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Abrechnung der Warmwasserkosten ausschließlich nach Wohnfläche

21.11.2007 17:43 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Tanja Stiller


Sehr geehrte Herrschaften,

das leidige Thema " Nebenkostenabrechnung " bewegt mich zu folgender Frage(n):

Ich habe eine 110 qm grosse Wohnung in einem 3 Parteien Haus. Die anderen Parteien sind auf jeweils 55 qm verteilt. Nun habe ich die Nebenkostenabrechnung erhalten, wo ich im Wawsserverbrauch nach Quadratmetern ( wie auch im Mietvertrag vereinbart ) berechnet werde. Ich bewohne die Wohnung alleine, wo hingegen die eine Partei mit 3 Kindern / 1 Erwachsener und die andere Partei mit 2 Erwachsenen wohnen. Es gibt keine einzelnen Wasseruhren für die Wohnungen. Nun zu meiner Frage:
Muss ich die Aussage des Vermieter akzeptieren, dass ein Anspruch auf die Installation von Einzeluhren von Ihm für jede Wohnung meinerseits nicht besteht? Warum muss ich den Wasserverbrauch der anderen zahlen, die einen nachweislich höheren Verbrauch wie ich haben?
Ich zahle monatlich 160,- € Nebenkosten vorraus und soll nun über 600,- € nachzahlen... Das sind im Jahr Nebenkosten von über 2500,- €. Da mir der Vermieter mitlerweile über seinen Anwalt ein Mahnbescheid hat zustellen lassen, habe ich die Nebenkostenabrechnung unter Vorbehalt der Rückforderung erstmal beglichen.
Welche Möglichkeiten habe ich mich dagegen zur Wehr zu setzen?
Ich bedanke mich im Vorraus für Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zuerst möchte ich Sie daraufhin weisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.
Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund, der von Ihnen erhaltenen Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:

Nach § 556a BGB sind die Betriebskosten vorbehaltlich anderweitiger Vorschriften nach dem Anteil der WOHNFLÄCHE umzulegen, wenn die Parteien nichts anderes bestimmt haben.
Nach Ihrer Schilderung wurde sogar im Mietvertrag vereinbart, dass der Wasserverbrauch nach Quadratmetern berechnet wird.

Daher ist der Vermieter berechtigt die Kosten für KALTWASSER nach Wohnfläche zu berechnen.

Etwas anderes ergibt sich aber für die WARMWASSERKOSTEN.
Nach der HEIZKOSTENVERORDNUNG erfolgt eine Aufteilung in einen VERBRAUCHS- und in einen WOHNFLÄCHENABHÄNGIGEN ANTEIL.
Danach kann der Mieter weder eine Abrechnung nur auf Verbrauch verlangen, noch kann der Vermieter auf eine Abrechnung ausschließlich nach Wohnfläche bestehen.
Hält sich der Vermieter nicht an diese Abrechnung und rechnet lediglich nach Wohnfläche ab, so kann der Mieter den auf ihn entfallenden Anteil um 15 % kürzen ( § 12 HeizkostenV).

Einer Änderung des Umlagemaßstabes für die Abrechnung des KALTWASSERS müssen ALLE Mieter zustimmen.
Eine Zustimmung der anderen Mieter wird allerdings nicht zu erreichen sein, da diese für die anderen Mieter ein finanzieller Nachteil bedeuten würde.
Ein Anspruch auf Einbau eines Einzeluhr besteht nicht.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positive Nachricht überbringen konnte.
Dennoch hoffe ich, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung bieten konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Tanja Stiller

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