Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Absetzbarkeit der Anteile nach Insolvenz


| 06.05.2006 10:52 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Guten Tag

im Jahre 2004 ist eine GmbH an der ich zu 75% beteiligt war in Insolvenz gegangen.
Kann ich meine Anteile (18750.-) als Verlust steuerlich bei meiner Einkommensteuer geltend machen?
Wen ja in welchem Zeitraum nach der Insolvenz. (Gibt es Einschränkungen in Bezug auf Anteilshöhe etc..)
Ich benötige die Paragraphen und Gesetze.

Vielen Dank im vorraus
Guten Tag,

1.
maßgeblich ist, da Sie mit 75 % eine wesentliche Beteiligung halten, für die Frage der steuerlichen Anerkennung von Verlusten aus der Beteiligung § 17 EStG. Wichtig ist hierbei der Abs. 2, den ich Ihnen nachfolgend zitiere:

"§ 17

Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften

(2) <1>Veräußerungsgewinn im Sinne des Absatzes 1 ist der Betrag, um den der Veräußerungspreis nach Abzug der Veräußerungskosten die Anschaffungskosten übersteigt. <2>In den Fällen des Absatzes 1 Satz 2 tritt an die Stelle des Veräußerungspreises der Anteile ihr gemeiner Wert. <3>Hat der Veräußerer den veräußerten Anteil unentgeltlich erworben, so sind als Anschaffungskosten des Anteils die Anschaffungskosten des Rechtsvorgängers maßgebend, der den Anteil zuletzt entgeltlich erworben hat. <4>Ein Veräußerungsverlust ist nicht zu berücksichtigen, soweit er auf Anteile entfällt,

a)


die der Steuerpflichtige innerhalb der letzten fünf Jahre unentgeltlich erworben hatte. <2>Dies gilt nicht, soweit der Rechtsvorgänger an Stelle des Steuerpflichtigen den Veräußerungsverlust hätte geltend machen können;

b)


die entgeltlich erworben worden sind und nicht innerhalb der gesamten letzten fünf Jahre zu einer Beteiligung des Steuerpflichtigen im Sinne von Absatz 1 Satz 1 gehört haben. <2>Dies gilt nicht für innerhalb der letzten fünf Jahre erworbene Anteile, deren Erwerb zur Begründung einer Beteiligung des Steuerpflichtigen im Sinne von Absatz 1 Satz 1 geführt hat oder die nach Begründung der Beteiligung im Sinne von Absatz 1 Satz 1 erworben worden sind."

Hieraus entnehmen Sie bitte, daß Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung von Verlusten ist, daß Sie entweder die Anteile direkt bei Gründung der GmbH oder mehr als fünf Jahre vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der GmbH erworben haben. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, können sie den Verlust leider weder als Verlustrücktrag noch als Verlustvortrag geltend machen.

Das Gesetz spricht etwas mißverständlich von einer Veräußerung der Anteile, stellt aber in Abs. 4 klar, daß die Auflösung der Kapitalgesellschaft mit der Veräußerung gleichgestellt wird.

2.
Sind die obigen Vorausetzungen erfüllt, können Sie den Verlust aus der Beteiligung steuerlich geltend machen. Für die Regelung hinsichtlich des Verlustrücktrages bzw. -vortrages gibt es dann keine Besonderheiten. Wenn Sie keinen besonderen Antrag stellen, nimmt das Finanzamt von Amts wegen den Verlustrücktrag vor, wobei dieses nur innerhalb der gleichen Einkommensart möglich ist. Ansonsten können die Verluste vorgetragen werden. Welche der beiden Möglichkeiten für Sie steuerlich günstiger ist, kann ich anhand der mir vorliegenden Unterlagen naturgemäß nicht beurteilen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 06.05.2006 | 14:54

Verstehe ich das richtig ?

Es kann also nach Auflösung der Gesellschaft ein Verlust in Höhe von 18750.- geltend gemacht werden ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.05.2006 | 15:24

Guten Tag,

wenn die obigen Voraussetzungen, die ich Ihnen geschildert habe, gegeben sind, kann der Verlust geltend gemacht werden. In welcher Höhe der Verlust tatsächlich besteht, ist eine Frage der genauen Berechnung, die ich anhand Ihrer Angaben nicht vornehmen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"schnell und kompetent "