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Absetzung Studiengebühren Masterstudium EU-Ausland nach Berufstätigkeit EU-Ausland

16.08.2015 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,

ich befinde mich in u.g. Situation und habe die zentrale Frage: Können die in meinem Fall entstandenen Studienkosten nun in Deutschland steuerlich noch auf mein in Deutschland zu erwartendes Einkommen für Nov/Dez 2015 abgesetzt werden, z.B. als Verlustvortrag?

Hintergrund:
2013-2014 Masterstudium in England. Studiengebühren in Höhe von 25.000 EUR sind entstanden und aus D bezahlt worden. Meines Wissens nach gilt dies als Zweitstudium und die Studienkosten können als Verlustvortrag in Deutschland geltend gemacht werden. Wohnsitz während Studienzeit blieb Deutschland.
2014: Einkommen von ca. 8.000 EUR in England, wurde im selbigen Land "normal" versteuert ohne Berücksichtung von Studiengebühren o.ä.
2015 bis Okt: Einkommen von ca. 40.000 EUR in Schweden, wurde aufgrund von Wohnsitz in Schweden auch in diesem Land "normal" versteuert ohne Berücksichtung von Studiengebühren o.ä.
2015 ab Nov: Umzug + Anmeldung Wohnsitz zurück nach Deutschland, für Nov/Dez erwartetes Einkommen von 15.000 EUR. >> Hier schließt sich meine Frage an.

Bisher wurde für keins der Jahre eine Steuererklärung abgegeben. Da England/Schweden EU-Ausland sind, wurde ich jeweils in diesen Ländern besteuert und nicht in D.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn es sich bei Ihrem Masterstudium um eine Weiterbildung handelt (und davon ist nach Ihren Schilderungen ja auszugehen), können Sie die Kosten als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist aber, dass die in 2013/2014 angefallenen Kosten durchgängig beim Finanzamt "aktenkundig" sind. Das bedeutet, dass Sie für die beiden Jahre jeweils eine Steuererklärung in Deutschland abgeben müssen. Das ist innerhalb von vier Jahren auch nachträglich möglich.

Wichtig ist, dass Sie auf der ersten Seite des Hauptvordrucks ankreuzen, dass Sie eine "Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages" beantragen. Übersteigen Ihre Ausbildungskosten Ihr Einkommen in dem jeweiligen Jahr, stellt das Finanzamt in einem gesonderten Bescheid diesen überschießenden Verlust fest. Im kommenden Jahr können Sie diesen dann steuermindernd berücksichtigen.

In 2014 werden Sie möglicherweise Ihr ausländisches Einkommen mit berücksichtigen müssen, je nach Ausgestaltung des Doppelbesteuerungseinkommens. Bitte sprechen Sie darüber mit einem Steuerberater Ihrer Wahl.

Wenn nach Verrechnung mit den 2014er Einkünften (soweit das erforderlich ist) noch ein Verlust verbleibt, können Sie diesen in Ihrer Steuererklärung für 2015 berücksichtigen. Diese ist dann bis 31. Mai 2016 abzugeben.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 16.08.2015 | 10:49

Hallo Herr Bretzel,

meine ursprüngliche Frage zielt eben genau auf die Auslandseinkünfte 2014 und 2015 aus Schweden und Großbritannien ab. Werden diese auf den Verlustvortrag angerechnet oder nicht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.08.2015 | 11:40

Dass Ihre Frage darauf abzielt, war für mich nicht erkennbar. Sie fragten ausdrücklich danach, unter welchen Voraussetzungen Ihre Studiengebühren aus 2013/2014 auf Ihr deutsches Einkommen aus 2015 steuermindernd angerechnet werden. Nicht gefragt haben Sie, ob Sie Ihre ausländischen Einkünfte in 14/15 auch in Deutschland versteuern müssen.

Insoweit kann ich nur allgemein antworten:

Wenn Sie in beiden Jahren ausschließlich im Ausland gelebt haben, müssen Sie ausländische Einkommen grundsätzlich auch nur im Ausland versteuern. Näheres und Abweichnungen ergeben sich aber oftmals aus den Doppelbesteuerungabkommen. Deren Prüfung ist im Rahmen einer Frage auf dieser Plattform aber nicht möglich, auch weil dazu deutlich umfangreichere Sachverhaltsinformationen erforderlich sind.

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