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Absage vom Makler trotz mündlicher Zusage


26.07.2006 14:23 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo,

Meine Frau und ich haben Montag letzte Woche eine mündliche Zusage der Verkäuferin zum Erwerb ihrer Immobilie bekommen. Diese haben wir ebenfalls mündlich bestätigt.

Der Verkauf wird von einem Makler abgewickelt bei welchem die Verkäuferin eine Maklerbindung eingegangen ist.
Dieser hat uns schon am nächsten Tag einen Termin beim Notar organisiert, worauf wir einen Entwurf des notariellen Kaufvertrags zugeschickt bekamen, was unsere gegenseitige Zusage beweisen sollte.

Für uns war der Termin zu schnell, auch die Verkäuferin war überrascht und bat uns, den Makler anzuweisen, den Termin abzusagen, was dieser dann auch getan hat.

Wir haben die Zusage niemals weder schriftlich noch mündlich zurückgenommen!!!

In weiteren Telefonaten hat uns der Makler immer wieder mit weiteren Ineressenten unter Druck gesetzt. Ich konnte und wollte ohne verbindliche Finanzierung in der kurzen Zeit keinen neuen Termin beim Notar vereinbaren. Für eine verbindliche Finanzierungszusage benötige ich auch Unterlagen wie Grundbuchauszug,.. etc. über die Immobilie, welche uns der Makler trotz mündlicher und schriftlicher Aufforderung nie zukommen ließ. Ansonsten steht der Finanzierung nun nichts mehr im Weg.

Gestern, eine Woche nach der Zusage, kam die telefonische Absage vom Makler, ein anderer Interessent bekommt die Zusage.

Die Frage:

Haben wir trotz dessen Anspruch auf die Immobilie, da wir nie abgesagt haben und unsere gegenseitige Zusage mit dem notariellen Entwurf des Kaufvertrags beweisen können?

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Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

einen Anspruch auf die Übereignung der Immobilie hätten Sie lediglich, wenn ein notarieller Kaufvertrag gem. §§ 433, 312 b BGB geschlossen worden wäre. Da das nicht der Fall ist, können Sie dies nicht verlangen.

Ihnen stehen aber Ansprüche aus §§ 280 I, 311 II BGB zu. Diese entstehen mit Aufnahme von Vertragsverhandlungen. Danach können Sie Ersatz für Schäden verlangen, die durch die Vertragsanbahnung verursacht wurden. Sie müssen so gestellt werden, als hätten Sie von dem Vertrag niemals etwas gehört. Es müssten Ihnen daher alle Aufwendungen ersetzt werden, die Sie in Erwartung des Abschlusses gemacht haben.

Ich möchte Ihnen raten, weitere anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auf diesem Forum besteht lediglich die Möglichkeit einer ersten Orientierung. Sollten Sie daher weitere Unterstützung wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüssen aus Hamburg

RA Dipl.-Jur. Thomas R. Krajewski

Hein & Krajewski RAe Partnerschaftsgesellschaft

Standort Hamburg:
Neuer Kamp 30 Eingang C
20357 Hamburg

Tel.: 040 / 43 209 227
Fax: 040 / 43 209 229

www.haftungsrecht.com

Nachfrage vom Fragesteller 26.07.2006 | 15:31

Vielen Dank für die schnelle und fundierte Antwort.

Der Aufwand, den ich betrieben habe bezieht sich nicht auf Geld- und Sachleistungen, sondern auf Arbeitszeit. Im Rahmen der Gleitzeitregelung fehlte ich diese und letzte Woche ca. 20 Stunden am Arbeitplatz aufgrund von Beratungsgesprächen zur Finanzierung, welche ich nun nacharbeiten muss.

Die Frage:

Ist es möglich, die aufgrund von Beratungsterminen nicht geleistete Arbeitszeit in irgene einer Form als Kosten anzurechnen?

Nochmals vielen Dank,
mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.07.2006 | 17:00

Sehr geehrter Ratsuchender,

auch den entgangenen Gewinn also Ihren Arbeitslohn können Sie geltend machen.

Mit freundlichem Gruß!

RA Krajewski

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