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Abmeldung von Workshop

| 11.12.2019 07:03 |
Preis: 45,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Guten Tag,

ich habe am 08.11.2019 per Facebook Sprachnachricht der Teilnahme an einem Workshop am 20. - 22.12.2019 zugesagt, im Nachgang zu einem informellen Telefonat über den Workshop.

Am 18.11.2019 habe ich per E-Mail eine Teilnahmebestätigung bekommen mit Hinweis auf die AGBs.

Am 28.11.2019 habe per Facebook schriftlich abgesagt: "Hallo, für das Wochenende vor Weihnachten sage ich dankend ab."

Ich wurde während des Telefonats nicht über die AGBs / Rücktrittsrecht / Widerrufsrecht informiert und habe auch nirgendwo den AGBs in irgendeiner Form zugestimmt.

Ich hätte laut AGB auch nur bis zum 20. Oktober (!) vom Vertrag zurücktreten können mit nur 70 € "Stornogebühr" anstelle 100% des Workshop-Preises. Also war ein Widerruf quasi gar nicht möglich für mich. Wortlaut aus den online einsehbaren AGBs:

"[...] entstehen im Falle einer Stornierung seitens des Teilnehmers bis 8 Wochen (oder früher) vor Veranstaltungsbeginn/Termin 70,- Euro Stornokosten.
Bei späterem Rücktritt als 8 Wochen vor der Veranstaltung, [...], egal aus welchen Gründen, muss die Kursgebühr/der Teilnahmebetrag/der Jahresbeitrag vollständig gezahlt, bzw. stattdessen ein Ersatzteilnehmer genannt werden."

Aktuell liegt ein Forderungsschreiben per E-Mail vor für den vollen Workshop Preis.

Im Übrigen wurde mir auch keine Rechnung vorgelegt.

Wie ist jetzt am günstigsten für mich weiter zu verfahren mit der Sache? Kann ich jetzt im Vorfeld vor einer möglichen juristischen Auseinandersetzung schon meine Position verbessern bzw. einer solchen überhaupt aus dem Weg gehen?

Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zwar kann bei einem termingebundenen Seminar das Widerrufsrecht gemäß § 312g Absatz 2 Nr.9 BGB ausgeschlossen sein. Hierüber hätte Sie der Anbieter aber vor Abgabe Ihrer Willenserklärung in Textform informieren müssen, Artikel 246a § 4 EGBGB (vgl. BGH, Az. III ZR 368/13 ).

Nach Ihrer Schilderung wurden Sie aber vor Ihrer Zusage nicht über Ihr Widerrufsrecht oder dessen Ausschluss informiert. Deshalb konnten Sie den Vertrag auch noch widerrufen bzw. können Sie im Streitfalle hilfsweise Ihren Schadensersatzanspruch wegen Nichterfüllung der gesetzlichen Informationspflichten gegen die Forderung der Teilnahmegebühr aufrechnen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 11.12.2019 | 11:43

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