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Absicherung Lebensgefährte

| 18.02.2020 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Die Versorgung eines überlebenden Lebenspartners/Ehegatten mit einem Nießbrauch an einer Immobilie ist oft das richtige Instrument.

Ich würde für den Falles meines Todes gerne meinen Lebensgefährten finanziell absichern.
Aus diesem Grund würde ich ihm gerne, für die Dauer seines Lebens, meine Wohnung (die wir beide bewohnen) und mein Mehrfamilienhaus überlassen. Er soll alle Kosten und Nutzen (Mieteinnahmen) daraus tragen.
Nach seinem Tod soll meine Wohnung und das Mehrfamilienhaus an meine Töchter übergehen.
Meine Frage:
Kann ich dies in einem privaten, handschriftlichen Testament festlegen? Wenn dies möglich ist, ist es anfechtbar?
Oder muss dies notariell beurkundet werden?
Welche Kosten kommen dann auf meinen Lebensgefährten zu?
Es ist ja eigentlich nur eine Überlassung auf Lebenszeit.
18.02.2020 | 17:49

Antwort

von


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30161 Hannover
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1. Absicherung Ihres Lebensgefährten

Sie können Ihrem Lebensgefährten einen Nießbrauch sowohl an Ihrer Wohnung als auch an Ihrem Mehrfamilienhaus einräumen. Ein Nießbrauch bedeutet, dass Ihr Lebensgefährte dann beide Immobilien vollständig nutzen kann, also z. B. selber bewohnen, aber auch vermieten.

Zugleich würden Sie im Rahmen des Nießbrauchs anordnen, dass er alle mit der Nutzung verbundenen laufenden Lasten tragen muss.

Der Nießbrauch kann auch im Grundbuch eingetragen werden und vermittelt daher eine besondere Sicherheit.

2. Rechtsgeschäft

Diese Absicherung können Sie z. B. in einem Testament, einem Erbvertrag oder in einer Schenkung auf den Todesfall anordnen. Erbvertrag und Schenkung auf den Todesfall müssen vor einem Notar abgeschlossen werden, damit sie wirksam sind.

Ein Testament können Sie bei einem Notar errichten oder aber eigenhändig anfertigen. Eigenhändig bedeutet, dass sie das gesamte Testament mit eigener Hand schreiben und dann auch (am besten mit Angabe von Ort und Datum) unterschreiben. Wenn sie diese Form wahren, ist das Testament nicht erfolgreich anfechtbar.

3. Kosten für Ihren Lebensgefährten

Die eigentlichen Kosten eines Nießbrauchs (Eintragung im Grundbuch etc.) sind gering und belaufen sich höchstens auf ein paar hundert Euro. Das ist letztlich vom Wert der Grundstücke etc. abhängig.

Die eigentliche finanzielle Belastung würde aber aus der Erbschaftsteuer resultieren. Hier hat Ihr Lebensgefährte – da nicht mit Ihnen verheiratet – nur einen Freibetrag von 20.000 €. Der Wert des Nießbrauchs dürfte aber deutlich darüber liegen. Denn er bemisst sich nach einem Faktor, der sich wiederum aus der statistischen Lebenserwartung Ihres Lebensgefährten zum Zeitpunkt Ihres Versterbens ergibt, kombiniert mit dem Nutzungswert des Nießbrauchs (= [fiktive] Einnahmen ./. Ausgaben).

4. Fazit

Ein Nießbrauch ist das richtige Instrument für Ihr Anliegen, Ihren Lebensgefährten abzusichern. Wegen der richtigen Gestaltung im Detail sollten Sie allerdings weitere steuerliche Beratung – möglichst bei einem Rechtsanwalt, der zugleich Steuerberater ist – in Anspruch nehmen.


Bewertung des Fragestellers 20.02.2020 | 00:32

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