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Abschreibung Carport mit Überdachung des Eingangs


10.02.2007 23:54 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrter Rechtsanwalt, sehr geehrte Rechtsanwältin,
Wir haben 2006 einen Doppelcarport (also offen ohne Wände) mit einer Holzkonstruktion zur Vermietung gebaut. Das Dach des Carports ist am Haus befestigt. Im Zuge dieser Baumaßnahme wurde der Eingangsbereich mit überdacht, da eine Mauer am Podest des Eingangs Schäden aufweist. Um weiteres Eindringen von Feuchtigkeit zu Verhindern, wurde die Überdachung in Verbindung mit dem Carport gemacht. Also zusammen 1 Dach mit Ziegeln eingedeckt. Durch die Verbindung des Eingangsbereichs mit dem Carport wurde eine sehr aufwendige Dachkonstruktion benötigt. Das Ganze wurde Holzstützen gebaut also nirgends feste Wände oder Verglasungen. Durch erbrachte Eigenleisungen liegen die Kosten bei ca. 10000.00 Euro. Wie kann der Carport abgeschrieben werden? Muß der Eingang, da das Haus teilweise selbstbewohnt ist, extra abgeschrieben werden? Sind dies Erhaltungsaufwendungen?
Hoffentlich bekomme ich eine Antwort auf meine Fragen:

-- Einsatz geändert am 11.02.2007 10:17:22
Sehr geehrte Fragestellerin,

grds. besteht eine Abschreibungsmöglichkeit des Carports. Sie können ganz normal eine lineare oder degressive Abschreibung nach AfA wählen, sofern es sich um einen Neubau handelt. Ich würde hier einen Zeitraum von 10 Jahren vorschlagen.

Ist der Carport mit dem Haus fest verbunden, müsste er auf die Restlaufzeit des Hauses abgeschrieben werden.

Abgeschrieben werden können sowohl die Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Dies gilt jedoch nur, wenn der Carport nicht vollständig alleine genutzt wird. Ansonsten muss eine Teilung nach den Nutzungsverhältnissen vorgenommen werden und es kann nur eine prozentuale Abschreibungsquote gewählt werden.

In Bezug auf die Verbindung der Dachkonstruktion mit dem Haus liegen nur zu einem geringen Teil Erhaltungsaufwendungen vor, die, sofern sie berücksichtigt werden sollen, klar von der Gesamtinvestition abgetrennt werden muss.

Erhaltungsaufwand liegt vor, wenn die Aufwendungen:
• die Wesensart des Grundstückes nicht verändern
• das Grundstück in ordnungsgemäßem Zustand halten sollen
• regelmäßig in ungefähr gleicher Höhe wiederkehren

Insbesondere gehören zu den Erhaltungsaufwendungen die Kosten für laufende Instandhaltungen und Instandsetzungen. Beispielhaft sind dies alle Reparaturaufwendungen, Pflege- und Watungskosten und Kosten der Instandsetzung. Erhaltungsaufwand ist aber nicht der Wert der eigenen Arbeitsleistung.

Für die Überdachung gilt das zum Carport oben Genannte. Wenn das Haus t.w. selbst bewohnt wird, ist auch hier eine prozentuale Aufteilung (nach Wohnfläche) vorzunehmen. Dabei ist er, da r ja mit dem Haus verbunden ist, als Bestandteil des Hauses abzuschreiben.

Ich hoffe, Ihre Fragen hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiter zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de


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