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Abriss von Gebäuden, Sanierung

27.09.2011 10:38 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Hallo,
Ich plane einen Teilabriss landwirtschaftlicher Gebäude.
Noch sind es reine Gedankenspiele, es ist noch nichts passiert.
Das was abgerissen werden soll ist früher angebaut worden(vor ca 30 Jahren)

Es bleibt ein eigenständiges Gebäude zurück welches auch früher so bestanden hat, mit soliden gemauerten Wänden.
Diese Gebäude soll saniert werden.
Fassaden und Dach mit Trapetzblech, eine Veränderung des Baukörpers findet nicht statt.

Aussenbereich, privilegiertes Baurecht nicht anwendbar, da Berieb seit langem aufgegeben.

Brauche ich eine Abrissgenehmigung, wenn ja mit Statiker?
Geht es durch die beauftragte Dachdeckerfirma?
Kostenschätzung für Abrissgenehmigung?

In dem saniertem Stallgebäude soll e.v eine Pforte gekürzt werden, weil es billiger wird.
Dadurch würde sich die Dachform auf 4m Länge ca 15Crad verändern
Das heiß es ist dann eine gleichmässige Dachform.
Länge des Gesamtgebäudes ca 30m.
Wenn ich für die Veränderung der Pforte einen Bauantrag stellen müsste, würde es vielleicht abgelehnt
weil ja kein privilegiertes Baurecht mehr besteht?

Ist der Bestandsschutz dadurch (Pforte kürzen) gefährdet?
Was könnte dann passieren, e. v. wieder zurück bauen oder Abriss?
Es ist sehr wichtig weil je nach Rahmenbedingungen eine Solaranlage
auf dem saniertem Gebäude installiert werden könnte.

Wenn es hier ein Risiko gibt lasse ich die Pforte lieber in gleicher Höhe bestehen.

Mir freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,


mit der beabsichtigrten Maßnahme bewegen Sie sich auch ein sehr gefährliches Gebiet, wenn Sie hier ohne entsprechende Genehmigung unter Beachtung des Bestandschutzes Arbeiten vornehmen lasssen wollen:


Denn jede Veränderung kann diesen Bestandschutz mit der Maßgabe gefährden, dann neben einem sehr teuren Rückbau auch ein Bussgeld verhängt werden kann.


Sinnvoll und rechtlich einwandfrei wäre es daher, einen Architekten VORAB mit der Prüfung des Bestandsschutzes und dessen inhaltlichen Umfanges zu beauftragen, denn Umbauplanung darf den Bestandsschutz nicht gefährden. Anderenfalls müssten Sie sonst damit rechnen, dass das Gesamtobjekt nicht mehr den öffentlichen Vorschriften zum Zeitpunkt der Genehmigung entspricht, der Bestandschutz auch für das Altgebäude, bzw. dessen Umbau also komplett entfällt.

Um diese Gefährung auszuschließen, sollten Sie also nicht "nur" einen Statiker, sondern vorab einen Architekten einschalten.


Entscheidend ist dabei, ob eine wesentliche Änderung geplant ist. Und genau dieses wird - vorbehaltlich der Gesamtprüfung der Altläne und Umbaupläne - nach Ihrer derzeitigen Sachverhaltsschilderung zu bejahen sein, da das Kürzen der Pforte zum Änderung der Dachform führen soll.

Eine nach außen wirkende Änderung der Gestaltung wird dabei in der Regel als wesentliche Änderung angesehen, was aber nicht nur die Verkürzung der Pforte, sondern auch den geplanten Teilabriss betreffen kann; dieses wird also sehr genau anhand der Pläne und Bauabsichten zu prüfen sein, was verlässlich letztlich nur ein Architekt vorbereitend prüfen kann.


Zusammenfassend sind daher Ihre Fragen wie folgt zu beantworten:

Brauche ich eine Abrissgenehmigung, wenn ja mit Statiker?

Eine Genehmigung werden Sie brauchen; ein Statiker wird kaum ausreichend sein, um das rechtliche Risiko zu vermeiden.

Geht es durch die beauftragte Dachdeckerfirma?

Nein.

Kostenschätzung für Abrissgenehmigung?

Eine Kostenschätzung wird für die Genehmigung nicht erforderlich sein.

Wenn ich für die Veränderung der Pforte einen Bauantrag stellen müsste, würde es vielleicht abgelehnt weil ja kein privilegiertes Baurecht mehr besteht?

Diese gefahr besteht, lässt sich - wenn man es sachgerecht durch einen Fachmann begründen kann, aber minimieren.

Ist der Bestandsschutz dadurch (Pforte kürzen) gefährdet?

Ja, aber verlässlich kann dieses noch nach Einsicht in die Pläne beantwortet werden; aber eine sehr hohe Gefahr besteht generell.

Was könnte dann passieren, e. v. wieder zurück bauen oder Abriss?

Rückbau und Bußgeld nach § 82 LBO, welches im ermessen der Behörde gestellt wird, aber fünfstellig werden dürfte.


Daher nochmals mein Rat:

Bevor Sie irgendetwas in die Wege leiten, einen Architekten mit der Prüfung des Bestandschutzes, dessen Umfang und der geplanten Änderung beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php

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