Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abschichtungsverfahren: 4 Erben eine Liegenschaft

24.10.2013 18:32 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Es besteht eine Vereinbarung mit einer Kündigunsfrist von 6 Monaten, um aus der Erbengemeinschaft per Ende Jahr austreten zu können. In derselben Vereinbarung ist auch festgehalten, dass bei einem Ausscheiden eine Schatzung der Liegenschaft vorgenommen werden muss, die dann fünf Jahre Gültigkeit habe.

2 Schwester haben nun den anderen Beteiligten fristgerecht Ihren Austritt auf den 31.12.2014 mitgeteilt. Der Bruder als Verwalter weigert sich nun, eine Schatzung durch einen vereideten Schatzer einzuleiten. Er ist der Ansicht, dass der Marktwert für ihn als Käufer massgebend sei, eine Schatzung würde er demnach nicht als Massstab anerkennen. Ich denke, falls eine Schatzung dann tiefer als sein vorgeschlagener Wert zur Übernahme eines Viertels ausfallen würde, dann würde er die Schatzung wiederum sicher als Basiwert anerkennen.
FRAGE: Ist die Schatzung wirklich nicht verbindlich für die übernehmenden Erben?

Da die übernehmenden zwei Erben (Bruder + jüngste Schwester) zwei unterschiedliche Beträge zur Übernahme je eines Viertels von je einer Schwester offerieren (ohne Schatzung), kommt es zu keiner Einigung.
FRAGE: Kann der Bruder beide Viertel seiner zwei ausscheidenden Schwestern übernehmen, auch wenn die jüngste Schwester damit nicht einverstanden ist? Muss sie überhaupt informiert werden, resp. bei der Grundbuchamtverschreibung mit einbezogen werden?

Sehr geehrter Ratsuchender,

gern nehme ich zu dem von Ihnen geschilderten Problem wie folgt Stellung:

Ich gehe von der Anwendung deutschen Rechts aus.

Entscheidend für die Ermittlung des Wertes des gesamten Nachlasses und des jeweiligen Anteils am Nachlass ist der Wert eines Grundstücks zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers. Hierbei ist der Wert der Immobilie so zu ermitteln, als sei der Nachlass zum Zeitpunkt des Erbfalls in Geld umgesetzt worden. Falls nicht anders möglich, hat die Wertermittlung durch Schätzung zu erfolgen. Hiernach ermittelt in der Praxis ein Gutachter den Verkaufswert der Immobilie zum Zeitpunkt des Erbfalls.

Diese Wertermittlung ist dann eigentlich verbindlich. Im Streitfall wird dann jedoch oft über das angerufene Gericht ein unabhängiges weiteres Gutachten eingeholt. Spätesten dieses ist nach Rechtskraft des Urteils dann verbindlich.

Ansonsten gilt: Es ist selbstverständlich möglich, das einer oder mehrere Miterben ihren Erbanteil veräußern. Diese kann jedoch nur durch notariellen Vertrag erfolgen. Dieser Vertrag setzt wiederum Einigkeit der Beteiligten voraus. Und natürlich müssen die jeweils Beteiligten, also Veräußerer und Erwerber des jeweiligen Erbanteils, den Vertrag unterzeichnen. Ohne Zustimmung der jüngsten Schwester funktioniert das nicht!

Sollte ich Fragen übersehen haben, so nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion. Ansonsten bedanke ich mich schon jetzt für das mir entgegen gebrachte Vertrauen und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2013 | 20:48

Ihre Annahme betreffend Deutsches Recht ist richtig.Wie lauten die entsprechenden Gesetzesartikel?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.10.2013 | 06:23

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Folgende gesetzliche Regelungen liegen meinen Feststellungen zugrunde:

Erbengemeinschaft und Erbteilsveräußerung - § 2032 BGB ff.!

Ansonsten gilt allgemeines bürgerliches Recht in Verbindung mit der Zivilprozessordnung im Fall der klageweisen Klärung. Vieles ist darüber hinaus durch die Rechtsprechung konkretisiert worden. Es ist daher nicht möglich, für den konkreten von Ihnen geschilderten Fall eine einfache Paragraphenkette zu benennen.

Ich kann in jedem Fall nur empfehlen, einen Rechtsanwalt mit der weitergehenden Beratung und Unterstützung bei Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70910 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Besten Dank für eine aussagekräftige Beantwortung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Raab hat alle Fragen zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet, bedanke mich. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort für mich zwar nicht zufriedenstellend aber da kann der Anwalt ja nichts für. Antwort kam recht zügig. Ich kann die Seite empfehlen. Mfg ...
FRAGESTELLER