Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
479.629
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Abmahnung Filesharing


| 08.11.2007 19:59 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht



Hallo,

ich habe eine Abmahnung wegen Filesharing von der Anwaltskanzlei Kornmeier&Partner bekommen.
Ich wurde aufgefordert eine Zahlung von 525€ zu leisten und die UE zu unterzeichnen.

Ich habe daraufhin eine abgeänderte UE per Einschreiben Rückschein geschickt und darüberhinaus die Zahlung von 525€ fristgerecht geleistet.

Nun habe ich am 30.10. ein Schreiben der o.g. Kanzlei bekommen, in dem steht, dass ich das Vergleichsangebot der Mandantschaft(digiprotect) nicht angenommen habe und daher die Forderung basierend auf einem Streitwert von 10000€ 926,80€ sei.
Diese Zahlung soll bis zum 12.11.2007 erfolgen.

Nun meine Frage...

Da ich die Zahlung ja bereits geleistet habe, welche rechtlichen Mittel stehen mir zur Verfügung um diesem, in meinen Augen sehr fragwürdigen, Verhalten der Gegenpartei ein Ende zu setzen, bzw. wie sollte ich mich am besten Verhalten?
Sehr geehrter Fragesteller,

möglicherweise haben Sie bei der Abgabe der von Ihnen modifizierten UE einen Fehler gemacht (z.B. etwas Wichtiges weggelassen/geändert) und dadurch die Angelegenheit gerade nicht - wie üblich - durch die UE beendet.

Das zweite Schreiben stellt dann eine erneute Abmahnung der aus Sicht des Gegners ungenügenden UE dar. Ob ein solches Vorgehen nicht rechtsmißbräuchlich ist, wäre in der Tat zu klären und hängt vom Einzelfall ab. Es zeigt jedenfalls, dass der Gegner etwas unsicher ist, sonst hätte er Sie schlicht sofort verklagt.

Wie der gegnerische Anwalt bei einem Streitwert von 10.000 € auf die Summe von 926 € kommt, erschließt sich mir aus Ihren Informationen nicht so ganz. Die Anwaltskosten können damit eigentlich nicht gemeint sein; diese wären bei einem solchen Streitwert deutlich niedriger. Es kann aber auch sein, damit sind die Gesamtkosten für die beiden! Abmahnungen gemeint. Dies würde eher Sinn machen.

Mein Rat: Beauftragen Sie einen Anwalt vor Ort unter Vorlage der bisherigen Schreiben. Ihre Schilderung entspricht jedenfalls nicht dem typischen Vorgang bei Abmahnsachen und sollte Sie zur Vorsicht bewegen. Sie sehen an Ihrem Fall, wie schnell man ohne anwaltliche Hilfe noch tiefer in eine Sache verstrickt werden kann.

Wenn Sie die Angelegenheit ohne Anwalt weiterbetreiben wollen, rate ich Ihnen, mit dem gegnerischen Anwalt Kontakt aufzunehmen und zu verhandeln. Versuchen Sie zunächst, durch eine Fristverlängerung Zeit zu gewinnen und dann die Zahlung "herunterzuhandeln". Erfahrungsgemäß lassen hier viele Anwälte mit sich reden. Machen Sie dem gegnerischen Anwalt durchaus klar, dass Sie an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens zweifeln und die Einschaltung eines Anwalts sowie eine Strafanzeige in Betracht ziehen. Damit erhöhen Sie weiter den Druck.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit einen ersten Eindruck vermitteln. Beachten Sie bitte, dass dieses Frageportal den Gang zum Rechtsanwalt nicht ersetzt, sondern allenfalls eine erste Tendenz aufzeigt. Bei weiteren Fragen oder Anliegen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Soweit aus dem Bereich www.frag-einen-anwalt.de heraus eine Kontaktaufnahme an mich persönlich gewünscht ist, bitte ich zunächst ausschließlich um Kontakt per E-Mail.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schneider
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2007 | 22:32

Hallo,

erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Nun habe ich aber doch noch ein kleine Frage.

In dem zweiten Schreiben wurde nicht die abgeänderte UE bemängelt, sondern der nicht vorhandene Zahlungseingang.

Das Schreiben schien als Serienbrief abgefasst, da in der ersten Abmahnung, sowie im Folgeschreiben der Adresskopf nicht komplett ausgefüllt war(Vorname nicht vorhanden).

aAch Eingang meiner UE hätten aber doch die kompletten Anschriftdaten vorhanden sein müssen, um bei Nichtzahlung "angemessen" vorzugehen.

Scheinbar hat sich also keiner die Mühe gemacht die Anschriftdaten zu ergänzen.

In welcher Form müsste ich denn die Strafanzeige stellen und müsste ich das am Sitz der Gegenpartei(Frankfurt) tun?


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.11.2007 | 22:45

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Sachverhaltsklarstellung spricht noch viel mehr für ein unlauteres Vorgehen des Gegners oder der ihn vertretenden Anwaltskanzlei. Wenn Sie die erste Zahlung nachweisen können (Kontoauszug, Überweisungsschrift), haben Sie kaum etwas zu befürchten. Möglicherweise handelt es sich auch um ein Versehen. Daher sollten Sie vorab die Anwaltskanzlei nochmal kontaktieren (per Telefon) und die Sache abklären. Vielleicht erledigt sich dadurch die Angelegenheit auch vollkommen.

Strafanzeige können Sie in jeder erdenklichen Form (tel., schriftlich) stellen, auch bei der Polizeidienststelle in Ihrer Nähe.

MfG

Dr. Schneider
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Meine Ansicht der Lage ist voll und ganz bestätigt. "