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Abmahnung Imageschädigung Kraftstoffkosten Mobiltelefon

01.09.2020 13:45 |
Preis: 130,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


10:44
ich habe heute 2 Abmahnungen vom Arbeitgeber bekommen, im Zeitraum 15 Juli bis 07.08 war ich krank geschrieben. Laut Kreditkartenabrechnung habe ich auch in dieser Zeit getankt und beim Firmenhandy offensichtlich einen Datenpass über 5 Euro gebucht, war mir nicht bewusst. Ich werde gebeten den privaten Nutzen in Zukunft selber zu bezahlen sprich Tanken und Mobilfunk ( Diensthandy ) Datenpass. Vorher habe ich nie Probleme gehabt bezüglich Tanken. Im Vertrag steht private Nutzung sprich tanken muss selber bezahlt werden, ich bin in der Krankheitszeit 2 mal eine längere Strecke gefahren und musste dementsprechend Tanken. Insgesamt waren es 100 Euro, in den letzten 6 Jahren habe ich deswegen nie Ärger bekommen und auch keine Abmahnung wegen Tanken etc. Desweiteren habe ich eine Abmahnung bekommen das ich 2 Händler sehr hart angegangen hätte beim Telefongespräch, diese möchten nicht mehr mit mir sprechen. Sie haben sich über die Kommunikationsweise beschwert. Ich habe jeglich mit einem gesprochen und ihm mitgeteilt das ich es schade finde das ich nicht informiert wurde das der Händler an demselben Kunden dran ist wie ich. Der Händler hat den Auftrag bekommen weil er deutlich günstiger angeboten hat, die Info das es sich um denselben Kundenhandelt, habe ich erst beim Auftrag gesehen. Der Händler hat sonst vorher immer um Kundenschutz gebeten bei mir, in dem Fall und auch bei weiteren Fällen hat er das in letzter Zeit nicht gemacht damit er schneller an sein "Ziel" kommt. Er gibt sich auch als Hersteller der Geräte aus was er nicht ist. Die Firma wo ich als einziger Vertriebler angestellt bin, hat sich durch verschiedenste Händler selbst Konkurrenz gemacht. Ist das so rechtens ?
01.09.2020 | 14:20

Antwort

von


(377)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Sie stellen im Grunde 3 fargen, die ich sher gerne beantworte. Vorweg kann ich Ihnen grundsätzlich mitteilen, dass sowohl die private Nutzung des Firmenkontos- oder Handys - abmahnfähig sind, ebenso wie ein angeblich aggressiver Umgang mit Kunden. Dennoch brauchen Sie vor so einer Abmahnung nicht zu fürchten. Mit der Abmahnung gibt der Arbeitgeber zu verstehen, dass er mit diesem Vorgehen nicht einverstanden ist. Es bedeutet nicht automatisch, dass Sie bei dem selben Fehler gekündigt werden, der Lohn gekürzt wird o.ä. Sie könnten den Abmahnungen auch widersprechen.

1.) "im Zeitraum 15 Juli bis 07.08 war ich krank geschrieben. Laut Kreditkartenabrechnung habe ich auch in dieser Zeit getankt und beim Firmenhandy offensichtlich einen Datenpass über 5 Euro gebucht, war mir nicht bewusst. Ich werde gebeten den privaten Nutzen in Zukunft selber zu bezahlen sprich Tanken und Mobilfunk ( Diensthandy ) Datenpass. Vorher habe ich nie Probleme gehabt bezüglich Tanken. Im Vertrag steht private Nutzung sprich tanken muss selber bezahlt werden, ich bin in der Krankheitszeit 2 mal eine längere Strecke gefahren und musste dementsprechend Tanken. Insgesamt waren es 100 Euro, in den letzten 6 Jahren habe ich deswegen nie Ärger bekommen und auch keine Abmahnung wegen Tanken etc. "

Leider sind beide Vorgänge abmahnfähig. ´Eine Abmahnung liegt dann vor, wenn der Arbeitgeber Vertragsverstöße und/oder Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers beanstandet.
Das ist hier geschehen, weil Sie in der von Ihnen geschilderten Situation während der Krankschreibung über die Firma getankt haben, obwohl Sie laut Arbeitsvertrag bei der Privatnutzung des PKWs die Kosten selber zu tragen haben. Von daher ist die Abmahnung arbeitsrechtlich nicht zu beanstanden.´

Das selbe gilt für das Datenpaket, auch wenn es versehentlich gewesen ist.

Ich empfehle, hier die beiden Beträge an die Firma zurückzuführen.

2.) "Desweiteren habe ich eine Abmahnung bekommen das ich 2 Händler sehr hart angegangen hätte beim Telefongespräch, diese möchten nicht mehr mit mir sprechen. Sie haben sich über die Kommunikationsweise beschwert. Ich habe jeglich mit einem gesprochen und ihm mitgeteilt das ich es schade finde das ich nicht informiert wurde das der Händler an demselben Kunden dran ist wie ich."

Nach Ihren Angaben kommt nur ein Fall in Betracht, also nicht zwei Fälle? Dann sollten Sie hier zumindest schon mal widersprechen.

Sollten Sie aus Sicht der Firma einen Kunden zu hart "angegangen" haben, so könnte darin ein abmahnfähiges Verhalten liegen. Ob dies im einzelnen tatsächlich so gewesen ist, kann schwer beurteilt werden, wahrscheinlich würde auch jeder den Umgang anders beurteilen - ohne Zeugen gäbe es nicht einmal einen Beweis. Die Firma kann aber die Infos zu grunde legen, die man ihr von 3.er Seite zuträgt. Offenbar ist es auch hier so geschehen. Auch hier könnten Sie zunächst widersprechen.


"Der Händler hat den Auftrag bekommen weil er deutlich günstiger angeboten hat, die Info das es sich um denselben Kundenhandelt, habe ich erst beim Auftrag gesehen. Der Händler hat sonst vorher immer um Kundenschutz gebeten bei mir, in dem Fall und auch bei weiteren Fällen hat er das in letzter Zeit nicht gemacht damit er schneller an sein "Ziel" kommt. Er gibt sich auch als Hersteller der Geräte aus was er nicht ist. "

Hier wäre ein hinweis an die zuständigen Stellen bzw.Abteilungen vieleicht angebracht.


Die Firma wo ich als einziger Vertriebler angestellt bin, hat sich durch verschiedenste Händler selbst Konkurrenz gemacht. Ist das so rechtens ?


Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, ohne die vertraglichen Zusammenhänge zu kennen.

Grundsätzlich können Vertriebler eine "Exklusivität" genießen, diese muss aber vertraglich festgehalten sein. Was sagt denn Ihr Arbeitsvertrag dazu aus? Sollte es nicht darum gehen, sondern dass zuviele Händler da sind, dann haben Sie darauf leider keinen Einfluss, weil das eine betriebsinterne Entscheidung ist, die Sie nicht betrifft. Einen Anspruch auf bestimmte Zahl von Händlern, mit denen Sie arbeiten , dürften Sie nicht haben- ausser es steht im Vertrag.
BItte präzsieren Sie ihre Anfragen um weitere Antwort zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

Nachfrage vom Fragesteller 02.09.2020 | 10:37

das Vertriebsgebiet umfasst Deutschland laut Arbeitsvertrag. Ich bin für die Akquise zuständig und Betreuung der Potenziellen Neukunden, Bestandskunden und Händler zuständig. Gestern wurde mir nach Abmahnung nun die Betreuung der Händler entzogen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.09.2020 | 10:44

Wenn die Betreuung der Kunden eine Aufgabe ist, die Ihnen durch Arbeitsvertrag zugewiesen wurde , so haben sie wahrscheinlich trotz des Direktionsrechts des Arbeitgebers einen Anspruch auf eben Durchführung dieser Aufgaben.

Es ist eine Abwägung durchzuführen zwischen dem Direktionsrecht und ihrem Aufgabengebiet.

Eine einzige Abmahnung sollte in der Regel nicht ausreichen um Ihnen den Aufgabenbereich zu entziehen, es sei denn die Pflichtverletzung war schwerwiegend. Das kann ich aus ihrer Schilderung nicht entnehmen, ich kenne jedoch auch nicht den Wortlaut der Abmahnung.

auf den ersten Blick erscheint der Entzug des Aufgabenbereichs als ungerechtfertigt.

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