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Abrechnungsspitze Kaufvertragliche Vereinbarung

| 31.01.2016 11:43 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2015 habe ich eine Eigentumswohnung gekauft und bin seit seit 01.07.2015 im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen.

Vom 15.04.2014 bis 30.06.2015 war ich Mieterin dieser Wohnung.

Ich habe im Okt 2015 per Verrechnungsscheck das Guthaben für das Wirtschaftsjahr 2014 erhalten und ich war felsenfest überzeugt, dass das Guthaben komplett mir gehört.

Das sieht die Verkäuferin der Wohnung anders und beansprucht das Guthaben in Höhe von ca. 350 Euro. Da davon ca. 200,00 mein zu viel bezahlten Nebenkosten sind und sie meint, ich müsste ihr den Rest überweisen. Deswegen behält sie immer noch meine Restkaution in Höhe von 150 Euro.

Ich beanspruchen die Abrechnungsspitze, mein Guthaben als Mieterin und meine Restkaution. Deshalb habe ich mich an Haus und Grund gewandt, die Anwältin wollte wissen ob dazu etwas im Kaufvertrag geregelt wurde. Dies verneinte ich. Daraufhin hat sie in meinem Auftrag einen Mahnbescheid an die Verkäuferin geschickt. Inzwischen habe ich Widerspruch von der Gegeseite erhalten und bin stark verunsichert, ob ich mich hier in etwas verrannt habe. Noch dazu erscheint mir die Anwältin reichlich unmotiviert.

Es geht mir in dieser Sache nicht um Geld, es handelt sich um einen Streitwert von ca. 350,00 Euro. Ich verspüre große Abscheu der Verkäuferin gegenüber, die mich mehrfach hintergangen hat, was aber jetzt zu weit führen würde.

Zitat aus dem Kaufvertrag
Besitz, Nutzen und Lasten, insbesondere auch die laufenden Steuern und die öffentlichen Abgaben, sowie die Gefahr eines zufälligen Untergangs und einer zufälligen Verschlechterung des Vertragsgegenstandes gehen ab der vollständigen Bezahlung des Kaufpreises auf den Käufer über.

Der Käufer übernimmt für die Zeit ab Besitzübergang alle Rechte und Pflichten des Verkäufers gegenüber Eigentümergemeinschaft und Verwalter.

Alle Zahlungen an Eigentümergemeinschaft und an Verwalter sowie alle entsprechenden Rückvergütungen für das bei Besitzübergabe laufende Wirtschaftsjahr werden zwischen Ķäufer und Verkäufer pauschal entsprechend ihrer Besitzzeit während des laufenden Wirtschaftsjahrs geteilt, also unabhängig davon, wann die zu bezahlende Leistung erbracht oder beschlossen wurde. Der Verkäufer erklärt in diesem Zusammenhang, dass keine Zahlungen an die Eigentümergemeinschaft rückständig sind.

Bitte klären Sie mich auf, was das bedeutet. Ich verstehe es so, dass hier das Wirtschaftsjahr 2015 geteilt werden soll. Die Abrechnung um die es jetzt geht betrifft Wirtschaftsjahr 2014. Hier bitte ich um Aufklärung.

Vielen Dank im voraus
ziemlich ratlos
f.


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten. Sie fragen nach der ERläuterung von folgendem Absatz:

"Alle Zahlungen an Eigentümergemeinschaft und an Verwalter sowie alle entsprechenden Rückvergütungen für das bei Besitzübergabe laufende Wirtschaftsjahr werden zwischen Ķäufer und Verkäufer pauschal entsprechend ihrer Besitzzeit während des laufenden Wirtschaftsjahrs geteilt, also unabhängig davon, wann die zu bezahlende Leistung erbracht oder beschlossen wurde. Der Verkäufer erklärt in diesem Zusammenhang, dass keine Zahlungen an die Eigentümergemeinschaft rückständig sind."

Dies bedeutet, dass alle Zahlungen an die Gemeinschaft und alle zurück erhaltenden Zahlungen auf das Jahr (pauschal) hochgerechnet werden; in einem zweiten Schritt teilt man diese auf.

Sie warne ein halbes Jahr lang Eigentümerin der WOhnung ( ab dem 1.7.---auch Besitzübergang) - so dass alle Kosten und Rückerstattungen pauschal 50 : 50 aufgeteilt werden müssen.

Wenn für das Wirtschaftsjahr 2014 also eine Rückerstattung erfolgt ist, müssen Sie diese zur Hälfte an die ehemlige Eigentümerin auszahlen.

Wenn Sie zuvor Mieterin gewesen sind, dann steht ihnen auch der Rest zu, abzüglich der nicht umlagefähigen Posten. Bei der Rückerstattung durch eine WEG-Verwaltung können auch einzelne POsten betroffen sein, die nicht umgelegt wurden- das muss man sich einmal anschauen. Im Übrigen steht das Geld zwar der EIgentümerin zu, diese muss es aber an den Mieter - also Sie(!) auszahlen. Sie müssten dazu das Geld aushändigen und sofort wieder zurück verlangen, da es ihre Überbezahlung ist ( unter der eben genannten Voraussetzung) Dazu würde ich einmal einen Blick in die Zusammensetzung der Rückerstattung werfen wollen, insb. wie sich diese zusammensetzt. Hintergrund: Ist die Rückerstattung wegen Verbrauchskosten, kriegt diese der Mieter- ist die Rückerstattung aber zumindest auch wegen z.B. Rücklagen , die nur der Eigentümer gegenüber der Verwaltung gezahlt hat, so würden diese nicht dem Mieter zustehen, da der Mieter diese ja nicht bezahlt hat!

Für die Kautionsrückzahlung beträgt die Frist übrigens im Allgemeinen max. ein halbes Jahr, so dass sie die Kaution längst hätten zurück erhalten müssen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 31.01.2016 | 13:22

Sie zitieren aus dem Kaufvertrag
Alle Zahlungen aus Eigentümergemeinschaft und an Verwalter sowie alle entsprechenden Rückvergütungen für das bei Besitzübergabe laufende Wirtschaftsjahr werden zwischen Ķäufer und Verkäufer pauschal entsprechend ihrer Besitzzeit während des laufenden Wirtschaftsjahrs geteilt, also unabhängig davon, wann die zu bezahlende Leistung erbracht oder beschlossen wurde.

Das bei Besitzübergabe laufende Wirtschaftsjahr ist 2015. Die Jahresabrechnung die ich in 2015 erhalten habe, bezieht sich auf 2014.

Das aus dem Kaufvertrag zitierte, bezieht sich auf ein Wirtschaftsjahr im Singular, nämlich das Jahr des Besitzübergangs, also 2015.

Ich war in 2014, wie ich schon schrieb ab 15.04.2014 Mieterin. Besitzübergang war 07/2015.

Welches Wirtschaftsjahr soll lt. Kaufvertrag geteilt werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.01.2016 | 13:42

Nach I

Ergänzung vom Anwalt 31.01.2016 | 13:47

Nach Ihrer Schilderung habe ich Sie falsch verstanden.

Das tut mir leid; im Grunde ändert sich aber nicht viel.

Im Ergebnis führt es dazu, dass Ihnen für für 2014 die Rückerstattung in Ihrer EIgenschaft als MIeterin zusteht; diesen Anspruch haben Sie aber ( auch hier unter den oben genannten Bedingungen) gegenüber ihrer damaligen Vermieterin . Das Geld steht Ihnen also zu, wegen der Höhe ist wieder auf den Inhalt zu verweisen. Sofern es ihre Vorauszahlung angeht, ist es natürlich ihr Geld aus 2014. Betrifft es die Vorauszahlung in voller Höhe , können SIe diese in voller Höhe von der Verkäuferin verlangen.

Bewertung des Fragestellers 31.01.2016 | 16:22

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Sehr ärgerlich, hier hat sich jemand nicht mal die Mühe gemacht, die Frage zu verstehen, hat einfach viel drumherum geschrieben, was ich gar nicht gefragt hatte.

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