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Abschlussabrechung Stromanbieter

17.03.2011 16:39 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Folgender Sachverhalt:
Nach Kündigung des Energielieferers erfolgte im Mai 2010 eine Abschlussabrechnung für Zeitraum X (5 Monate). Da diese überhöht erschien (Verbrauch 3x so hoch wie davor), habe ich Widerspruch eingelegt. Trotz Widerspruch wurde ein Inkassounternehmen eingeschaltet.

Nach viel Schriftverkehr kam ohne eine tatsächliche Überprüfung der Ursache für die überhöhte Abrechnung im Dezember 2010 eine neue Abschlussabrechnung für den gleichen Zeitraum X.
Diese Abrechnung war noch höher, daher habe ich auch gegen diese Widerspruch eingelegt.

Eine Mahnung durch den Energielieferer erfolgte auf keine der Abrechnungen.

Dafür kam in 02‘2011 ein gerichtlicher Mahnbescheid: Als Hauptforderung der Betrag der neuen Abschlussabrechnung(12‘2010) aber mit Datum der alten Abschlussabrechnung(05‘2010) sowie der Aufstellung der Kosten, Nebenforderung (Inkassokosten/Kontoführungsgebühr) bezogen auf die alte Abschlussabrechnung(05‘2010).

Nach eigenen Recherchen beim kooperativeren Netzbetreiber habe ich selber eine mögliche Ursache für die überhöhte Forderung gefunden. Der Energielieferer hat hierzu nicht beigetragen und z.B. auch keine Überprüfung des Zählers eingeleitet.
Der Betrag aus der zweiten Abschlussabrechnung(12‘2010) wurde von mir in 03/2011 beglichen.

Der Anwalt des Energielieferers fordert nun von mir die Kosten und die Nebenforderung, bestehend aus Inkassokosten und Kontoführungsgebühr, sowie Zinsen, alles bezogen auf die alte Abschlussabrechnung(05‘2010), zu begleichen.

Ist die alte Abschlussabrechnung(05‘2010), sowie alle darauf bezogenen Forderungen, nicht mit Eingang der neuen Abschlussabrechnung(12‘2010) für den gleichen Zeitraum X nichtig?

Vielen Dank vorab.

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Frage.

Maßgebend ist der Betrag aus der korrekten zweiten Abschlussrechnung 12/2010. Die Beträge gem. Abschlussrechnungen 05/2010 und erste Abschlussrechnung 12/2010 waren falsch errechnet und somit nicht fällig. Die Fälligkeit der Stromabrechnung trat erst mit Vorlage der korrekten Abrechnung gem. zweiten Abschlussrechnung 12/2010 ein.

Ein Zahlungsverzug gem. § 286 BGB, der Sie über § 280 BGB zur Zahlung der Rechtsverfolgungskosten ( Inkassogebühren etc)sowie Zinsen verpflichten würde, setzt zwingend die Fälligkeit der Rechnung voraus, die erst mit Vorlage der korrekten Abrechnung im Dez. 2010 eintrat. Ein Umschreiben der zweiten und endlichen korrekten Abschlussrechnung aus 12/2010 auf Mai 2010 mit einer entsprechenden Verzinsung, ist selbstverständlich nicht zulässig.

Wenn Sie nach der zweiten Abschlussrechnung 12/2010 nicht unter Fristsetzung zur Zahlung gemahnt worden sind, müssen Sie auch nicht die Kosten des Mahnbescheides tragen, der Ihnen im Februar 2011 zuging.

Gern stehe ich für eine Nachfrage bei Unklarheit zur Verfügung und verbleibe,

mit freundlichem Gruß
Peter Dratwa
Rechtsanwalt

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