Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abmahnung des Einzelhändlers für Urheberrechtsverletzung des Herstellers


21.10.2007 12:31 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht



Hallo!

Ich habe am 08.06.2006 19 verschiedene Designs Dekorationspapiere
bei einer spanischen Firma gekauft.
Diese Herstellerfirma besaß das Urheberrecht lt. eigener Angabe.
Ich stellte anschließend diese Artikel in meinen Internetshop
natürlich mit einem kleinen Bild zum Verkauf.
Am 21.09.2007 erhielt ich eine Abmahnung wegen Verwendung und Verbreitung eines geschützter Kunstwerke.
Die Ursache dafür war , das der Hersteller für das Design eines dieser Papiere mehrere Darstellungen von geschützten Kunstwerken
benutzt hat , ohne die Rechte zu besitzen.
Ich habe lediglich eine strafbewärte Unterlassungserklärung ohne Anerkennung irgendwelcher Kosten abgegeben.
Der Anwalt welcher die Abmahnung verfasst hat verlangt nun Anwaltskosten in Höhe von 1380 € auf Grund eines Streitwertes von
50000 € und eventuellen Schadenersatz.
Ich hatte zu keiner Zeit Kenntnis davon das die Herstellerfirma
nicht die Urheberrechte besaß.
Ich kann das auch nicht überprüfen.

Meine Frage:
In wie weit muss ich diesen Sachverhalt anerkennen und die Kosten
akzeptieren.
Kann ich eventuelle Kosten gegenüber der Herstellerfirma geltend
machen.
Ich hatte bis zum Zeitpunkt der Abmahnung 5 von 12 Stück zum Preis von 1.45 € verkauft , Einkaufspreis 0.59 €.
Nun erscheint mir der Streitwert von 50000 € als sehr hoch.
Ist das überhaupt gerechtfertigt , da ich doch in Bezug auf die Urheberrechte getäuscht wurde.

Vielen Dank für eine Antwort
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn man einmal davon ausgeht, dass hier tatsächlich Urheberrechte an einem Werk durch Sie (infolge Anbietens bzw. Veröffentlichens der betreffenden Werke) verletzt wurden, so kommt es nicht darauf an, ob Sie diese Verletzung schuldhaft begangen haben, d.h. es ist irrelevant, ob Sie davon gewußt haben oder hätten wissen können oder getäuscht wurden.

Dann wäre also die Abmahnung gegen Sie dem Grunde nach gerechtfertigt. Auch die Höhe der Anwaltskosten bzw. des zugrundegelegten Streitwerts ist zumindest nicht unüblich oder auf den ersten Blick verdächtig. Der Streitwert orientiert sich nämlich auch und gerade am wirtschaftlichen Interesse des Betroffenen an der Sache und dies kann im gewerblichen Bereich sehr schnell solche "Höhen" erreichen. Allerdings würde auch ich meinen, dass der Streitwert überprüfungsbedürftig wäre. Oft kann man sich infolge eines solchen "Nachhakens" mit der gegnerischen Seite auf einen Nachlaß einigen.

Ihre Schäden (z.B. Anwaltskosten für die Abmahnung) könnten Sie von der Verkaufsfirma, d.h. dem Unternehmen, von dem Sie die betreffenden Werke gekauft haben, ersetzt verlangen. Ob dies erfolgvesprechend ist, kann man allerdings schwierig einschätzen.

Ich rate Ihnen Folgendes: Sie sollten grundsätzlich einen Anwalt beauftragen, sich die Sache einmal genauer anzusehen, z.B., ob überhaupt eine Urheberrechtsverletzung im Raum steht. Weiterhin sollten Sie (falls Sie in diesem Stadium keinen Anwalt mehr beauftragen wollen) oder Ihr Anwalt sich mit dem gegnerischen Anwalt in Verbindung setzen und über den Streitwert bzw. das Anwaltshonorar diskutieren bzw. darüber verhandeln. Weiterhin können Sie von der Gegenseite wichtige Informationen zu der sog. Herstellerfirma erhalten und ob es sich lohnt, diese in Regreß zu nehmen. Daher kann es angezeigt sein, sich mit der Gegenseite kooperativ zu verhalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt. Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Schneider
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER