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Abmahnung - Begründet, Rechtsfolgen


08.08.2006 09:16 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

am 02.08.06 wurde mir eine telefonisch, mündliche Abmahnung ausgesprochen, wg. einer nicht versendeten Email und eines Buchhalterproblems, welche mir schriftlich mit Datum 05.08.06 im Büro auf meinem Schreibtisch hinterlegt wurde, nun waren es zwei.
Die 1. enhält folgenden Wortlaut:

" Ihr nachfolgend dargestelltes Verhalten gibt mir Veranlassung, Sie auf die ordnungsgemäße Erfüllung Ihrer arbeitsvertraglichen Verpflichtungen hinzuweisen:

Am 31.07.06 wurden Sie durch mich beauftragt zu überprüfen welchen von uns gestellten Rechnungen kein Zahlungseingang zu verzeichnen ist. Hierbei musste ich feststellen, das die Rechnung ..., Firma..., Fälligkeit 23.06.06 bisher keinen Zahlungseingang bewirkt hat. Es gehört jedoch zu Ihren primären Pflichten mich über solche Sachverhalte zu informieren.

Ich kann dieses Fehrlverhalten nicht unbeanstandet hinnehmen. Ich fordere Sie hiermit zu einer vertragsgemäßen Arbeitsleistung auf. Im Falle einer weiteren derartigen oder ähnlichen Pflichtverletzung sehe ich mich gezwungen, Ihr Arbeitsverhältnis zu kündigen.

Ich bitte Sie, mir den Erhalt dieser Abmahnung die ich zu den Personalakten nehmen werde, auf beigefügtem Zweitexemplar zu bestätigen."

Wortlaut der 2. Abmahnung:

" Ihr nachfolgend dargestelltes Verhalten gibt mir Veranlassung, Sie auf die ordnungsgemäße Erfüllung Ihrer arbeitsvertraglichen Verpflichtungen hinzuweisen:

Am 31.07.06, ca 10:30 Uhr wruden Sie durch mich beauftragt Schreiben zu erstellen und diese per Mail an mich zu senden, damit ich Sie zur Versendung freigeben kann.
Nachdem diese am 31.07.06 nicht bei mir eintrafen, erinnerte ich Sie am nachfolgenden Tag daran, dass ich diese Schreiben sofort zugesendet haben möchte.
Erst eine weitere Aufforderung am Folgetag führte dazu, dass Sie mir die gewünschten Unterlagen übermittelt haben.

Ich kann dieses Fehrlverhalten nicht unbeanstandet hinnehmen. Ich fordere Sie hiermit zu einer vertragsgemäßen Arbeitsleistung auf. Im Falle einer weiteren derartigen oder ähnlichen Pflichtverletzung sehe ich mich gezwungen, Ihr Arbeitsverhältnis zu kündigen.

Ich bitte Sie, mir den Erhalt dieser Abmahnung die ich zu den Personalakten nehmen werde, auf beigefügtem Zweitexemplar zu bestätigen."

Zur 2. Abmahnung meinerseits:
Diese Schreiben waren Anschreiben zu PC-Softwareproblemen und einer Kündigung eines Update-Services ohne vertragliche Unterlagen im Hinblick auf Kündigungsfristen, welche im am 31.07.06 erstellen sollte, heißt, sie bleiben auf meinem Rechner, keine Rede von mailen.
Am Folgetag erfolgte der Anruf 5 Minuten vor Arbeitsende.
Versendet wurde diese Mail von mir am weiteren Folgetag um 07:30 Uhr. Zu sagen wär hier noch, das es immer wieder technische Probleme mit dem Internet gibt.

Zur ersten Abmahnung kann ich nur sagen, das mir dort ein Fehler unterlaufen ist.

Wie verhalte ich mich nun? Unterschrieben hab ich beide noch nicht.Welche Rechtsfolgen bzw. Konsequenzen hat das ganze für mich?
Ich arbeite in einem Ing-Büro als Bürokauffrau seit dem 16.07.04, ich bin die einzige Angestellte, mein Vorgesetzter befindet sich zzt. die Woche über nicht im Büro, vom 01.07.-28.07.06 befand ich mich im Urlaub. Bis zum 31.07.06 gab es keinerlei Probleme zwischen AG/AN.

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Ratsuchende,


den Erhalt der Abmahnungen werden Sie bestätigen müssen, da es ansonsten zu einer Zustellung per Einschreiben/Rückschein kommen wird; das Klima wird dadurch nicht besser werden.

Mit der Empfangsbestätigung vergeben Sie sich auch nichts.


Bei einer Abmahnung müssen Sie im Wiederholungsfalle in der Tat mit einer Kündigung rechnen. Daher sollten Sie Ihr künftiges Verhalten darauf einstellen.

Bezüglich der zweiten Abmahnung können Sie verlangen, dass zu der Personalakte eine sogenannte Gegendarstellung genommen wird, in der Sie die Dinge aus Ihre Sicht schildern und die Abmahnung als ungerechtfertigt zurückweisen.


Auch bei einer Abmahnung wird nicht etwa die Kündigung für den Arbeitgeber erleichtert; sie wird aber bei einer sogenannten verhaltensbedingten Kündigung von den meisten Arbeitsgerichten als Voraussetzung gefordert; diese Voraussetzung wurde nun geschaffen.


Ein klärendes Gespräch mit dem Vorgesetzen sollte aber auch erfolgen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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