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Abrechnung Strom

03.02.2015 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


14:49

Habe für eine Adresse zwei Mietverträge wegen sechs Monaten Unterbrechung.

Im ersten inkl. BK Vorauszahlung, im zweiten FP, nur der Strom würde extra berechnet,
aber laufen auch über den Vermieter!!!

Nun erhalte ich Nachzahlungs-Aufforderungen (Eingang 28.01.15) (datiert 30.12.2014!!!)
Es handelt sich um Zahlungen für 2012-2014.

Meine Frage.

Wird der Strom, der fast alle Kosten ausmacht, auch rechtlich wie Betriebskosten mit entsprechender 1jähriger Frist der Übersendung angesehen oder eher als zusätzliche Kosten, die der Mieter mir drei Jahre lang in Rechnung stellen kann???

Die Stromkosten liefen immer über den Vermieter, ich habe keinen Vertrag mit den Stadtwerken.

Beim ersten MV lese ich nichts von den Stromkosten, nur die mtl. BKV???
Beim zweiten steht: Der Mieter hat die Kosten der Stromversorgung in den Mieträumen selbst zu tragen.

03.02.2015 | 14:11

Antwort

von


(756)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn der Strom im Mietvertrag ( nur der letzte Mietvertrag ist relevant ) als Betriebskosten, die gesondert abgerechnet werden, genannt ist, dann gilt selbstverständlich auch die Frist des § 556 III BGB .

Das Gesetz definiert die Betriebskosten also solche Kosten, die dem Eigentümer durch das Eigentum am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen.

Dazu gehören auch Stromkosten.

Für den fristgerechten Zugang der Betriebskostenabrechnung ist der Vermieter beweispflichtig. Kann der Beweis des Zugangs am 31.12.2014 nicht erbracht werden, sind also Nachforderungen für 2012 und 2013 nicht mehr durchsetzbar ( für 2012 hätte die Abrechnung ohnhin bis Ende 2013 erfolgen müssen ).

Für eine abschliessende Beurteilung wäre die Überprüfung des Mietvertrages erforderlich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 03.02.2015 | 14:19

$3
Miete u. NK
Der Mieter zahlt eine mtl. FM von...
Die BK sin in der FM enthalten.
Der Mieter hat die Kosten der Stromversorgung in den Mieträumen selbst zu tragen.

Stromversorgung läuft über Vermieter.

Bei anderen Antworten im Forum lese ich immer beim Strom von 3jähriger Frist???
Meiner Meinung nach sind sie, s.o.g. Text, nicht in den BK enthalten.???

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.02.2015 | 14:49

Die Formulierung im Mietvertrag spricht dafür, dass zwischen "Betriebskosten" und "Kosten der Stromversorgung" differenziert werden sollte.

Dennoch bleibe ich dabei, dass hier der Wohnungsstrom als (abrechnenbare) Betriebskosten vereinbart sind, für die die gesetzlichen Ausschlussfristen des § 556 BGB und nicht die allgemeinen Verjährungsfristen gelten.

"Normalerweise" wird für den Strombezug ja vom Mieter selbst ein Liefervertrag mit einem Stromanbieter geschlossen. Dann gilt natürlich die regelmäßige Verjährungsfrist von 3 Jahren.

In Ihrem Fall sind die Stromkosten der Wohnung aber als gesondert abzurechnende Betriebskostenposition vereinbart worden.

ANTWORT VON

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