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Absetzbarkeit von Aufwendungen

02.10.2014 10:12 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Meiner Freundin (keine eingetragene Partnerschaft) und mir gehört gemeinschaftlich ein Haus, das in zwei Eigentumswohnungen aufgeteilt wurde: erster Stock sie, Erdgeschoß ich. Ich wohne allerdings im Nachbarhaus und habe meine Wohnung in diesem gemeinsamen Haus vermietet.

Bei größeren Sanierungsaufwendungen bezahle ich alles und sie zahlt mir in kleineren Beträgen (nicht immer alles) zurück.

Meine Frage: was kann ich hier steuerlich geltend machen? Alles was ich bezahle (abzüglich des von ihr geleisteten Beitrages) oder generell nur 50 %

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Vorab eine Frage: Ob beide Wohnungen vermietet sind oder nur Ihre Wohnung im Erdgeschoß. Wenn lediglich Sie nur Ihre Wohnung vermietet haben, sind auch nur die Kosten, welche auf diese Wohnung entfallen, als Werbungskosten im Rahmen der Vermietungseinkünfte absetzbar.
Ein etwaiger Drittaufwand würde nur dann vorliegen, wenn ein Sie Kosten tragen, die durch die Einkunftserzielung des Steuerpflichtigen also Ihre Lebenspartnerin veranlaßt sind (BFH, GrS 30.1.95 BStBl II, 281 ff., 284).

Die Frage der Abzugsfähigkeit von Drittaufwand stellt sich dagegen nicht, wenn Sie eigene Aufwendungen zur Erzielung eigener steuerpflichtiger Einkünfte tätigen. Dabei ist es nicht erforderlich, daß sich die Aufwendungen auf ein eigenes Wirtschaftsgut beziehen.
Falls die Wohnung im ersten Stock überhaupt nicht vermietet wird, sind die Kosten eventuell als Handwerkerkosten (also nur die reine Arbeitszeit zzgl. Fahrtkosten) absetzbar.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 02.10.2014 | 11:41

Sehr geehrter Herr Hermes,
erst 'mal vielen Dank für Ihre Auskunft. Folgede Passage verstehe ich nicht: "eigene Aufwendungen zur Erzielung eigener steuerpflichtiger Einkünfte".
Wenn ich das Dach neu decken lasse (also eine Maßnahme, die das ganze Haus betrifft), muss ich das machen, weil sonst langfristig meine Wohneinheit nicht mehr zu vermieten ist. Meine Freundin bewohnt ihre Wohneinheit selbst und kann ihre 50% nicht voll aufbringen. Gilt auch unter dieser Voraussetzung die 50%-Regelung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 06.10.2014 | 11:12

Bei Gemeinschaftseigentum ist dies kein Problem.

Ergänzung vom Anwalt 06.10.2014 | 11:23

Am Beipiel des Daches bedeutet dies: 50 % der Kosten für die Erneuerung/Instandsetzung des Daches sind bei Ihnen abetzbar; die anderen 50 % sind nicht abetzbar, da Ihre Lebenspartnerin die Wohnung, welche 50 % des Miteigentumsanteils darstellt, selbst bewohnt.
Bei Rückfragen gerne per E-Mail an mich.

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