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Abmahnung / Kündigung eines Auszubildenen


27.02.2007 21:14 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Auszubildener in einem großen deutschen Unternehmen (kein Betriebsrat, Transportgewerbe) und habe die Hälfte meiner Ausbildungszeit hinter mir.
Aus diversen Umständen sind mir die folgenden Dinge zu Schulden gekommen:

1. Krankmeldung (allerdings nicht mit dem wahrem Grund gemeldet sondern unwissentlich als Wegeunfall; Dauer: 3 Tage)
2. div. Fehlzeiten in der Berufsschule (jedesmal Entschuldigung vom Arzt erhalten, allerdings den Betrieb nicht darüber informiert)

Daraufhin hatte ich ein Gespräch mit meinem Ausbilder über die o.g. Dinge (die Firma hat die o.g. Dinge herausbekommen). Man sagte mir, dass mir bei wiederholter Tat die "Trennung" drohen würde, allerdings wurde hierbei nicht der genaue Grund (siehe oben) genannt, weder wurde das Wort "Kündigung" benutzt.

Aus erneuten diversen Gründen habe ich an weiteren 2 Tagen die Berufsschule nicht besucht (Grund: Fahr - Schule; Betrieb erneut nicht informiert), weshalb ich nun zu einem weiteren Gespräch in der kommenden Woche geladen wurde.

Nun zu meiner Frage:
Mit welchen Sanktionen muss ich als Auszubildener rechnen? Entspricht das erste Gespräch einer mündlichen Abmahnung? Ist meine Ausbildung gefährdet (Kündigung)?

An dieser Stelle muss ich sagen, dass meine schulischen Leistungen als befriedigend und meine praktischen Leistungen als hervorragend zu bezeichnen sind.

Ich freue mich auf Ihre kompetente Antwort.

Grüße
Mousecrush

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Auch ein Berufsausbildungsverhältnis kann auch wichtigem Grund (fristlos) gekündigt werden.

Hierzu kann im Einzelfall die Arbeitsverweigerung zählen. Inwieweit eine Abmahnung überhaupt erforderlich ist, ist einzelfallabhängig und teilweise umstritten.

Die Abmahnung ist dadurch gekennzeichnet, dass Ihnen ein Fehlverhalten vorgeworfen wird und Ihnen eine Beendigung angedroht wird. Diese kann mündlich erfolgen. Daher kann das Gespräch durchaus als Abmahnung aufgefasst werden.

Sollte es tatsächlich zu einer Kündigung kommen, müssen Sie unbedingt umgehend einen Kollegen vor Ort einschalten, um die endgültige Wirksamkeit zu prüfen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 27.02.2007 | 21:52

Sehr geehrter Herr Steiniger,
als was würden Sie Punkt 1 (Krankmeldung unter falschem Grund) bezeichnen? Ich habe mal gelesen, dass Azubis speziellen Schutz genießen, da sie sich in Ausbildung / Erziehung befinden.

Muss ich jetzt wirklich mit meiner Kündigung rechnen?

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.02.2007 | 22:00

Wenn Sie tatsächllich krankGESCHRIEBEN waren, halte ich den Grund für unschädlich. Wenn Sie jedoch "nur" fälschlich krankgemeldet waren, ist hierin sicherlich ein Fehlverhalten zu sehen. Dieser Punkt müsste genauer hinterfragt werden.

Der besondere Schutz des Azubi ergibt sich daraus, dass eine ordentliche Kündigung nicht mögllich ist. Die außerordentlich aber sehr wohl.

Um die Berechtigung zur Kündigung bewerten zu können, fehlen weitere Informationen. Sicherlich war Ihr Verhalten nicht in Ordnung und das Ausbildungsverhältnis ist gefährdet.

Wie Ihr Arbeitgeber reagiert, kann natürlich nicht vorhergesagt werden.

Eine Kündigung dürfte zwar nicht leicht, aber auch nicht unmöglich sein.

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