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Abmahnen eines Mitbewerbers, Schadensersatz..


30.10.2007 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Inhaber eines kleinen Handwerkbetriebes (Einzelbetrieb), mit 1-2 Mitarbeitern, seit einiger Zeit sehe ich, dass sich immer weniger Kunden für meine Dienstleistungen die ich anbiete interessieren, das heißt es bleiben Kundenanfragen aus und somit bleiben auch die Kunden weg.
Dazu möchte ich sagen, dass es sich bei dem Gewerbe um ein sehr spezielles handelt, der Grund, es hat sehr viel mit Chemie zu tun und unterliegt sehr strägen gesetzlichen Auflagen , in der Stadt in der ich es betreibe gibt es nur 4 Unternehmen dieser Form.

Jetzt hat mir einer meinen Kunden mitgeteilt das einer meiner Mitbewerber mich, sprich meine Unternehmung im Internet auf seiner Web.Site als Referenzkunde fürt, ich war und bin darüber nicht gerade begeistert. Ich bin nicht gefragt worden ob ich damit einverstanden bin, ich hätte es abgeleht, wir bieten beide dieselben Dienstleistungen an. Wir lagern spezielle Dienstleistungen aus, was wir nicht selber machen können, hier nutzen wir auch andere Mitbewerber auch diesen, doch seine Preise sind in kurzer Zeit uns gegenüber um bis zu 250% gestiegen.

Der Kunde der mich darüber informiert hat fragte mich ob wir die Dienstleistungen die wir anbieten auch selber erbringen oder ob wir die Teile alle nur annehmen und weiterleiten und so unser Geld auf einfache Art und Weise verdienen. So muß ich feststellen, werden sicherlich viele denken, gerade Einkäufer bei Gewerbetreibende, denn ein Gerwerbe wie ich es betreibe ist nicht so einfach aufzubauen und zu genemigen zu bekommen

Da mir seit einiger Zeit nun Kunden, somit dann auch Aufträge und damit Umsatz wegbleibt aus der Region, ist meine Frage.

Kann ich den Mitbewerber anwaltlich Abmahnen lassen und ggfl. Schadensersatz fordern?.

Denn einige seiner Kunden die in seinen Referenz- Liste geführt werden sind auch unsere, wenn die nun sehen das wir dort als Referenz- Kunde, geführt werden, werden die sich ggfl. (siehe Text oben,(Einkäufer))so einige Fragen stellen.

Ich danke bereits im vorraus für Ihre Bemühungen.


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Die nicht gestattete Benennung als Referenzkunde kann je nach den konkreten Umständen des Einzelfalles wettbewerbsrechtliche Unterlassungs- und/oder Schadensersatzansprüche auslösen. Durch die Benennung als Referenzkunde wird beim Kunden in der Regel der Eindruck erweckt, dass das als Referenz benannte Unternehmen mit den Leistungen des benennenden Unternehmens sehr zufrieden ist und es weiter empfehlen möchte. Hierin kann zum einen eine irreführende Werbung im Sinne des Gesetzes gegen den unlaureren Wettbewerb liegen als auch eine sog. Rufausbeutung oder Rufanlehnung - das benennende Unternehmen nutzt in unzulässiger Weise den guten Ruf des benannten Unternehmens, um seinen eigenen Ruf zu verbessern. Auch dies würde einen Verstoß gegen die Vorschriften des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb darstellen. Gerade in engen Marktsegmenten, wo die derart verbundenen Unternehmen in direkter Konkurrenz stehen, ist ein solches Verhalten eher als unzulässig zu bewerten als bei einer Referenzbenennung von Unternehmen, die in verschiedenen Segmenten tätig sind.

Ob eine Abmahnung in Ihrem Fall berechtigt ist, kann allerdings an dieser Stelle im Rahmen einer Erstberatung nicht pauschal beantwortet werden. Angesichts der Ihnen drohenden Umsatzeinbußen und deren möglicher direkter Kausalität zu dieser Referenznennung wäre Ihnen aber auf jeden Fall dazu zu raten, einen Anwalt mit einer eingehenden Prüfung der Sachlage zu beauftragen.

Schadensersatz können Sie, sofern tatsächlich ein Wettbewerbsverstoß festzustellen ist, dem Grunde nach fordern. Allerdings müssen Sie auch einen konkreten Schaden nachweisen, der sich hier wohl nur in entgangenem Gewinn manifestieren kann. Allerdings ist der Nachweis umso schwieriger, als sich beweisen lassen müsste, welche Aufträge gerade aus dem Grund ausgeblieben sind, dass Kunden aufgrund der vorgenommenen Verlinkung davon abgesehen haben, Sie zu beauftragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Sofern eine weitere Interessenvertretung gewünscht ist, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt
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