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Abrechnung neuer Arbeitgeber

| 03.12.2019 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich war vom 1.9 .- 10.11.19 für ca. 2,5 Monate in einer Firma beschäftigt, die das Gehalt immer im Folgemonat zum 15. ausbezahlt.

1.9. - 30.9. = Oktobergehalt am 15.10. mit 30 Steuertagen
1.10. - 31.10. = Novembergehalt am 15.11. mit 10 Steuertagen
1.11. - 10.11. = noch ausstehend ( lt. AG wird der November korrigiert und die fehlende Summe ergänzt)

Aufgrund dieses Vorgehens wurde mir dann natürlich im November sehr viel Lohnsteuer und Sozialabgaben abgezogen, weil man von 10 Arbeitstagen ausgeht und nicht von 30. ( bei knapp 1000,- brutto wurden ca. 400,- abgezogen)

Das Lohnbüro sagt das man daran nichts ändern könne und ich mir das Geld über den Lohnsteuerjahresausgleich holen solle, aber der AG unterschlägt mir doch hier 30 Arbeits-,/ Steuertage. Lt. seiner Auflistung der beiden Abrechnungen hätte ich ja nur 40 Tage und nicht wie tatsächlich geschehen 70 Tage gearbeitet.
Darf er das so abrechnen und die geleisteten Stunden mit dem Folgemonat benennen? So habe ich ja jetzt keinen Nachweis für den Monat September!


Einsatz editiert am 03.12.2019 19:00:34
05.12.2019 | 15:04

Antwort

von


(289)
Frankenstraße 10
56626 Andernach
Tel: 01747154264
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich glaube, dass hier ein Missverständnis und/oder eine Fehlbezeichnung vorliegt. Grundsätzlich kann der Arbeitgeber die Lohnauszahlung bis zum 15. des Folgemonats aufschieben (allerdings auch nicht länger, LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 9.10.2017, Az: 4 Sa 8/17 ). Dies ergibt sich aus der wohl auch in Ihrem Fall geltenden Tarif- oder Betriebsvereinbarung, mit der die Regelung des § 614 BGB (eigentlich Zahlung des Arbeitslohnes am Ersten des Folgemonats, denn der Arbeitnehmer hat gesetzlich immer in Vorleistung zu treten, bekommt also seine Vergütung stets nach Erbringung seiner Arbeitsleistung) beiseite geschoben wird.

Das bedeutet aber, dass die von Ihnen zitierte Benennung falsch ist. Richtig muss es heißen: Septembergehalt am 15. Oktober, Oktobergehalt am 15. November, so dass Sie spätestens am 15. Dezember das Novembergehalt für die geleisteten Arbeitstage 1. bis 10. November erhalten. Insofern ist seitens des Arbeitgebers auf eine korrekte Zuordnung des ausbezahlten Gehaltes zu achten. Wenn es tatsächlich anders bezeichnet wurde, sollten Sie auf eine Richtigstellung dringen.

Richtig ist, dass Sie möglicherweise zuviel einbehaltene Lohnsteuer im Weges des Lohnsteuerjahresausgleiches zurückerhalten. Mit der korrekt erstellten Gehaltsabrechnung für die Monate September bis November hat das aber nichts zu tun. Sie müssen eine Abrechnung erhalten, welche die von Ihnen geleistete Arbeit richtig abbildet, und danach haben Sie September und Oktober jeweils ganze Monate und im November einen halben Monat gearbeitet.

Ich hoffe, den Sachverhalt etwas ausgeleuchtet zu haben, sonst wenden Sie sich noch einmal an mich.

Mit freundlichen Grüßen!

Rechtsanwältin Elisabeth v. Dorrien


Rückfrage vom Fragesteller 08.12.2019 | 09:08

Sehr geehrte Frau v. Dorrien,

vielen Dank, das Sie sich die Zeit genommen haben.
Ich sehe das genauso, das mir 3 Abrechnungen ausgestellt werden müssen, für die geleisteten Arbeitsstunden im jeweiligen Monat.
Meine Frage war aber vielmehr, ob der AG mir mein Oktober-, und Novembergehalt zusammen mit Gesamt 10 St./SV. Tagen ( aufgrund der Kündigung zum 10.11.19) im November abrechnen darf?
Da steigt mein brutto ja noch mehr in die Höhe und das wird ja nur anteilig auf die 10 Tage gerechnet.
Das Lohnbüro sagt das ich bereits abgemeldet wurde und deshalb bekomme ich keine Dezemberabrechnung mehr. Die legen jetzt einfach 2 Gehälter in einen Monat und behaupten das es korrekt wäre.

Viele Grüße

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.12.2019 | 09:57

Vielen Dank für Ihre freundliche Rückfrage!

Ihr Arbeitgeber muss Ihnen korrekte Abrechnungen geben, und das heißt, zum 15. des Folgemonats für den vorangegangenen. Das ergibt sich aus § 614 BGB . Sollte das im Arbeitsvertrag abweichend geregelt sein, stellt sich die Frage, ob diese Klausel zulässig wäre. Insofern muss ich Sie bitten, in den Vertrag einmal hineinzuschauen. Wenn dort keine andere Vereinbarung getroffen wurde, dann ist es nicht zulässig, und Sie können gerne meine Antworten ausdrucken und dem Arbeitgeber oder der Abrechnungsstelle vorlegen.

Es ist schlichtweg Unsinn, in der Novemberabrechnung, welche die im Oktober geleistete Arbeit abbildet, einfach die im November geleisteten Tage hinzuzurechnen, so dass Sie dann im Oktober scheinbar 41 Tage tätig waren - wie wäre das möglich? Ich würde mich auf diese Vorgehensweise nicht einlassen, nur weil es für das Lohnbüro vielleicht einfacher ist. Sie müssen im Dezember (15.) eine Abrechnung für den November (10 Tage) erhalten, darauf sollten Sie bestehen. Alles andere ist formal nicht korrekt. Steuerlich wird es sich für Sie nicht nachteilig auswirken, wenn Sie die tatsächlichen Lohnzahlungen vorlegen - oder ist Ihnen der Lohn für die beiden Monate November und Oktober zusammen ausbezahlt worden? Sie haben geschrieben, dass der November noch korrigiert und die "fehlende Summe ergänzt" werde. Aber selbst wenn Sie im November eineinhalb Gehälter ausgezahlt bekommen haben, wäre die Abrechnung - wie Sie richtig schreiben - nicht hinnehmbar, weil Sie nicht im Oktober 41 (!?) Tage und im November 0 Tage gearbeitet haben.

Wie gesagt, die Abrechnung für den Monat erfolgt im Folgemonat bis zum 15. - es ist aber dann nicht "die Oktober-Abrechnung" , weil sie am 15. Oktober erfolgt, sondern die September-Abrechnung, und insofern ist es nicht in Ordnung, wenn Ihnen das Lohnbüro etwas anderes einreden will.

Ich hoffe, Sie setzten sich da durch!

Alles Gute!

EvD

Bewertung des Fragestellers 08.12.2019 | 10:35

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Sie gab hilfreiche Tips und ich kann mich jederzeit in dieser Angelegenheit auf Sie berufen.
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Vielen Dank für Ihre freundliche Bewertung! Berufen Sie sich gerne auf mich und melden Sie sich doch bei Gelegenheit bitte über meine Email-Adresse, wie die Sache ausgegangen ist!
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 08.12.2019
5/5,0

Frau v. Dorrien hat mir sehr rasch geantwortet und ich kann Sie wärmstens weiterempfehlen!
Sie gab hilfreiche Tips und ich kann mich jederzeit in dieser Angelegenheit auf Sie berufen.
Vielen lieben Dank


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