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Absicherung als Mitdarlehensnehmer bei der Umfinanzierung einer Immobilie

20.12.2017 15:39 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine geschiedener Partner ist alleiniger Eigentümer einer Immobilie im Wert von € 280.000,00.
Bei der Anschlußfinanzierung (€ 200.000,00) bin ich auf Wunsch der Bank als Mitdarlehensnehmerin eingetragen.
Wie kann ich mich absichern, falls die Beziehung in die Brüche ginge, oder meinem Partner etwas zustossen sollte?
Mein Partner hat zwei behinderte Kinder, welche durch das Jugendamt betreut werden.
Ich möchte vermeiden, das die Ex-Gattin über die Kinder an das Haus kommt und ich mit dem Darlehen im Regen stehe?

Sehr geehrte Ratsuchende,


vorbehaltlich der Prüfung des Darlehensvertrages und Ihrer Mithaftung werden Sie sich als zusätzliche Darlehensnehmerin gegenüber der Bank kaum schützen können, d.h. die Bank wird Sie -vermutlich- auch in Anspruch nehmen können.


Diese schuldrechtliche Verbindlichkeit ist strikt von den dinglichen Eigentumsrechten zu betrachten, d.h. auch bei einer möglichen Inanspruchnahme durch die Bank bleibt Ihr Partner oder dessen Rechtsnachfolger nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung Eigentümer des Hausgrundstückes. Diese Eigentumsstellung ist rein von der grundbuchrechtlichen Eintragung abhängig, so dass Sie NICHT verhindern können, dass Ihr Partner/seine Rechtsnachfolger an das Haus kommen (auch wenn Sie zahlen). Eigentum und Zahlung sind also zu trennen.


Sie könnten isch daher allenfalls für den Fall einer Inanspruchnahme durch die Bank mögliche Rückzahlungsansprüche sichern lassen, wobei nach Ihrer bisherigen Sachverhaltsdarstellung die Errichtung und Eintragung einer Grundschuld wohl (da alle Verträge eben geprüft werden müssen, nur diese Einschränkung) in Betracht kommt.

Die Einzelheiten sollten dazu mit einem sowieso benötigten Notar abgeklärt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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