Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abmahnung: Gegendarstellung gerechtfertigt?

| 9. Januar 2012 13:31 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe heute eine ebenfalls heute gefertigte Abmahnung bekommen. Das dort abgemahnte Fehlverhalten ist bereits seit 2 Monaten abgestellt. Einzig die Folgen des Fehlverhalten konnten nicht fristgerecht beseitigt werden. Im Folgenden ein paar Punkte die ich gerne in der Gegendarstellung anbringen möchte und vorher auf dieser Plattform erfahren möchte, ab diese dafür geignet wären.

* Das Fehlverhalten ist dem Arbeitgeber das erste mal 10/2010 aufgefallen. Als Konsequenz wurde vereinbart, gemeinsam mit der Teamleitung an dessen Beseitigung zu arbeiten. Dies konnte bis 04/2011 auch so durchgeführt werden. Danach ist das Thema sowohl von mir als auch von der Teamleitung vernachlässigt worden.

* 11/2011 wurde ich durch den (inzwischen neuen) Teamleiter aufgefordert, mein Fehlverhalten einzustellen und bis Mitte 12/2011 die fehlenden Ergebnisse nachzuholen. Als Konsequenz dieses Gesprächs, wurde das Fehlverhalten von mir sofort eingestellt.

* Die fehlenden Ergebnisse wurden von mir leider nicht fristgerecht, sondern 10 Tage verspätet abgeliefert. (Ende 12/2011)

Sind diese Punkte für eine Gegendarstellung geeignet?

Die original Abmahnung kann ich zwecks besserem Verständniss meiner aufgeführten Punkte gerne per mail nachreichen.

Mit freundlichen Grüßen

9. Januar 2012 | 14:45

Antwort

von


(2481)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Ratsuchender,


eine arbeitsrchtliche Abmahnung ist an keine Frist gebunden, so dass der Arbeitgeber also nicht bis zu einem bestimmten Termin diese Abmahnung ausgesprochen haben muss.


Allerdings muss das abzumahnende Verhalten noch bestehen, bzw. eine Wiederholung zu befürchten sein, was schon nach Ihrer Sachverhaltsdarstellung zweifelhaft sein kann:

Denn Sie führen aus, dass das Fehlverhalten 10/2010 moniert worden und dieses auch von Ihnen sofort eingestellt worden ist.

Allerdings führen Sie auch aus, dass sie 11/2011 ERNEUT aufgefordert worden sind, das Fehlerhalten einzustellen und Sie dieses auch gemacht haben. Daher unterstelle ich derzeit, dass es zu einem erneuten Verstoß gekommen ist. Diese Abmahnung wäre dann wirksam.

Sollte es sich allerdings um den gleichen Vorfall handeln, und LEDIGLICH die erste Abmahnung nun vom neuen Teamleiter - ohne erneuten Verstoß - wiederholt worden sein, wäre die zweite Abmahnung schon unzulässig.


Denn dann wäre eine sogenannte Verwirkung eingetreten, von der man dann spricht, wenn sich der Arbeitnehmer nach einem Fehlverhalten längere Zeit vertragstreu verhält und der Arbeitgeber während der gesamten Zeit nicht mehr auf den Vorfall zu sprechen kommt; dieses könnte hier in Betracht kommen.

Dann sollten Sie in Ihrer Gegendarstellung darauf hinweisen, dass der Vorwurf schon 10/2010 erhoben und von Ihnen beseitigt worden ist, die zweite Abmahnung also unzulässig wäre.



Das nicht fristgerechte Nachholen der Leistungen könnte allenfalls dass Gegenstand eine weiteren Abmahnung sein, wenn die Nichteinhaltung dieser Frist auf Ihr Verschulden zurückzuführen ist. Hierzu bedarf es aber weiterer Ausführungen, da dieses derzeit nicht erkennbar ist.

Liegt ein solches Verschulden nicht vor, wäre die Abmahnung unzulässig und auf dieses mangelnde Verschulden sollten Sie die Gegendarstellung stützen.

Liegt ein Verschulden vor, wäre die Abmahnung wegen Nichterledigung der übertragenen Arbeiten aber zulässig und auf eine Gegendarstellung sollte dann ggfs. verzichtet werden.


Bitte lassen Sie mir die Abmahnung zukommen, damit notfalls eine Antwortergänzung stattfinden kann.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


Bewertung des Fragestellers 9. Januar 2012 | 15:48

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Sehr sachliche und gut verständliche Erklärung / Hinweise. Auch nachfolgende Hinweise per Mail nach Kenntniss des genauen Textes der Abmahnung waren sehr hilfreich. Kann ohne Einschränkung weiterempfohlen werden.

"
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Thomas Bohle »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 9. Januar 2012
5/5,0

Sehr sachliche und gut verständliche Erklärung / Hinweise. Auch nachfolgende Hinweise per Mail nach Kenntniss des genauen Textes der Abmahnung waren sehr hilfreich. Kann ohne Einschränkung weiterempfohlen werden.


ANTWORT VON

(2481)

Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Familienrecht, Zivilrecht, Baurecht, Miet- und Pachtrecht