Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abschiebung/Bleiberecht einer schwangeren Ausländerin

| 29.10.2012 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


16:12
Meine filipinische Freundin ist mit Toursitenvisum in Deutschland
eingereist.
Sie ist von mir schwanger, Anerkenntnis der Vaterschaft wurde über Notar
durchgeführt. Die Geburt des Kindes ist Ende Dezember.
Da das Touristenvisum nur bis Oktober gültig war, wurde
Fiktionsbescheinigung vom
Ausländeramt bis Januar 2013 eingeholt, ebenso vom Frauenarzt Bescheinigung,
das es eine Risikoschwangerschaft ist und Sie nicht reisefähig ist.

Nun das Problem: Meine Freundin ist noch in Ihrem Heimatland als
verheiratet eingetragen. Ihr "Noch" Ehemann lebt allerdings in den USA
und Sie hat seit Jahren kein Kontakt zu Ihm.
Kann meine Freundin nach der Geburt des Kindes abgeschoben werden bzw
welche Maßnahmen kann ich treffen, das Sie in Deutschland bleibt?
Erhält das Kind, da Sie offiziell noch mit einem Filipino verheiratet
ist, nicht
die deutsche Staatsbürgerschaft, auch wenn ich die Vaterschaft anerkannt
habe?
Kann durch Beginn/Antrag auf Annulierung der Ehe auf
den Philippinen VOR der Geburt des Kindes
somit die Vaterschaft an mich gehen?
(der Prozeß Annulierung dauert in der Regel 6-12 Monate)

Welche Möglichkeiten habe ich generell?

Gruss

29.10.2012 | 11:01

Antwort

von


(93)
Adalbert-Stifter-Str. 31
40699 Erkrath
Tel: 0211253480
Web: http://www.arianehansen.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts beantworten möchte.

Nach § 1592 Nr. 1 BGB ist Vater eines Kindes der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes mit der Mutter des Kindes verheiratet ist. Dies ist momentan der Noch-Ehemann Ihrer Freundin.

Als tatsächlicher, rechtlicher Vater haben Sie die Möglichkeit, die Vaterschaft des Noch-Ehemannes anzufechten, § 1600 Abs. 1 Nr. 1 BGB , § 1592 Nr. 2 BGB , da Sie die Vaterschaft anerkannt haben.

Wenn das Gericht feststellt, dass Sie der Vater des Kindes sind, erhält das Kind die deutsche Staatsangehörigkeit und die Mutter bekommt aufgrund dessen einen Aufenthalt in Deutschland.

Aufgrund der zeitlichen Problematik sollte dieser Antrag möglichst schnell beim Amtsgericht gestellt werden.

Die zweite Möglichkeit wäre die Scheidung der Ehe. Diese müßte aber vor der Geburt des Kindes rechtskräftig erfolgt sein. Denn nur dann würden Sie auch der rechtliche Vater des Kindes sein. Ansonsten wäre es der Noch-Ehemann.
Meines Erachtens dauert diese Scheidung länger als Dezember diesen Jahres.
Auch eine Annulierung dauert nach Ihrer Einschätzung zu lange.

Vor der Scheidung/Annulierung können Sie m.E. die Vaterschaft nur durch das Vaterschaftsanfechtungsverfahren erlangen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.
Sollten noch Unklarheiten bestehen, benutzen Sie bitte die kostenlosen Nachfragefunktion.

Gern könne Sie mich auch telefonisch unter 0211-253480 kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin


Rechtsanwältin Ariane Hansen
Fachanwältin für Strafrecht

Rückfrage vom Fragesteller 29.10.2012 | 13:22

Ihre Antwort ist nicht ganz richtig.

Eine Vaterschaftsanfechtung kann NUR NACH der Geburt gestellt werden, nicht vorher.
Ebenso muß dann der Noch-Ehemann gefunden werden und dieser muß diesem Antrag auch noch zustimmen. Möglicherweise muß er sogar nach deutschland eingeladen werden zwecks Anhörung.

Gibt es andere Alternativen?


Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.10.2012 | 16:12

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie haben natürlich Recht, dass die Anfechtung erst nach der Geburt des Kindes erfolgen kann.

Ihre Vaterschaft wird in dem Anfechtungsverfahren aufgrund der Vaterschaftsanerkennung vermutet, § 1600c BGB . Eine Anhörung des Noch-Ehemannes ist daher m.E. nicht erforderlich. Es wird dazu dann ja auch die Mutter des Kindes gehört werden.

Gegebenenfalls müßte ein Eilantrag bei Gericht gestellt werden, falls die Ausreise droht.

Mir stellt sich noch die Frage, ob die Ausländerbehörde von der Ehe Ihrer Freundin weiß.

Ich hoffe, Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Falls dies noch nicht abschießend der Fall sein sollte, können Sie mich gerne in meiner Kanzlei kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ariane Hansen
Rechtsanwältin
Tel.Nr. 0211-556607431
Fax: 0211-1693098
ariane.hansen@arcor.de

Bewertung des Fragestellers 29.10.2012 | 13:24

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwältin Ariane Hansen »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 29.10.2012
4,2/5,0

ANTWORT VON

(93)

Adalbert-Stifter-Str. 31
40699 Erkrath
Tel: 0211253480
Web: http://www.arianehansen.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Strafrecht, Familienrecht, Betäubungsmittelrecht, Ausländerrecht, Asylrecht