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Absetzen der Kinderbetreuungskosten bei unverheirateten Eltern

| 03.11.2008 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Folgende familiäre Situation: Wir leben zufrieden und glücklich in "wilder Ehe" (unverheiratet, Steuererklärungen macht jeder für sich selbst) und haben ein Kind, das ab 01.02.09 in die Kita gehen wird (dann ein Jahr alt). Gemeinsamer Wohnsitz und gemeinsames Sorgerecht sind vorhanden.

1. Frage: Können die absetzbaren Betreuungskosten ( 2/3 der Gebühren bis max. 4000€) von einem Elternteil allein in seiner Steuererklärung geltend gemacht werden oder müssen wir die Kosten aufteilen? Wenn Aufteilung, muss es dann immer 50/50 sein? Bitte eine kurze Antwort, aber mit Nennung der entsprechenden Fundstelle/§.

2. Frage: Wenn wir die Betreuungskosten auf beide Steuererklärungen "aufteilen" müssen, gibt es dann Probleme mit dem Finanzamt, wenn die Gebühren nur vom Konto eines Elternteils abgebucht worden sind? Oder reicht es, wenn im Betreuungsvertrag mit der Kita beide Eltern als Vertragspartner unterschrieben haben?

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie können in einer gemeinsamen Erklärung gegenüber dem Finanzamt die gewünschten Aufteilung der Kinderbetreuungskosten angeben. Es spielt auch keine Rolle, von welchem Konto die Kosten gezahlt werden, wenn Sie jeweils als Elternteil Kosten angeben wollen. Wenn Sie gemeinsam wirtschaften, tragen Sie auch die Kosten gemeinsam, gleich wer Kontoinhaber ist.

Die gesetzlichen Regelungen in § § 4 f, 9 Abs. 5 S. 1, § 9a S.1 Nr. 1. a, § 10 Abs. 1 Nr. 5 und 8) sind ergänzt worden durch ein Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 19.1.2007, Fundstelle am besten googeln: BMF IV C 4 - S 2221 2/07, 19.1.2007.

Dort heißt es in Tz. 34:

Bei nicht verheirateten Eltern ist der Elternteil zum Abzug von Kinderbetreuungskosten berechtigt, der die Aufwendungen getragen hat und zu dessen Haushalt das Kind gehört. Trifft dies auf beide Elternteile zu, kann jeder seine tatsächlichen Aufwendungen grundsätzlich nur bis zur Höhe des hälftigen Abzugshöchstbetrags geltend machen. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Eltern einvernehmlich eine andere Aufteilung wählen und dies gegenüber dem Finanzamt anzeigen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit bereits die Fragen beantworten.


Mit freundlichen Grüßen

M. Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

Bewertung des Fragestellers 03.11.2008 | 14:40

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