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Ablöse Einbauküche

12.12.2014 21:09 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Mit Einverständnis des Vermieters lasse ich in meine Mietwohnung eine Küche einbauen im Wert von ca. 5000 € ohne Montage. Der Vermieter ist bereit, im Falle meines Auszugs eine entsprechende Ablöse für die Küche zu zahlen. Wie muss das schriftlich festgehalten werden und reicht das per Email oder braucht es eine Ergänzung des Mietvertrags in schriftlicher Form?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Eine Ablöse-Regelung muss nicht zwingend in Schriftform festgehalten werden. Auch eine eindeutige Zusage per E-Mail, ja sogar eine nur mündliche Vereinbarung kann ausreichen, um bei Auszug Kostenerstattung zu fordern. In bestimmten Fällen kann sich ein Erstattungsanspruch sogar direkt aus dem Gesetz (§ 539 BGB, § 684 BGB in Verbindung mit §§ 812 ff. BGB) ergeben.

Dennoch rate ich dringend an, eine von Mieter und Vermieter unterschriebene schriftliche Vereinbarung zu treffen, solange sich beide Seiten einig sind. So umgehen Sie Beweisschwierigkeiten, sollte es bei Auszug zu einem Streit kommen. Diese Vereinbarung, in der die Kostenerstattung so genau wie möglich geregelt werden sollte, wird idealerweise als Ergänzung zum Mietvertrag getroffen, damit ggf. auch Rechtsnachfolger auf Seiten des Vermieters (Erben, Käufer der Immobilie) hieran gebunden sind.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.12.2014 | 21:58

Danke. Aber mit "wie muss das schriftlich festgehalten werden?" meinte ich die Ermittlung des Zeitwerts. Sind 10 % Wertminderung pro Jahr korrekt?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.12.2014 | 22:37

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Geht man von einer Nutzungsdauer von 10 Jahren aus, wäre eine Abschreibung von 10% pro Jahr denkbar. Insbesondere hochwertige Einbauküchen haben aber meist in den ersten Jahren einen höheren Verlust, sind dafür aber auch nach 10 Jahren nicht zwingend wertlos. Auch eine Trennung zwischen E-Geräten und Mobiliar ist denkbar. Ich erlaube mir, auch auf die Ausführungen eines Kollegen zu verweisen, der sich ausführlich mit der Frage beschäftigt hat: http://www.frag-einen-anwalt.de/Abstandszahlung-fuer-Einbaukueche---f30237.html

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jan Wilking, Rechtsanwalt


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