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Absetzbarkeit von Unterhalt für Lebensgefährtin im Ausland


12.12.2010 19:56 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban



Meine Lebensgefährtin stammt aus Afrika und hat eine zeitliche befristete Aufenthaltsgenehmigung für Frankreich. Die Aufenthaltsgenehmigung hat sie nur erhalten, indem ich mich schriftlich gegenüber den französischen Behörden verpflichtet habe, für Ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Ich hafte demnach als Bürge für ihre gesamten Ausgaben. Ich zahle sowohl ihre Wohnungs- als auch Studien- und Lebenshaltungskosten. Sie hat als Studentin kein eigenes Einkommen.

Das Finanzamt hat die Unterhaltskosten für die Jahre 2008 und 2009 als nicht absetzbar erklärt, da ich nach nationalem - also deutschem - Recht nicht unterhaltspflichtig sei. Ist dies rechtens?

Zusätzliche Informationen: wir haben getrennte Wohnungen - meine Lebensgefährtin wohnt in Frankreich, ich in Deutschland. Wir sind seit 10 Jahren zusammen, es handelt sich aber nicht um eine eingetragene Lebenspartnerschaft. Wir haben keine Kinder. Sie hält sich seit Anfang 2008 in Deutschland auf. Vorher habe ich in Afrika gearbeitet, wo wir zusammen gelebt haben.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Frage im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

Die Rechtslage ist leider so, wie das Finanzamt Sie unterrichtet hat. Abzugsfähig können Unterhaltsleistungen nach § 33a Abs. 1 EStG sein, das scheitert daran, dass Ihre Lebensgefährtin keinen gesetzlichen Unterhaltsanspruch Ihnen gegenüber hat.

Sie können die Aufwendungen auch nicht nach § 33 EStG als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Voraussetzung dazu ist, dass Sie diese Aufwendungen "zwangsläufig" übernommen haben, nach Abs. 2 dieser Vorschrift kommt unter anderem eine "sittliche" Verpflichtung in Betracht. Die Rechtsprechung und Finanzverwaltung lässt aber bei einer Beziehung, auch wenn sie dauerhaft und eheähnlich ist, nur dann einen Abzug von Unterhaltskosten zu, wenn andere gewichtige Umstände hinzutreten (Betreuung gemeinsamer Kinder, Schwangerschaft, Pflegebedürftigkeit).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, für eine Nachfrage stehe ich gerne zur Verfügung,

mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin
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