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Abmahnung wegen angeblicher Weigerung, Überstunden zu leisten


| 02.12.2015 20:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Anordnung von Überstunden und Zeitdauer zwischen Anordnung und Ausführung der Überstunden; Abmahnung wegen vermeintlicher Verweigerung von Überstundenausführung


Guten Tag,
mein Verlobter ist noch in der Probezeit, die bis Ende Januar 2016 noch läuft.

Seine Regelarbeitszeit ist Montag - Freitag von 14 - 22 Uhr. Das Wochenende hat er - laut arbeitsvertrag - stets frei, solange nicht Krankheits- oder Urlaubsvertretung des Kollegen vom Wochenende vorliegen.

Nunmehr hat er am Montag eine inhaltlich falsche Abmahnung erhalten.

Am Donnerstag - Nachmittag kam vom Chef die Email dass sich der Kollege von Wochenende krankgemeldet hat und er am Wochenende arbeiten müsse. Mein Verlobter hat dann entgegnet, dass er ja gerne vertreten würde, er aber das ganze Wochenende nach Frankfurt verreist sei und er das Hotel etc. bereits vor ein paar Monaten gebucht habe und dies 2 Tage vorher nicht mehr stornieren könne. Daraufhin kam vom Chef keine Reaktion mehr, außer dann am Montag der Abmahnung mit dem Inhalt, dass er sich ja geweigert hätte, Überstunden zu leisten, mit der Begründung, dass er zu einem Fußballspiel fahren wolle.

Von Fußball war nie die Rede und geweigert hat er sich auch nicht, nur angegeben, dass er an diesem Wochenende nicht kann.

Meine Fragen:
Sollte man / Kann man gegen die inhaltlich falsche Behauptung, er hätte sich geweigert unternehmen bzw. allgemein gegen die Abmahnung sich wehren oder könnte er es damit in einem ruhigen Gespräch bzw. einer schriftlichen Gegendarstellung schlimmer machen? Er ist wie gesagt noch in der Probezeit und hat Angst, dass wenn er die Abmahnung stehen lässt, dass der chef dies als Anlass nimmt, ihn dann nach der Probezeit zu kündigen - spätestens.

Er ist sehr verunsichert.

Und meine weitere Frage: Gesetzlich ist ja keiner verpflichtet überstunden zu leisten, der Chef kann es aber je nach Lage anordnen. Muss da nicht eine gewisse Zeitspanne zwischen Anordnung und Ausführung liegen und kann der Chef einfach so anordnen dass dann die Reise storniert werden muss?

Danke für Ihre Hilfe.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Man kann sich außergerichtlich/gerichtlich durchaus gegen die Abmahnung zur Wehr setzen, zumal der Arbeitgeber die Darlegungs- und Beweislast und bei Aussage gegen Aussage und bei der Begründung der Abmahnung wohl eher Schwierigkeiten hätte als Ihr Verlobter.

Eine Abmahnung entfällt nach einer gewissen Zeitdauer sowieso von selbst, solange im engen zeitlichen Zusammenhang keine weiteren (vermeintlichen) Verstöße hinzukommen.

Zudem gilt:
Krankheitsbedingte Ausfälle müssen grundsätzlich kompensiert werden, bevor Überstunden angeordnet werden können.

2.
Die Zeitspanne kann durchaus kurz zwischen Anordnung und Ausführung der Überstunden sein, aber da müssen eben dringende betriebliche Gründe vorliegen, was ich hier nicht auf den ersten Blick erkennen kann.

Da müsste schon eine dezidiertere Begründung erfolgen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2015 | 21:23

Wären Sie evtl noch so nett und würden auf meine Frage eingehen, ob der Chef bei kurzfristiger Krankheitsvertretung verlangen kann, dass eine gebuchte Reise storniert wird? Dankeschön

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2015 | 21:35

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Bewertung und Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Nein, eine so kurzfristige Stornierung kann nicht verlangt werden, es sei denn der Schaden würde ersetzt werden. Trotzdem ist aber eine so kurzfristige Anordnung samt Begründung zweifelhaft - eben beides.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.12.2015 | 21:38


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Ich habe die Bewertung jetzt noch einmal bearbeitet und gebe guten Gewissens überall die volle Punktzahl. Sie haben mir und meinem Verlobten eine Riesenlast genommen. Danke danke danke!"
FRAGESTELLER 02.12.2015 5/5.0
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