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Absicherung eines Privatdarlehens


19.10.2006 21:05 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stephan Bartels



Sehr geehrte Damen und Herren,

Familie A möchte ein Einfamilienhaus bauen. Die Eltern von Herrn A möchten dabei in Form eines zinslosen Darlehens finanziell unterstützen, dass in vertretbaren monatlichen Raten zurückgezahlt werden soll. Sie bestehen jedoch auf einer Absicherung, z.B. in Form einer nachrangigen Grundschuld. Gegenüber der die Restsumme finanzierenden Bank soll diese Unterstützung als Eigenkapital gelten, um günstigere Konditionen zu erlangen.

Dazu folgende Frage(n):

Für den Fall, dass die Bank die Unterstützung nicht als Eigenkapital betrachtet, welche anderen Möglichkeiten der Absicherung des "Familiendarlehens" gibt es, die einerseits die Interessen der Eltern A wahrt, andererseits vor der Bank als Eigenkapital gelten kann ?

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes und aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworte:

Für den Fall, dass im Zusammenhang mit der Finanzierung des Hauses die Absicherung des Familiendarlehens über eine Grundschuld nicht möglich ist, käme die Absicherung der Darlehensnehmer über ein notarielles Schuldanerkenntnis. Dies ist ein vollstreckbarer Titel, gleich einem Urteil, aus dem die Darlehensgeber für den Fall, dass die vereinbarten Raten nicht gezahlt werden sollten, unmittelbar gegen die Darlehensgeber die Zwangsvollstreckung einleiten können. Aus dem Schuldanerkenntnis kann in das gesamte Vermögen der Darlehensnehmer vollstreckt werden, also auch in das Haus. Allerdings wären im Falle einer Zwangsversteigerung des Hauses die grundbuchrechtlich abgesicherten Gläubiger vorab aus dem erzielten Erlös zu befriedigen.

Neben dem Schuldanerkenntnis können sich die Darlehensgeber zur Sicherheit für Ihre Rückzahlungsansprüche auch noch die pfändbaren Einkünfte der Darlehensnehmer abtreten lassen. Bei Vorlage dieser Vereinbarung beim Arbeitgeber der Schuldner müsste von dort die pfändbaren Anteile des Einkommens zur Tilgung der offenen Raten an die Darlehensgeber gezahlt werden.

Letztendlich können auch sämtliche Vermögensgegenstände der Darlehensnehmer zur Sicherheit für die Ansprüche aus dem Darlehen an die Darlehensgeber abgetreten werden. Die Darlehensgeber wären dann Eigentümer der Gegenstände (z.B. Auto, Schmuck, wertvolle Einrichtungsgegenstände, Wertpapiere, etc.), könnten diese aber zur weiteren Verwendung den Darlehensnehmern überlassen. Kommen die Darlehensnehmer Ihren Verpflichtungen nicht nach, haben die Eigentümer einen Anspruch auf Herausgabe der Gegenstände und können diese ggf. verwerten.

Ich hoffe dass die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet wurde und ich Ihnen eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Bartels
Rechtsanwalt, Hamburg

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