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Abriss und veränderter Neubau einer Doppelhaushälfte

10.02.2017 12:14 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Guten Tag,

Wir haben ein Grundstück gekauft auf dem das Haus über 11m mit einem anderen Haus verbunden ist, eingetragen als Doppelhaushälfte. Es sind 2 Flachdachbungalows auf einem leicht abschüssigen Hang. Jeweils 2-stöckig (2 Vollgeschosse)

Da das Haus von 1966 ist, wollten wir unsere Hälfte abreissen 2 neue Vollgeschosse bauen und noch ein Staffelgeschoss draufsetzten. Laut Bebauungsplan ist das auch möglich.

Jetzt haben wir unseren Bauantrag ungenehmigt zuückerhalten mit folgender Bemerkung:
Das Nachbargebäude und der hier antragsgegenständliche Neubau stellen jeweils ein einzelnes Haus eines Doppelhauses dar. Einzelne Häuser eines Doppelhauses müssen an den inneren Grenzen qualitativ und quantitativ in wechselseitig verträglicher und angestimmter Weise so aneinander gebaut und im Übrigen so aufeinander abgestimmt sein, dass das von Ihnen gebildete Gesamtgebäude als bauliche Einheit erscheint. Ein gewisser Versatz und/oder Horizontalen ist möglich. Die Häuser dürfen aber nicht so stark gegeneinander versetzt werden, dass sie nicht mehr als Einheit erscheinen, was hier der Fall ist.

Was sollen wir denn jetzt tun um das Haus trotzdem realisieren zu können?
Falls das obere Staffelgeschoss nicht genehmigt wird, können wir das Haus nicht bauen. Das untere Vollgeschoss sollte verkauft werden um den Hausbau zu finanzieren, also können wir nicht auf das oberste, neue Geschoss verzichten.

Über eine hilfreiche und lösungsorientierte Antworte wäre ich sehr dankbar.

Mit freundlichem Gruß



Sehr geehrte Ratsuchender,


sofern die Zustimmung des Nachbarn nach § 62 HBO in Schriftform vorliegt und der geplante Bau auch den Vorgaben des Bebauungsplanes entspricht, ist die Ablehnung der Behörde so nicht verständlich und Sie sollten innerhalb der Rechtsmittelfristen dann gegen die Ablehnung vorgehen.


Ein Abriss und Neubau mit Aufstockung ist grundsätzlich möglich, wenn eben die oben genannten Punkte erfüllt sind.


Wenn es als Doppelhaushälfte eingetragen ist, wird man nicht "jeweils von einem einzelnen Haus eines Doppelhauses" ausgehen und gleichzeitige eine Charakteränderung des Gesamtgebäudes bemängeln, da sich diese Argumentation widerspricht:

Entweder Doppelhaushälfte oder Doppelhaus; beim Letzteren kann es auf die achsensymmetrische Gestaltung der Fassade ankommen, aber hier ist nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung eben die Doppelhaushälfte eingetragen und dann muss diese Gestaltungsform eben nicht beachtet werden.

Hier verkennt das Amt also dann die grundbuchrechtliche Eintragung, so dass Sie - wenn der Bebauungsplan die geplante Bebauung zulässt und der Nachbar zustimmt - gute Chancen haben, Ihre Genehmigung dann zu bekommen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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