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Abschluss eines Mietvertrags Hochzeitslocation

10.02.2019 19:49 |
Preis: 25,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Guten Abend

wir auch unsere Hochzeit gebucht.
Nun aber möchte ich folgenden Sachverhalt von ihnen beurteilt bekommen.

Wir haben uns mitte August 2018 zur Besichtigung unserer Hochzeitslocation mit der Eigentümerin auf dem getroffen und haben ihr mündlich zugesagt, dass wir den Hof für unsere Hochzeit Anfang 2019 buchen.
Sie hat uns 2 Catering Firmen zur Wahl gestellt. Nach einem Probeessen in Donaueschingen bei dem Catering Unternehmen (2 mal 1.5 h Anfahrt, einmal zum Vorgespräch und dann zum Probeessen auf unsere Kosten) waren wir uns einig das es dieser vorgeschlagene Caterer nicht wird.
Darum sind wir mit xxxx nochmal in Kontakt getreten um Sie zu informieren, dass wir diesen Caterer nicht nehmen sondern die 2. Firma.
Das war für Sie in Ordnung.
Nach Vertragsabschluss (beidseitig unterschriebener Vertrag) kam dann aber folgender Sachverhalt:

Wir haben 3 Monate später nochmal nachgefragt ob alles in Ordnung ist.
Dann meinte sie bestimmend, wir müssen den Caterer dazubuchen da dieser Caterer der alleinige Caterer für 2019 wird.
Zu diesem Zeitpunkt hat dieser besagte Caterer schon das erste mal Insolvenz angemeldet und sich dann einfach umfirmiert ( Stand auch in der Zeitung)
Wir haben ihr gesagt das wir keinen insolventen Caterer möchten. Daraufhin meinte sie, wir sollen uns eine andere Location suchen.
Da hatten wir aber schon alle Gäste eingeladen und konnten nicht zurück.
Also haben wir nachgegeben und das von ihr gewünschte Catering Unternehmen gebucht und anbezahlt.
Letzte Woche haben wir einen Brief vom Insolvenanwalt erhalten.
Die Nachricht war das auch mit der umfirmierten Firma insolvent ist und den Geschäftsbetrieb einstellt wird. Nun sitzen wir da. Unsere Hochzeit ist in ein paar Wochen und ich habe schon in einem vorigen Post gesehen, dass der Vertrag nur für den Hof gilt und Sie uns nicht hätte zwingen können diesen besagten Caterer zu buchen.

_______________
§6 Zusätzliche Leistungen

Unser Catering:

Diese Kosten sind im Mietpreis nicht enthalten, sondern müssen zusätzlich mit dem jeweiligen Dienstleister abgesprochen und vereinbart werden, soweit in einer gesonderten Vereinbarung keine entsprechende Regelung mit der Vermieterin getroffen ist.

Mit einem befreundeten Jura-Prof habe ich den Vertrag studiert und abgeklärt, dass der Vertrag den wir mit ihr abgeschlossen haben uns nicht zwingen kann / konnte diesen Caterer zu buchen.
XXXX bricht Verträge, hält sich nicht an Vereinbarungen und täuscht die Kunden in dem Sie mündlich und schriftlich Zusagen erteilt und die sie nicht einhält und wenn man auf sein Recht besteht, droht Sie den Mietvertrag aufzulösen.
Dies wird für das Jahr 2019 viele Brautpaare betreffen und ist unlauterer Wettbewerb.

Meine Frage: Kann ich die Eigentümerin auf Schadensersatz und Erzwingung einer nicht gewollten Dienstleistung zur Rechenschaft ziehen?

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Fragestellerin,

ich sehe hier leider keine Möglichkeit, Schadensersatz zu verlangen. Die vertragliche Regelung ist eindeutig. Es wird klar nur die location an sich gemietet. Zwar kann die Vermieterin Sie nicht zwingen, einen bestimmten Caterer zu nehmen, aber zum einen standen mehrere zur Auswahl, Sie hätten auch den nun insolventen Caterer ablehnen können oder einen eigenen benennen. Darüber hinaus ist eine Insolvenz auch nicht vorhersehbar.
Einmal unabhängig davon scheint mir auch noch kein Schaden entstanden zu sein. Schaden kann nur eine tatsächlich bestehende Position sein, die in Geld messbar ist. Da Sie sich frei entschieden haben, den Caterer des ersten Probeessens nicht zu nehmen, hängen diese Kosten nicht damit zusammen, dass der zweite nun nicht mehr zur Verfügung steht.
Sie sollten sich angesichts des nahenden Termins um einen eigenen Caterer bemühen oder hier über die Vermieterin einen suchen, insgesamt eine Lösung suchen. Da der Caterer auch nicht mit dem Mietvertrag verknüpft ist, haben Sie auch kein Kündigungsrecht.
Ich möchte noch anmerken, dass mir der gesamte Vertrag nicht vorlag, aber für eine umfassende Prüfung das anzuraten wäre.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigere Auskunft geben zu können, wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
Draudt, Rechtsanwältin

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