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Abriss eines zweier direkt aneinander stehenden Gebäudes bei Grenzbebauung

01.10.2014 21:07 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Fall,

Laut Lageplan schließt mein Haus (2 Etagig) auf der Grundstücksgrenze an das Nachbargebäude an,
d.h. meine Außenwand 24cm und die Wand vom Nachbargebäude(2 Etagig) stehen direkt aneinander.
Der Dachanschluss meines Pultdaches ist an die Wand vom Nachbargebäude angeschlossen.

Die schriftliche Zustimmung zur Grenzbebauung aus dem Jahr 1990 des damaligen Eigentümer des Nachbargrundstückes halte ich in meinen Unterlagen.


Der neue Eigentümer des Nachbargründstückes möchte nun die 2. Etage des besagten Gebäudes abtragen und auf die verbleibende 1.Etage ein neues Dach errichten und dieses an meine Außenwand anschließen.

Das würde zur Folge haben das der Dachanschluss und die Wand der gesamten 2. Etage meines Hauses frei gelegt werden würde und der Witterung voll ausgesetzt wäre.

Aufgrund der Jahreszeit habe ich die Befürchtung das durch diese arbeiten Schaden an meinem Haus entstehen könnte.

Wie sollte ich mich in dem Fall verhalten, ist eine Bau- bzw. Abrissgenehmigung seitens meines Nachbar für diese erforderlich, oder darf er das ohne meine Zustimmung bzw. die des Bauamtes?

Meine dann nicht mehr durch das Nachbargebäude geschützte Außenwand müsste dann verputzt, bzw. auch gedämmt werden zwecks Tauwasserbildung etc. Der Dachanschluss müsste vollkommen neu hergestellt werden usw.

Meine Frage ist daher: Wer übernimmt die Kosten im Falle eines Schadens an meinem Haus und die Umbauarbeiten (die bei Abriss des Nachbargebäudes unabdingbar wären) bzw. Instandsetzung an meinem Haus? ( die ja ohne den Abriss des Nachbars nicht zur Debatte stehen würden).

Mit freundlichen Grüßen










Einsatz editiert am 01.10.2014 21:23:28

02.10.2014 | 08:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,


der Nachbar wird für so eine Baumaßnahme eine Baugenehmigung geboten, so dass Sie unbedingt beim Bauamt nachfragen sollten. Dort müssten Ihnen die Genehmigungen gezeigt werden - eine nachbarliche Zustimmung wäre bei Vorliegen einer Baugenehmigung dann für den Umbau nicht notwendig.


Zudem werden Sie, wenn von der jetzt noch vorhandenen Wand einen Anspruch auf Putz und Dämmung auf Kosten des Nachbarn haben, der auch alle Schäden, die durch den Umbau entstehen, zu ersetzen hat. Hierbei ist davon auszugehen, dass der abgerissene Teil auch eine wärmeisolierende Funktion gehabt hat, so dass die nach dem Stand der Technik erforderliche Anbringung einer Wärmedämmung vom Nachbarn auch geschuldet wäre (BGH, Urt.v. 27.07.2012, Az.: V ZR 2/12 ).


Der Fall betrifft zwar eine etwas andere Situation, aber die Grundzüge werden nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung anzuwenden sein.


Sie sollten Ihr Haus aber im derzeitigen Zustand von einem Sachverständigen begutachten lassen, da Sie später für mögliche Schäden durch den Bau am Nachbarhaus voll beweispflichtig wären. Daher muss der Ist-Zustand vor Beginn der Bauarbeiten gerichtsverwertbar bekannt sein.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


ANTWORT VON

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