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Abmahnung/Mobbing


09.12.2007 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Ich arbeite im Außendienst/Vertrieb. Ich hatte von einem Kunden eine schriftliche Anfrage bekommen die mir mein Innendienst zur Bearbeitung weitergleitet hatte. Als ich darauf meinen Kunden wegen dieser Anfrage angerufen hatte unterbreitete ich Ihm einen Preis. Preis lt. unserer Vekaufspreisliste die wir haben. Beim schriftlichen Übertrag des Preises auf das Anfrageformular des Kunden ist mir dann sicherlich ein Fehler unterlaufen. Und zwar habe ich nicht den vereinbarten Preis draufgeschrieben sondern bin was sich jetzt auch rückwirkend beweisen lässt eine Spalte höher in meiner VK Preisliste gerutscht und habe einen Preis für ein ganz anderes Produkt draufgeschrieben der dann natürlich um einiges niedriger war als der Vereinbarte. Dieses habe ich dann zu meinem Innendienst gefaxt mit der Bitte um eine schriftliche Angebotserstellung an den Kunden. Nun habe ich von meinem Chef darauf eine Abmahnung bekommen, weil dieser Preis weit unterhalb des im QM festgelegten Konditionsrahmens liegt.
Außerdem schrieb er "Sie haben mit vorbezeichnetem Sachverhalt zum wiederholten Mal gegen eine Dienstanweisung verstoßen. Diese ist zu dem in QM dokumentiert und wurde von Ihnen als gelesen abgezeichnet." Zum widerholten mal ist sicherlich damit gemeint, dass ich vor ca. 6 Wochen eine Ermahnung erhalten habe, weil ich keine Reiseplanung wie gewünscht vorgelegt hatte. Dies ist aber vom Tisch und wird von mir einwandfrei erledigt. Zu der ganzen Thematik habe ich das Gefühl (übrigens andere ADM auch) dass wir gezielt gemobbt werden. Würden Sie mir raten hier rechtliche Schritte einzuleiten? Welche Vorgehensweise wäre denn die Richtige....gegen diese Abmahnung vorzugehen?

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Ob es sich bei dem Ihnen gegenüber gezeigten Verhalten bereits um Mobbing im Rechtssinne (systematische Anfeindungen, Schikanen und Diskriminierungen) oder Kritik an Ihrer Arbeitsweise handelt, kann anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes nicht abschließend beurteilt werden. Sollte es sich aus Ihrer Sicht bei dem Verhalten um ein systematisches Verhalten von einiger Dauer und Kontinuität handeln, können Sie, falls Ihr Chef ebenfalls in der Betriebshierarchie einem Vorgesetzten untersteht, diesem die Vorfälle mitteilen.

Wenn Sie die Abmahnung für unberechtigt halten, können Sie Ihren Arbeitgeber auffordern, diese aus Ihrer Personalakte zu entfernen, eine Stellungnahme zur Personalakte geben und, falls sich der Arbeitgeber weigert, die Abmahnung aus der Personalakte zu entfernen, Klage auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte erheben.

Ob die Einleitung rechtlicher Schritte sinnvoll ist, kann ohne Kenntnis des gesamten entscheidungserheblichen Sachverhaltes nicht abschließend beurteilt werden. Sollten Sie durch die mit der Abmahnung geahndete Handlung nicht gegen eine Dienstanweisung verstoßen haben, halte ich zumindest eine Aufforderung des Arbeitgeber zur Entfernung aus der Personalakte für sinnvoll. Ob es sich lohnt, bei einer Weigerung des Arbeitgebers gerichtlich vorzugehen, sollten Sie an Hand der Begründung des Arbeitgebers für das Belassen der Abmahnung in der Personalakte entscheiden.

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung handelt. Diese kann eine umfassende rechtliche Beurteilung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen kann die rechtliche Wertung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gern weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.12.2007 | 11:53

Die Abmahnung wurde zurückgezogen und wird aus der Personalakte entfernt. Die Abmahnung wird durch eine Ermahnung wegen mangelnder Sorgfaltspflicht ersetzt. Außerdem wurden mir in gleichen Schreiben mitgeteilt dass 2 Kunden die von mir schon länger betreut werden und von denen ich auch provisiion bekomme nicht mehr auf mich laufen werden. Kann ich das so hinnehmen?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.12.2007 | 13:18

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt:

Bei der Ermahnung handelt es sich um eine disziplinarische Maßnahme Ihres Arbeitgebers. Bei dem "Entzug" der ursprünglich über Sie laufenden Kundschaft handelt es sich um die Ausübung des Weisungsrechts Ihres Arbeitgebers. Ob diese Maßnahmen durch Sie hingenommen werden müssen, kann an dieser Stelle ohne genaue Kenntnis des Ihnen vorliegenden Schreibens und der diesbezüglichen Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag nicht beurteilt werden. Ich bitte Sie um Verständnis diesbezüglich.

Zur Prüfung der Rechtmäßigkeit der seitens Ihres Arbeitgebers ergriffenen Maßnahmen empfehle ich Ihnen, dieses Schreiben gegebenenfalls durch einen Kollegen vor Ort prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Maik Elster
Rechtsanwalt

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