicherung sein soll.
Wäre diese rechtlich bindend? Ort der Rechtsprechung fehlt auch in den AGBs, Firmensitz in GB, aber Teile in ganz Europa verstreut, besonders Osteuropa.

Einsatz editiert am 28.11.2016 08:24:43
Eingrenzung vom Fragesteller
27.11.2016 | 14:27
Eingrenzung vom Fragesteller
27.11.2016 | 14:30
28.11.2016 | 09:27

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1. Grundsätzlich muss die Frage geklärt werden, welche Rechtsordnung hier überhaupt Anwendung findet. Auf Grundlage der Rom-I-VO dürfte die vertragscharakteristische Leistung, also das Brokerage, in UK erbracht werden, so dass englisches Recht anwendbar ist (Art. 4 Rom-I-VO). Sie müssten für eine abschließende Klärung daher einen englischen Juristen konsultieren, wenn die Firma jedenfalls keine selbständige Zweigniederlassung in Deutschland unterhält.

2. Auf Grundlage des deutschen Rechts würden Individualvereinbarungen Vorrang vor allgemeinen Geschäftsbedingungen haben (vgl. § 305b BGB), so dass kollidierende AGB keine Rolle spielen. Ein besonderes Formerfordernis wie etwa eine eigenhändige Namensunterschrift besteht grundsätzlich nicht. Es genügt die Textform, wenn bewiesen werden kann, dass die Willenserklärung dem Vertragspartner zuzurechnen ist. Insofern wäre diese Zusage bindend, wenn Sie das diesbezügliche Angebot annehmen (was man klarstellend tun sollte).

3. Sollte es sich bei dem von Ihnen avisierten Unternehmen um einen nicht regulierten Broker handeln, der nicht bei den zuständigen Finanzaufsichtsbehörden registriert ist, muss ich Ihnen allerdings von einem solchen Geschäft abraten. Prüfen Sie in jedem Falle aufmerksam, wo der wahre Firmensitz ist (Impressum der Webseite), wobei auch dann die Möglichkeit einer Briefkastenfirma nicht ausgeschlossen werden kann. Nur regulierte Finanzdienstleister unterliegen staatlichen Einlagensicherungssystem. Viele andere Anbieter bewegen sich in rechtlichen Grauzonen. Oftmals liegen auch reine betrügerische Schneeballsysteme (Ponzi Scheme) vor.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Christian Schilling

Nachfrage vom Fragesteller 28.11.2016 | 11:35

Mir wurde von dem Broker gesagt, dass die Seite von der FCA und BUFIn geregelt sei. Ich dachte das auch mal gelesen zu haben, aber jetzt finde ich keinen Beitrag mehr. Der Broker versichert mir dass der Sitz in London sei. Ich nehme an dass auch da ein Vertrag oder eine schriftliche Abmachung die AGBs überschreibt. Der in den T&Cs (AGBs) angegebene Sitz ist aller dings Marshall Inseln und USA Bürger dürfen nicht teilnehmen. Ich will die 10 000 EUR nicht einfach verlieren. Die garantie 3 Wochen mit Ausgleich aller Verluste zu traden ist allerdings verlockend. Der Broker, wegen Publizität kann ich ihn nicht nennen, ist allerdings bekannt. Ich fand im Netz
Licensing and Regulation
Due to bad experiences with scam brokers, traders require assurance that their money is safe and secure before they join any brokerage firm. The most important parameter of legitimacy is being licensed by at least one (the more the better) of the internationally renowned financial services regulators. XXXX are not currently regulated but are in the process of obtaining a license from the critically acclaimed Cypress Securities Exchange Commission meaning that it has already met the stringent European Union financial services requirements. (April 2016) auf der Seite steht nichts von license! Ich dachte anfangs was gelesen zu haben, aber der Broker versicherte es mir mündlich und sagt auch dauernd dass ale Telefongespräche aufgenommen werden. Wie würde mich das rechtlich absichern? Er sagte auch dass sien Wort rechtlich bindend sei und er sagte London sei der Sitz. Über Gerichtsstand gab er einfach keine direkte Antwort. Nut die Antwort London sei der Sitz der Firma.

Sorry für die Mühe und für mich wäre der Einsatz eben essential und ich habe kein solches geld zum verlieren und ohne eine reale Garantie würde ich nie so viel einsetzen. Wenn ich dann der Dumme damit war, stehe ich wirklich dumm da.

Sorry auch für den geringen Einsatz hier: eigentlich habe ich wenig Geld.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.11.2016 | 11:43

Wenn der Sitz auf den Marhsall Islands ist haben Sie keine reale Chance einer Rechtsverfolgung wenn etwas schief läuft, schon aus diesem Grund würde ich von dem Geschäft abraten.

Alternativ können Sie bei der BaFin oder der FCA eine Anfrage stellen, ob ein Finanzdienstleister diesen Namens dort registriert ist und welche Form der Einlagensicherung besteht. Die Behörden erteilen sicher Auskunft hierüber.

Bei der FCA gibt es auch eine Suchmaske, wo Sie den Firmennamen eingeben können:

https://register.fca.org.uk/

Mündliche Zusagen sind nichts wert.

Im Ergebnis würde ich jedoch auch bei geringen verbleibenden Bedenken Abstand von dem Geschäft nehmen.

Bewertung des Fragestellers 28.11.2016 | 11:57


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"Gute Rechtskenntnis nach bestem Wissen und Gewissen angewendet kam zu Freundlichkeit und menschlichem Verständnis hinzu. Vielen Dank!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 28.11.2016
5/5.0

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