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Abschreibungen auf Nießbrauch ????


15.02.2005 09:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
Nach dem Tod meiner Mutter haben ich und mein Vater geerbt, und zwar unter folgenden Bedingungen: Ich und mein Vater haben jeweils die Hälfte des Gesamtvermögens (meiner Eltern) geerbt. Also alles gehört uns jeweils zur Hälfte. Mein Vater hat darüber hinaus das gesamte (!) Nießbrauchsrecht an meinem Erbteil. Wir haben das Tesstament angenommen und haben später durch Notarvertrag eine andere Vereinbarung getroffen, weil es für die Lebensplanung unsinnig war, dass ich keinen Ertrag aus meinem Erbteil ziehen konnte. Im Notarvetrag wurde folgendes vereinbart: Durch Tausch von Erbteilen (gleichen Wertes) haben wir jetzt geregelt, dass jeder seinen Anteil in vollständigem Besitz hat und ich zahle meinem Vater einen lebenslangen (erstmal auf 10 Jahre fest) Nießbrauchsausgleich (keine Leibrente !!!) von mtl. 2200 Euro für den entgangenen Nießbrauch an "meinem Erbteil".
Beim Finanzamt habe ich folgendes steuerlich geltend gemacht. Volle Abschreibung auf die nach dem Notarvertrag jetzt mir gehörenden Häuser. Dies hat das Finanzamt abgelehnt. Das FA hat folgendes angesetzt: 85 % Abschreibung auf die geerbte Hälfte an den Häusern und 100 % Abschreibung auf den (hochgerechneten) Nießbrauchsausgelich an meinem Vater (die Abschreibung auf die getauschten Hälften der Häuser wurde mit den Nießbrauchs-abschreibungen abgegolten).
Das ist nach meiner Meinung nicht korrekt. Mit den 85 % Abschreibungen auf die geerbte Hälfte der Häuser könnte ich noch leben, aber eine Abschreibung auf den Nießbrauchsausgleich ist nach meiner Meinung Unsinn. Ich sezte diesen Ausgleich voll in der Steuer ab. Mein Vater versteuert diesen erhaltenen Ausgleich voll bei der Steuer. Da wir die Erbteile der Häuser (mit gleichen Werten) mit Notarvertrag getauscht haben, entspricht das einem Kauf/Verkauf der Häuser. Ich müßte eigentlich an der anderen Hälfte der Häuser, die wir getauscht haben und an dem ich jetzt alleiniger Besitzer bin, 100 % Abschreibung absetzen können und keine Abschreibung auf einen Nießbrauch zahlen.
Wie verhält sich da die Rechtslage?
Beispiel zur Verdeutlichung (Fiktiv): Es gab 4 Häuser zu erben. Beide Teile erbten jeweils die Hälfte aller vier Häuser und mein Vater zusätzlich den Nießbrauch an meinen Häuseranteilen.
Nach Notarvertrag: Nach Tausch gehören jedem jetzt vollständig 2 Häuser allein. Mein Vater erhält einen Ausgleich von mtl. 2200 Euro (vorerst 10 Jahre lang)über den entgangenen Nießbrauch.
Finanzamt: 85 % Abschreibung auf die HÄLFTE (!) der beiden jetzt mir gehörenden Häuser und 100 % Abschreibung auf den (auf 10 Jahre) hochgerechneten Nießbrauchsausgleich. KEINE Abschreibung auf die andere, getauschte HÄLFTE der der beiden jetzt mit gehörenden Häuser (soll laut FA mit den Abschreibungen des Nießbrauches abgegolten sein !!)
Das ist doch falsch! Der Nießbrauch hat doch gar nichts mit den Häuserhälften zu tun. Es gibt eine geebrte Hälfte der Häuser, s gibt eine "getauschte" Hälfte der Häuser und es gibt den Nießbrauchsausgleich. Der angesetzte Abschreibungsbetrag auf den Nießbrauch des FAes entspricht auch in keinster Weise dem Wert der getauschten Häuserhälfte (kann ja auch gar nicht, der Nießbrauch berechnet sich aus den Erträgen der Häuserhälften).
Nach einem Anruf beim FA war der Finanzbeamte auch bei allem nicht mehr sicher, was er wo wie und warum angesetzt und berechnet hatte.
Sehr geehrter Ratsuchender,

nachdem verschiedene Kollegen die Frage gesperrt und dann wieder freigegeben haben, möchte ich Ihnen eine ehrliche Antwort erteilen:

Bei dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt mit einer Größenordnung von mehreren 100.000,00 EUR Streitwert (mindestens) ist ein Angebot von 15,00 EUR sicherlich nicht geeignet, einen Rechtsanwalt in diesem Forum zu der von Ihnen gewünschten Arbeit zu verpflichten.

Darüber hinaus setzen Sie Ihre Rechtsauffassung in der Beantwortung schon voraus und wollen jetzt offenbar eine allumfassende Bestätigung.

Sie werden sich aber ehrlich fragen müssen, welchen Sinn eine solche Beantwortung denn eigentlich hätte. Egal, was geantwort wird, werden Sie von Ihrer Auffassung nicht abweichen. Jedoch selbst wenn Ihre Auffassung bestätigt wird, wird Sie dieses nicht weiterbringen, da der Bescheid des FA sowieso folgen wird.

Diesen Bescheid können Sie dann hinnehmen oder mit allen Rechtsmitteln durch alle Instanzen bekämpfen (sicherlich mit mehr Kostenaufwand).

Im übrigen halte ich die Rechtsauffassung des FA-Beamten für zutreffend.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 23.02.2005 | 17:29

Sehr geehrte Damen und Herren,
genau diese Antwort habe ich von Ihnen erwartet. Ich habe das Gefühl, dass es Ihnen nicht um die Sache geht. Es ist absolut unwichtig, ob es hier um 589000 € geht oder um 4566 € geht. Wichtig ist einzig und allein, ob diese Sachen von´m Finanzamt richtig berechnet worden sind. Dazu muss ich Ihnen sagen, dass, als mein Vater und ich den Vertrag auf gegenseitigen Tausch mit dem Notar erarbeitet haben, es sich herausgestellt hat, dass der Notar überhaupt nichts kapiert hatte. Er blickte nicht bei dieser einfachen Konstellation durch. Dafür kassierte dieser Notar ein Honorar nach "Auftragsvolumen". Geradezu eine Unverschämtheit, wenn man bedenkt, dass im Endeffekt mein Vater und ich den gesamten Vertrag selbst (!!) erarbeitet und dem Notar nur noch zur Unterschrift vorgelegt hatten. Darum halte ich hier die 15 Euro absolut gerechtfertigt, weil es nur um die Sache geht. Bitte lösen Sie sich von Ihren Vorstellungen von festgelegten Anwaltshonoraren.
Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.02.2005 | 17:56

Sehr geehrter Ratsuchender,

welche Nachfrage haben Sie denn nun? Was kann ich dafür, wenn Sie mit Ihrem Notar nicht einverstanden sind? Bitte nutzen Sie einmal den Button FAQ; Sinn dieses Forums ist es nicht, den Gang zum Anwalt zu ersetzen. Sinn kann es auch nicht sein, für einen minimalen Einsatz einen komplette anwaltliche Beratung übder die Erstberatung hinaus zu erhalten. Diese Erstberatung habe ich erteilt, in dem ich Ihnen mitgeteilt habe, dass ich die Auffassung des FA Beamten für richtig halte

Wenn Sie diese Antwort schon erwartet haben, warum stellen Sie dann eigentlich noch eine Frage?

Bitte nutzen Sie doch nicht dieses Forum dazu, Ihren Unmut über den Notar an die teilnehmenden Anwälte auszulassen.

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